Was einst „Two and a Half Men“ hieß, müsste man nun, zur 11. Staffel, in „Two Men and a Lesbian“ umbenennen. Von der Dreier-Stammbesetzung ist jetzt nämlich nur noch Jon Cryer alias Alan Harper übrig. Dessen Seriensohn Jake (Angus T. Jones) ist raus, dafür kommt nun Charlies uneheliche Tochter Jenny ins Spiel, die für heiße Lesben-Action sorgt.

Das war’s mit Jake

Die wahren Gründe für den Ausstieg von Angus T. Jones werden wir wohl nie erfahren. Im November 2012 ließ er sich öffentlich über die Serie aus, die ihn berühmt machte. In einem Interview mit der christlichen Organisation Forerunner Chronicles bezeichnete er sie als „Dreck“: „If you watch Two and a Half Men, please stop watching Two and a Half Men. I'm on Two and a Half Men and I don't want to be on it. Please stop watching. Please stop filling your head with filth!

Nachdem Charlie Sheen (der den Lebemann Charlie Harper spielte) nach seinem medialen Aufbegehren gegen die Sitcom bereits 2011 von Ashton Kutcher abgelöst wurde, folgt nun Angus T. Jones, der seit seinem zehnten Lebensjahr den trotteligen Jake Harper mimt. Laut einem offiziellen Statement von Serienschöpfer Chuck Lorre liege dies allerdings nicht an besagtem Interview, sondern an Jones' Zukunftsplänen. Er wolle das College besuchen und erst einmal ein normales Leben abseits vom Medienrummel führen. In Gastauftritten solle er der Serie aber erhalten bleiben.

Two and a Half Men - Staffel 11 - Two Men and a Lesbian

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Jenny (Amber Tamblyn): der neue "Half Men".
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Charlie Harper in Frauengestalt

Davon ist in der elften Staffel bislang aber nichts zu spüren. Da die neue Staffel in den USA auf CBS erst am 26. September 2013 anlief, sind zum jetzigen Zeitpunkt erst elf Folgen erschienen. ProSieben beeilt sich mal wieder und strahlt die neuen Folgen schon parallel zur Staffelhalbzeit in Amerika aus. Ab dem 7. Januar 2013 können die deutschen Fans immer dienstags um 20.15 Uhr mitverfolgen, wie es mit Alan Harper und Walden Schmidt in dem schönen Standhaus in Malibu weitergeht.

Jake hat sich am Ende der zehnten Staffel ins ferne Asien verabschiedet. Er wurde von der Armee nach Japan versetzt und meldet sich nur noch postalisch. Natürlich gerät Alans Sohn nicht in Vergessenheit und wird, wie auch Charlie Harper, immer wieder erwähnt, zu sehen bekommen wir ihn – zumindest in der ersten Hälfte der neuen Staffel – allerdings nicht.

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Chuck Lorre hat jedoch für adäquaten Ersatz gesorgt. Zu Beginn der ersten Folge steht völlig unerwartet ein neuer, potenzieller Hausbewohner vor der Tür des edlen Strandhauses: die 25-jährige Jenny (Amber Tamblyn, bekannt durch die Titelrolle in der Fernsehserie „Die himmlische Joan“, Ärztin Martha M. Masters in „Dr. House“ oder Filmen wie „127 Hours“ und „Main Street“), die sich als Charlies uneheliche Tochter vorstellt.

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Und Walden sucht immer noch die große Liebe.
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Und mit ihrem Daddy, den sie zuletzt an ihrem vierten Geburtstag gesehen hat, danach aber monatlich mit Schecks versorgt wurde, hat sie so einiges gemeinsam. Sie frönt dem Alkoholismus, bekifft sich gerne und ist ein richtiger Womanzier. Richtig gelesen: Jenny ist lesbisch und vernascht wie ihr Vater eine Frau nach der anderen. Gerne auch, ohne sich danach jemals wieder bei ihren entzückenden One-Night-Stands zu melden.

Frauen über Frauen

Frauenmangel herrscht also nicht in dem Singlehaushalt. Diese gehen ein und aus, mal im Schlafzimmer von Walden, mal bei Jenny und selten auch mal bei Alan zu Gast. Walden sucht nach wie vor die große Liebe und macht sich weniger aus gefühllosem Sex. Alan wurde hingegen zu Lyndseys Affäre abgestempelt. Die ist nun nämlich mit einem netten Kerl namens Larry liiert, mit dem sich Alan prompt anfreundet, um herauszufinden, was Larry so besonders macht.

Mit der Powerlesbe weht zwar frischer Wind ins Strandhaus, aber die Produzenten sollten aufpassen, dass sich dieser nicht schnell wieder in ein laues Lüftchen verwandelt.Fazit lesen

Immer in der Hoffnung, dass Lyndsey (Courtney Thorne-Smith) zu ihm zurückkehrt, pflegt er die Bettgeschichte mit ihr, die immer heikler und schwieriger zu vertuschen wird. Doch da die kesse Blondine ja eigentlich vergeben ist, guckt sich auch Alan hier und da nach anderen schönen Frauen um. Dabei gerät unter anderen Lynda Carter in sein Blickfeld, die in Episode 6 einen Gastauftritt absolviert und sich selbst spielt. Hier vermutlich unbekannter, ist Lynda Carter in Amerika ein Kult-Star und vor allem berühmt für ihre Rolle als Wonder Woman in der gleichnamigen Serie (1975-1979), von der auch Alan einst ein großer Fan war.

Two and a Half Men - Staffel 11 - Two Men and a Lesbian

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Two and a Half... Lesbian?
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Angriff der Zombie-Lesben

Ansonsten gibt es ein Wiedersehen mit Alans Mutter Evelyn Harper (Holland Taylor), die sich gerne um ihre Enkeltochter Jenny kümmern möchte, Rose (Melanie Lynskey), die in Walden ihr neues Stalking-Opfer gefunden hat, und mit der Haushälterin Berta (Conchata Ferrell), die sich um keinen Spruch verlegen ist und mehr kifft denn je.

Allgemein wird in der Serie spürbar mehr Gras geraucht und dank Jenny nun auch wieder verstärkt der Alkoholsucht gefrönt. Sie rülpst und trinkt wie zehn Kerle zusammen und lässt keine heiße Frau anbrennen. Dabei ist es sehr überraschend, dass sie es immer wieder schafft, jede Frau in Malibu, eine schöner und heißer als die andere, ins Bett zu kriegen und selbst alle heterosexuellen Mädels „umzukehren“. Walden bezeichnet Jenny als „lesbischen Zombie, der alle Frauen von Malibu infiziert“ – niemand ist sicher!

Dadurch kommen auch mehr Homosexuellenwitze zutage und es wird weiterhin munter mit Klischees gespielt: dumme Models, dumme Disney-Prinzessinnen, Alan und Walden als potenziell schwules Paar – und sogar Transsexuelle spielen diesmal eine Rolle. Dabei werden auch viele aktuelle Pop-Themen aufgegriffen, wie z.B. James Franco, der derzeit überall mitspielt, oder Robin Thickes „Blurred Lines“ wird zum Besten gegeben. Da macht es sich natürlich bezahlt, dass ProSieben die neuen Folgen auch zeitnah in Deutschland ausstrahlt.