Nach dem Erfolg von „The Walking Dead“ war klar, dass auch bald andere Sender Begehrlichkeiten in Sachen Zombies entwickeln würden. Für den Syfy Channel wurde „Z Nation“ produziert, welche nun auch im deutschen Fernsehen ihr Debüt feiert – zuerst im Pay-TV bei SyFy, später dann auch bei RTL 2.

Z Nation - Season 2 Launch TrailerEin weiteres Video

Kurios ist, wer hinter dieser Serie steckt. Man kennt die Produktionsfirma, aber nicht wegen Fernsehserien. Vielmehr sind es Filme, mehr noch: Billig-Heuler, die sich an große Vorbilder heranwagen, also genau das, was „Z Nation“ zu „The Walking Dead“ ist.

Niemand Geringeres als The Asylum, die Mockbuster-Schmiede, ist dafür verantwortlich und hat sogar so etwas wie einen kleinen Hit an der Hand.

Z Nation - Konkurrenz für "The Walking Dead" von Asylum

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Eine Horrorserie von "The Asylum". kann das gut gehen?
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Die Zombies kommen

Drei Jahre nachdem ein Zombie-Virus die Vereinigten Staaten von Amerika verheert hat, muss eine Gruppe von Überlebenden den einzig immunen Menschen 3.000 Meilen von New York nach Kalifornien bringen. Dort ist das letzte noch funktionierende Labor, das auf dessen Blut wartet.

Seine Antikörper sind die letzte Hoffnung der Menschheit auf einen Impfstoff. Aber der Mann hütet auch ein dunkles Geheimnis, das alles und jeden bedroht.

Günstig, aber auch gut?

Die Serie wurde von Karl Schaefer und Craig Engler entwickelt. Schaefer hat „Eerie, Indiana“ und „Strange Luck“ entwickelt und war als Produzent bei „Eureka“ und „Ghost Whisperer“ dabei, während Engler das Skript zum Horrorfilm „Zombie Apocalypse“ geschrieben hat.

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So schlecht ist die Serie gar nicht. Wer hätte das gedacht?
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Das Budget, mit dem sie hier arbeiten müssen, war klein, weswegen nur sechs Drehtage pro Episode zur Verfügung standen. Mehr als drei Takes pro Szene konnte man sich schlicht und ergreifend nicht leisten.

Daran sollte man sich nicht stören. Dass „Z Nation“ eine B-Produktion ist, ist ja nicht gleich etwas Schlechtes. Man wäre auch mit dem Klammerbeutel gepudert, würde man bei dieser Show etwas vom Format eines „The Walking Dead“ erwarten. Nein, was hier geboten wird, ist das Äquivalent eines guten Zombie-Films, der sich nicht für das ganz große Drama interessiert, sondern einfach nur Spaß machen will.

Das fängt schon bei den Titeln der einzelnen Episoden an: „Full Metal Zombie“ (über Zombie-Soldaten), „Home Sweet Zombie“ (mit einem Zombie-Tornado!!!) oder „Zunami“ (mit einer ganz großen Horde an Zombies) sind natürlich derart, dass man sofort weiß, was hier geboten ist. Kein Klamauk, bei weitem nicht, aber eine in ihrer Ernsthaftigkeit vor allem auf knackige Horror-Unterhaltung setzende Serie, die es auch wagt, richtig abstruse Ideen einzubringen.

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Natürlich dürft ihr nichts allzu Hochwertiges erwarten...
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Die Stars

Die Hauptrollen sind hauptsächlich mit Unbekannten besetzt, nur DJ Qualls („Road Trip“, „Supernatural“) ist ein wenig bekannter.

Es gibt aber auch andere bekannte Gesichter, nur dass deren Überleben in der Regel nicht besonders lang ist, so z.B. Michael Welch („Twilight“), Tom Everett Scott („Southland“) oder Harold Perrineau („Lost“).

Klein, günstig, aber sympathisch. Eine Zombie-Serie, die gar nicht erst versucht, das große Vorbild Walking Dead zu erreichen, sondern ihr eigenes Ding durchzieht.Fazit lesen

Gedreht wird die Serie in Spokane im US-Bundesstaat Washington. Den Produzenten war von vornherein klar, dass man mit „The Walking Dead“ nicht konkurrieren kann, weswegen man einen deutlich trashigeren Ansatz wählte. Damit einher gehen aber auch ein paar coole Gore-Effekte und schöne Schreckmomente.