Im Serienbereich gibt es unzählige Komödien. Umso schöner, dass mit „Wilfred“ nun eine Show kommt, die ganz und gar anders als die Konkurrenz ist. Die Abenteuer dieses Mannes und seines Hundes leben von einer unglaublich surrealen Stimmung, unterhält sich Elijah Wood doch durchgehend mit einem Typen im Hundekostüm, der für alle anderen jedoch wirklich ein Hund ist.

Nach einem Einsatz im Pay-TV steht nun auch die Free-TV-Premiere an. Pro Sieben zeigt „Wilfred“ ab dem 17. Juni. Da man sich nicht verspricht, mit „Wilfred“ ein großes Mainstream-Publikum anzulocken, hat man von vornherein einen späteren Sendeplatz gewählt. Die einzelnen Folgen laufen jeweils montags um 23:10 Uhr. Gezeigt werden jeweils zwei Episoden am Stück.

Wilfred - Elijah Wood ist auf den Hund gekommen

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Kaum ist Ryan dem Tod von der Schippe gesprungen, schmachtet er auch schon seine attraktive Nachbarin an.
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Ryan (Elijah Wood) ist das Leben leid. Er wurde Anwalt, weil sein Vater das wollte, hat den Job aber mittlerweile hingeschmissen. Seine Schwester bedrängt ihn, einen miesen Job im Krankenhaus anzunehmen. Er selbst möchte am liebsten aus dem Leben scheiden. So mischt er sich einen Tablettencocktail, der jedoch nicht die gewünschte Wirkung hat. Es passiert rein gar nichts.

Am nächsten Tag bittet ihn seine Nachbarin Jenna (Fiona Gubelmann), auf ihren Hund Wilfred (Jason Gann) aufzupassen. Da er ohnehin auf die blonde Schönheit steht, möchte er sich natürlich einschleimen. So erklärt Ryan sich dazu bereit, woraufhin sich sein Leben für immer verändert. Denn er sieht in Wilfred keinen Hund, sondern einen Mann im Hundekostüm, der ihn dazu drängt, endlich damit anzufangen, richtig zu leben. Und dazu gehört auch, sich erst mal gepflegt eine Bong zu bauen …

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Chaosköter Wilfred und Teddybär Ted würden ein vortreffliches Team abgeben.
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Australische Wurzeln

Im Deutschen kommt es nicht mehr zum Tragen, aber im Original ist Wilfred auch so ungewöhnlich, weil er mit australischem Akzent spricht. Kein Wunder, ist Jason Gann doch Australier. Und: Er ist nicht nur der Hund, er ist auch der Erfinder der Show und spielte Wilfred sogar schon in der australischen Erstversion.

„Wilfred“ gibt es schon mehr als ein Jahrzehnt. Im Jahr 2001 machten sich Jason Gann und Adam Zwar Gedanken über einen Kurzfilm, in dem Gann erstmals Wilfred spielte. Der Film kam bei Festivals sehr gut an, weswegen man sich dann daran machte, einen Sender zu suchen, der interessiert war, aus dem Stoff eine Serie zu machen. Dieses Unterfangen zog sich jahrelang hin, 2006 produzierte man dann aber einen Piloten, dem im Jahr darauf eine erste Staffel folgte. Die zweite Staffel wurde dann 2010 produziert. Anschließend war mit der Serie Schluss.

Das aber auch nur, weil man die Remake-Rechte an einen amerikanischen Produzenten verkauft hatte, wo man für den Sender FX mit der Produktion der ersten, aus 13 Folgen bestehenden Staffel begann. Für die männliche Hauptrolle konnte man Elijah Wood begeistern. Der ist ein großer Fan des Films „Mein großer Freund Harvey“, in dem James Stewart mit einem unsichtbaren Riesenhasen interagiert. Daran muss Wood auch das Skript zu „Wilfred“ erinnert haben, weswegen er flugs zusagte.

Die Rolle des Hundes übernahm erneut Jason Gann, der auch als einer der Produzenten der Serie fungiert.

Seltsam-surreale Serie, die gnadenlos den schlechten Geschmack zelebriert, zugleich jedoch vielschichtiger ist, als es auf den ersten Blick erscheint. Ein Comedy-Juwel.Fazit lesen

Die Menschen und Wilfred

In wiederkehrenden Rollen gibt es bei „Wilfred“ ein paar bekannte Gesichter zu sehen. Ethan Suplee („My Name is Earl“) ist Spencer, der unwirsche und höchst unfreundliche Nachbar, an dem sich Wilfred und Ryan gleich in der ersten Folge rächen, indem sie in seine Bude einbrechen und ihm in die Stiefel kacken.

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Für den talentfreien Chris Klein ist seine Rolle in der Sitcom ein echter Glücksgriff.
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Chris Klein („American Pie“) spielt Jennas Ehemann Drew, den Wilfred überhaupt nicht leiden kann, während Alison Mack („Smallville“) eine frühere Flamme von Wilfred ist. Außerdem sind noch Steven Weber („Brothers & Sisters“), Nestor Carbonell („Lost“) und Mary Steenburgen („Zurück in die Zukunft 3“) mit von der Partie.

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Who let the dogs out?
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Ein Erfolg

„Wilfred“ startete in den USA im Jahr 2011 und konnte aufgrund seiner ungewöhnlichen Geschichte nicht nur die Kritiker, sondern auch das Publikum begeistern. Die Quotenentwicklung der ersten Staffel war ziemlich gut, so dass eine zweite Season bewilligt wurde, die 2012 lief. Die dritte Season läuft in den USA im Juni 2013 an. Damit hat die US-Version das australische Original bereits überflügelt, denn in Down Under wurden insgesamt nur 16 Episoden produziert.

Schade eigentlich, dass die australische Version nicht auch im deutschen Fernsehen gezeigt wird. Hier ist es wie bei „Being Human“, wo die amerikanische Version hierzulande zu sehen ist, während das Original auf sich warten lässt.