Pro Sieben wartet gar nicht lange ab, um die zweite Staffel von „Under the Dome“ ins Programm zu hieven. Am 10. September ist es bereits soweit. Zu dem Zeitpunkt ist in den USA die zweite Staffel noch nicht mal ganz gelaufen, die finale Episode wird dort nämlich auch erst am 22. September gezeigt.

Under the Dome - Clip - Barbie und Co versuchen, das Ei zurück zu bekommen38 weitere Videos

Inhaltlich schließt die zweite Staffel direkt an die erste an. Wir erinnern uns: Big Jim (Dean Norris) wollte Dale Barbie (Mike Vogel) aufhängen, weil er die Leute überzeugt hat, dass er ein Mörder ist. Dazu kommt es nun aber natürlich nicht, denn die Kuppel wird aktiv. Sie magnetisiert, so dass Metallteile zur Kuppel gezogen werden. Damit nicht genug wird auch ein hochfrequenter Ton ausgestrahlt, der die Leute bewusstlos werden lässt – die meisten zumindest. Manche glauben, dass die Kuppel dadurch spricht.

Under the Dome - Staffel 2 - Unter der Kuppel wird’s abstrus

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In der zweiten Staffel entfernt man sich weit von der Buchvorlage.
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Eine Lesart: Die Kuppel will, dass das Töten aufhört. Als es das tut, ist mit dem Magnetismus und dem hochfrequenten Ton auch tatsächlich Schluss. So stellt sich die Frage: Hat die Kuppel eine Art von Bewusstsein, und wenn ja, was will sie eigentlich?

Die Lehrerin Rebecca (Karla Crome) glaubt nicht daran. Sie glaubt an die Wissenschaft, allerdings weiß sie den Kuppel-Glauben durchaus auch zu nutzen. Denn Big Jim ist fast so etwas wie ein Gläubiger geworden. Zumindest aber verändert er sich zu Beginn der Staffel etwas. Dass er bis dato schon Leute kalt gemacht hat? Geschenkt!

Vergeben und vergessen

Das ist wohl auch eine der größten Schwächen der Serie, aber auch dieser Staffel. Die Leute tun etwas – andere töten, verletzten, Genozid planen –, aber das wird alles in Nullkommanix wieder vergessen. In Chester’s Mill kann man sich die übelsten Taten erlauben, wenn es einem gelingt, dem Lynchmob fünf Minuten zu entgehen, dann wird einem schon wieder vergeben.

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Dean Norris ist natürlich auch noch dabei.
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Das mag man auf die besondere Situation des Lebens innerhalb der Kuppel zurückführen, die bittere Wahrheit ist jedoch, dass die Autoren in dieser Beziehung total versagt haben.

Neue Mysterien

Es wird deutlich größer aufgezogen, was es mit der Kuppel auf sich hat. In erster Linie werden Fragen etabliert, bei den Antworten ist man – wie weiland bei „Lost“ – nicht gar so schnell dabei. So stellt sich die Frage, was es mit einem jungen Mädchen auf sich hat, das 1988 schon mal auf ein Element stieß, das mit der Kuppel zu tun hat: Das Ei, in dem die rosaroten Sterne zu sehen sind.

Auch werden Prophezeiungen aufgefahren, die mit Jimmys Mutter zu tun haben. Das Schicksal von Jimmys Mutter wird darüber hinaus in Frage gestellt. Und mit der Figur des Sam taucht gleich noch jemand auf, den es eigentlich auch schon in der ersten Staffel hätte geben müssen. Denn der hat ein Notizbuch mit Prophezeiungen und wusste natürlich auch zu Zeiten der ersten Staffel schon, was passieren und was er tun müsste, um das abzuwenden.

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Im Oktober geht es auf ProSieben mit der zweiten Staffel weiter.
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Was man hier hat, ist ein weiteres Indiz für schlechte Drehbücher und ein Beispiel des klassischen „Wir denken uns was aus, ohne vorauszuplanen“-Schemas, das viele Serien plagt. Denn vieles von dem, was in dieser zweiten Staffel gesagt und getan wird, hätte schon früher stattfinden müssen, wenn man glaubt, dass der Protagonist an die Prophezeiungen glaubt.

Ein deutlicher Abfall zur ersten Staffel. Das war zu erwarten, teilweise ist das niedrige Niveau aber echt überraschend.Fazit lesen

Abschiede

Natürlich spoilern wir hier nicht auf breiter Front, aber Fans dürfen sich warm anziehen, denn schon in der ersten Folge der neuen Staffel gibt es ein paar Tote unter den Hauptfiguren zu beklagen. Speziell das Ende der Folge ist ein echter Schocker und bereitet ein paar der mythologischen Entwicklungen in dieser Staffel vor.

In dieser ersten Folge gibt es übrigens auch einen Cameo-Auftritt von Stephen King. Er ist der Mann am Tresen, der Angie darum bittet, seinen Kaffeebecher nachzufüllen.