Über das Portal Lovefilm war „Vikings“ auch schon in deutscher Sprache zu sehen, nun haben die Wikinger aber auch im Free-TV ein Heim gefunden. Ab dem 25. April läuft die Serie jeden Freitag um 20.15 Uhr auf Pro Sieben.

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Die erste Staffel besteht aus nur neun Episoden, erzählt jedoch eine fortlaufende Handlung, so dass man das Gefühl eines wirklich langen Films hat, wenn man die Show am Stück ansieht – oder zumindest in größeren Häppchen, wie es bei Pro Sieben der Fall ist, wo man gleich zwei Episoden am Stück zeigt.

Gedreht wurde die Serie in Irland, da man die urwüchsige Landschaft nutzen wollte, um der Serie Bodenständigkeit zu verleihen. Das ist etwas teurer, macht sich aber bezahlt, denn „Vikings“ sieht wirklich phantastisch aus. Besonders für Stoffe wie diese bietet sich die irische Landschaft immer wieder an.

Vikings - Der Sturm zieht auf, die Wikinger kommen!

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„Vikings“ ist eine kanadisch-irische Produktion.
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Erzählt wird die Geschichte von Ragnar Lothbrok, der sich dem Häuptling entgegenstellt, da er der Meinung ist, der nächste Raubzug müsste nach Westen, nicht nach Osten gehen. Der Häuptling Haraldson betrachtet das als Herausforderung und beginnt, gegen den Untergebenen vorzugehen. Aber im Kampf Jung gegen Alt kann letzten Endes nur einer die Nase vorne haben.

Fiktion im History Channel

Normalerweise zeigt der History Channel in den USA Dokumentationen, aber mit „Vikings“ hat man sich entschlossen, eine erste fiktionale Serie ins Programm zu nehmen, da man Geschichte in Form einer spannenden Erzählung dem Publikum näherbringen will. An den Start ging die Serie im Jahr 2013, mit neun Folgen zeigte man sich recht konservativ, da unklar war, ob das Publikum das Programm nicht nur annimmt, sondern auch neue Zuschauer gewonnen werden können.

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Das Wagnis hat sich gelohnt, denn die Serie erwies sich als recht erfolgreich - natürlich im Rahmen dessen, was bei einem Nischensender möglich ist. Die zweite Staffel läuft derzeit in den USA, die dritte ist schon bewilligt.

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Produzent ist „The Tudors“-Schöpfer Michael Hirst.
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Die von dem mit historischen Serien erfahrenen Michael Hirst („The Tudors“, „Camelot“) ersonnene Serie zeigt authentisches Wikingerleben und befasst sich auch mit deren Gebräuchen und Religion. Um den Blick von außen zu haben, gibt es auch einen Mönch, der von den Wikingern versklavt wird und dann Einblick in deren Gesellschaft erhält. Er ist so etwas wie die Augen und Ohren des Zuschauers, dem die Welt der Wikinger natürlich auch fremd ist.

Durch ihn sieht man ihre Größe, ihre Stärke, aber auch ihre Schwächen, sowohl in persönlicher als auch in kultureller Hinsicht. Die Serie ist dabei wenig zimperlich. Schon am Anfang, als die Wikinger das Kloster stürmen und nicht nur plündern, sondern auch metzeln, macht klar, dass hier keine romantisierte Version des Wikinger-Daseins geboten werden soll. Vielmehr will man realistisch aufzeigen, wie das Leben zur damaligen Zeit war.

Authentisch anmutende Serie über das Leben der Wikinger: rau, hart, mitreißend.Fazit lesen

Fimmel als Wikinger

Die Hauptrolle des Ragnar wird von Travis Fimmel („The Experiment") gespielt, in weiteren Rollen agieren Gabriel Byrne („In Treatment“) als Häuptling, Katheryn Winnick („Bones“) als Ragnars Frau und Jessalyn Gilsig („Nip/Tuck) als Frau des Häuptlings. Wichtig ist bei dieser ersten Staffel vor allem der Konflikt zwischen Ragnar und dem Häuptling Haraldson, der jedoch schon zur Zweidrittelmarke der Staffel kulminiert.

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Die Serie startet bei uns am 21.06.2013 auf ProSieben.
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Dies ist auch ein Konflikt unterschiedlicher Weltanschauungen. Der Häuptling verkörpert das Traditionelle. Ragnar den Aufbruch. Er möchte mehr für sich und die Seinen und sucht nach Wegen, dies zu erlangen, wobei er volles Risiko fährt.

Interessant ist aber auch, dass er mit Bräuchen bricht, etwa dann, wenn es um das Schicksal von Siggy geht, die eigentlich nicht weiterleben dürfte, aber auch in der zweiten Staffel noch dabei ist.

Travis Fimmel, der Mann mit dem unglücklichen Nachnamen (zumindest für deutsche Ohren), hat lange auf die richtige Rolle gewartet. Als Ragnar bringt er jedoch eine Intensität in die Serie ein, die sie auch befeuert. Ihm nimmt man ab, dass er ein Wikinger von echtem Schrot und Korn ist.