Die „Vampire Diaries“ haben schon eine recht bewegte deutsche Ausstrahlungsgeschichte hinter sich. Zuerst debütierten sie bei Pro Sieben, wurden dort aus dem Programm genommen, um dann bei Sixx erfolgreich zu laufen, kehrten deswegen zu Pro Sieben zurück und waren schon bald wieder auf der Abschussliste. Jetzt haben sie ihr Heim bei Sixx endgültig gefunden. Die neue fünfte Staffel strahlt man dort ab dem 6. Februar aus.

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Schon zuvor gibt es jedoch die Wiederholung der Staffeln 2 bis 4. Warum die erste fehlt? Die wurde erst vor kurzem wiederholt, allerdings hätte man sie jetzt der Komplettheit wegen auch ruhig noch mal zeigen können, denn ab dem 2. Januar läuft „Vampire Diaries“ täglich mit Doppelfolgen ab 22.05 Uhr.

Es wirkt natürlich ein wenig so, als ob man sich mit der Serie an den Erfolg von „Twilight“ heranhängen wollen würde. Die Ähnlichkeiten sind vorhanden: In beiden Stoffen sind die Protagonisten Teenager oder erscheinen zumindest jung, beide basieren auf erfolgreichen Romanen und beide stellen nicht nur Vampire, sondern auch andere übernatürliche Wesen in den Mittelpunkt.

Vampire Diaries - Und täglich grüßt der Vampir

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Vampire Diaries läuft bereits seit 2009.
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Man würde „Vampire Diaries“ aber nicht gerecht werden, wenn man es als simple Anbiederung an das „Twilight“-Publikum verstehen würde. Das gilt auch umso mehr, da L.J. Smiths ursprüngliche Roman-Trilogie bereits 1991 auf den Markt kam. Dass man sie aber erst jüngst für das Fernsehen umsetzte, mag mit dem trendigen Vampir-Thema zu tun haben.

Nach der ursprünglichen Trilogie schrieb Smith 1992 einen vierten Teil, zog sich 1998 für zehn Jahre vom Schreiben zurück und startete 2009 eine zweite Trilogie, die im Verlauf dieses Jahres abgeschlossen ist.

Die Hauptfigur der Serie ist das Mädchen Elena Gilbert, die sich an der High School in den Vampir Stefan Salvatore verliebt. Was folgt, ist eine Dreiecksgeschichte, denn auch Stefans Bruder Damon hat ein Auge auf Elena geworfen. Die Geschichte spielt im fiktiven Ort Mystic Falls, Virginia, und TV-Entwickler Kevin Williamson beschreibt sie als eine Serie, die sich weniger um die High School dreht, als vielmehr die Geschichte einer Kleinstadt ist. Und die wird stark aufgefächert, denn neben Vampiren gibt es auch Hexen und Werwölfe.

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Die deutschsprachige Erstausstrahlung fand am 10. September 2010 auf proSieben statt.
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Von Slashern zu Vampiren

Anfang 2009 wurde bekannt, dass das Network The CW grünes Licht für das Projekt „Vampire Diaries“ gegeben hat, das von Erfolgsautor Kevin Williamson entwickelt wurde. Williamson wurde durch „Scream“ bekannt und machte sich im Fernsehen mit „Dawson’s Creek“ einen Namen.

Gedreht wurde der Pilotfilm im kanadischen Vancouver, wobei das Network zuerst eine Order über 13 Folgen in Auftrag gab, aber nach Start der Serie diese sehr schnell auf 22 Episoden ausweitete. Schon mit der ersten Staffel zeichnete sich der Erfolg ab, mittlerweile ist „Vampire Diaries“ die erfolgreichste Serie des US-Networks The CW und hat auch einen eigenen Spin-off erhalten.

Die Serie selbst entsteht in Covington und Monroe, beide im US-Bundesstaat Georgia, gelegen. Man brachte die Produktion dorthin, weil sich dadurch steuerliche Vorteile erzielen ließen.

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Werwölfe, Vampire, Hexen, halbnackte Kerle und Frauen: all das bietet Vampire Diaries.
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Die Entwicklung

Die Besetzung der Serie besteht im Großen und Ganzen aus Newcomern. Im Vorfeld war lediglich Ian Somerhalder bekannt, der in „Lost“ mitwirkte und einen der Vampir-Brüder spielt. Die übrige Besetzung mit Nina Dobrev und Paul Wesley war zwar schon in Film und Fernsehen aktiv, aber erst mit dieser Serie konnten beide wirklich auf sich aufmerksam machen.

Kein Twilight-Klon, aber Herzschmerz gibt es natürlich auch hier. Dennoch: Die Mythologie der Serie entwickelt sich ganz gut.Fazit lesen

Die erste Staffel ist zur Einführung der Figuren, dementsprechend wird die zweite Staffel größer aufgezogen, denn hier beginnt der rote Faden, der im ersten Jahr nur leicht vorhanden war, immer stärker zu erstrahlen. Mit den Urvampiren wird die Mythologie der Serie enorm ausgebaut. Damit nicht genug, wird auch der Feind der Vampire - der Werwolf - gebührend eingeführt. Wobei man sich hier großteils an die übliche Mythenbildung hält, aber auch ein paar neue Elemente mit einbringt, so etwa die verheerende Wirkung, die ein Werwolfsbiss auf einen Vampir hat.

Ein bisschen merkwürdig ist es aber durchaus, dass so ziemlich alle in Mystic Falls langsam Kräfte entwickeln. Auch aus dem Kreis der ehemaligen Menschen verändern sich immer mehr. So wird Tyler zu einem Werwolf, Bonnie zu einer Hexe und Caroline zu einem Vampir.