Wie in jedem Jahr gab es auch 2012 wieder einige interessante Serien-Neustarts in den USA – und sogar ein paar Überbleibsel aus dem Jahr 2011 warten noch darauf, im deutschen Fernsehen endlich Fuß fassen zu können. Zum Jahresende kann man dabei schon die Spreu vom Weizen trennen. Manche Serien waren gut, scheiterten aber an den Quoten, andere sind schlecht, haben aber traumhafte oder zumindest gute Quoten.

Die Mischung ist dabei bunt: Von Horror über Action bis zu Science-Fiction und Fantasy und sogar dem Musical reicht die Bandbreite. Manche Serien haben schon einen deutschen Starttermin wie die moderne Sherlock-Holmes-Version „Elementary“, bei anderen muss sich erst noch zeigen, wo sie ihr Heim finden. Ein paar der gescheiterten werden wohl ausschließlich auf den Nischensendern laufen – wenn überhaupt.

Revenge

Worum geht’s? Emily Thornes Vater starb im Gefängnis, nachdem man ihn als Terrorist verurteilt hatte – obwohl er unschuldig war. Nun kehrt Emily inkognito in die Hamptons zurück, da sie sich an den Graysons rächen will, die ihren Vater einst hereinlegten. Doch wie sagte schon Sun Tsu: „Wer auf Rache aus ist, der grabe zwei Gräber.“

Wer steckt dahinter? Die Serie wurde von Mike Kelley entwickelt. Als Produzent war er an Formaten wie „O.C., California“ und „Jericho – Der Anschlag“ beteiligt. Mit „Revenge“ hat er nun erstmals richtig großen, eigenen Erfolg. Die Idee für die Serie hatte er übrigens nach Lesen eines klassischen Romans: Alexandre Dumas‘ „Der Graf von Monte Cristo“.

TV-Serien 2013 - Die große Serien-Vorschau 2013: Was lohnt und was lohnt nicht?

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Nach diversen TV-Auftritten kann Emily VanCamp ihr Braves-Mädchen-Image mit „Revenge" endlich ablegen.
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Wer spielt mit? Die Serie ist sehr gut besetzt. Die Hauptrolle der Rächerin spielt Emily VanCamp, die seit zehn Jahren regelmäßig im Fernsehen zu sehen ist, zuerst in „CSL – Crime Scene Lake Glory“ (2002), dann in „Everwood“ (2002-2006) und schließlich in „Brothers & Sisters“ (2007-2010). In „Revenge“ kann sie ihr „unschuldiges Mädchen“-Image abstreifen. Der zweite Star ist Madeleine Stowe, die schon einmal neben Kevin Costner in einem Film namens „Revenge“ mitwirkte. Sie ist aus Filmen wie „12 Monkeys“ und „Der letzte Mohikaner“ bekannt. Weiterhin sind Nick Wechsler („Roswell“) und Connor Paolo („Gossip Girl“) dabei.

Wie ist’s? Die erste Staffel lief in den USA in der Saison 2011/2012. RTL hat bislang noch keinen Sendeplatz für die Show gefunden. In der ersten Staffel ist Revenge richtig gut. Die Show erinnert mit ihren Intrigen und Ränkeschmieden an die Prime-Time-Soaps der 80er Jahre, wobei Bündnisse geschmiedet und auch schnell wieder gebrochen werden. Das Ganze ist spannend gemacht und lebt auch davon, dass Emily Thorne im Grunde eine Soziopathin ist. In den USA läuft bereits die zweite Staffel, die deutlich schwächer ist. „Revenge“ ist im Grunde ein Konzept, das sich in Form einer Miniserie besser erzählt hätte.

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Homeland

Worum geht’s? Der US-Marine Nicholas Brody wird nach acht Jahren Gefangenschaft im Irak von Soldaten befreit. Die CIA-Analystin Carrie Mathison ist sich sicher, dass Brody umgedreht wurde. Sie hörte von einem Informanten Monate zuvor, dass ein amerikanischer Soldat einer Gehirnwäsche unterzogen wurde und einen Anschlag auf die USA verüben wird. Da ihr niemand glauben will, nimmt sie die Sache selbst in die Hand und lässt Brody observieren.

Wer steckt dahinter? Die Serie basiert auf der israelischen Show „Prisoners of War“ und wurde von Alex Gansa und Howard Gordon adaptiert (unter Mitwirkung von Gideon Raff, dem Schöpfer der Originalserie). Gansa und Howard sind alte Fernsehhasen. Beide arbeiteten an „Akte X“ und „24“. Letztere ist eine gute Blaupause für Homeland. Nur dass „Homeland“ weniger auf Action setzt und authentischer erscheint.

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Freund oder Feind? Als Zuschauer ist man genauso ahnungslos wie Carrie. Gerade das macht aber einen großen Reiz der intelligenten Serie aus.
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Wer spielt mit? Die Serie ist edel besetzt. In die Rolle von Carrie schlüpft Claire Danes („Terminator 3“), die für ihre Leistung einen Golden Globe bekam. Damian Lewis spielt Nicholas Brody. Der Brite war im Kino in „Dreamcatcher“ zu sehen und spielte die Hauptrolle in der Vox-Serie „Life“. Mandy Patinkin verlässt Serien gerne vorzeitig, wenn er sich zu langweilen beginnt. Das tat er auch bei „Chicago Hope“ und „Criminal Minds“. Mal sehen, wie lange er „Homeland“ treu bleibt. Weiterhin sind Morena Baccarin („V“, „Firefly“) und Jamey Sheridan („Criminal Intent“) dabei.

Wie ist’s? Phantastisch! Die erste aus zwölf Folgen bestehende Staffel erzählt eine durchgehende Geschichte, die sich immer weiter aufschaukelt. Bis zum Schluss fragt man sich, ob Carrie nun Recht hat. Und wenn ja, was das bedeuten könnte. „Homeland“ wirkt weniger wie eine Fernsehserie als vielmehr wie ein langer, fast zwölfstündiger Film. Die zweite Staffel, die gerade in den USA läuft, hat das seltene Kunststück fertiggebracht, der ersten qualitativ in nichts nachzustehen. ProSiebenSat.1 hat die deutschen Ausstrahlungsrechte. Bleibt zu hoffen, dass man auch bald mal mit der Ausstrahlung beginnt!

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American Horror Story

Worum geht’s? Die Familie Harmon zieht in Los Angeles in ein neues Haus. Ben und Vivien haben Eheprobleme, ihre Tochter Violet ist ein Außenseiter – und in dem Haus spukt es! Schon bald weiß man nicht mehr, wer noch zu den Lebenden gehört und wer schon unter den Toten weilt. Denn in diesem Haus starben im Lauf der Jahrzehnte Dutzende, die nun an dieses Anwesen gebunden sind. Können die Harmons diesen Spuk überleben?

Wer steckt dahinter? Die Serie wurde von Ryan Murphy und Brad Falchuk entwickelt. Eine derart intensive und gruselige Serie hätte man den beiden nicht unbedingt zugetraut, denn bekannt sind sie vor allem für die Musical-Serie „Glee“. Sie haben aber auch „Nip/Tuck – Schönheit hat ihren Preis“ verantwortet. In der Serie taten sich auch Abgründe auf.

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Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht: „American Horror Story" jagt euch garantiert einen Schauer über den Rücken.
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Wer spielt mit? Dylan McDermott spielt den Familienvater Ben. Bekannt wurde er als Bobby Donnell in „The Practice – Die Anwälte“. Seine Tochter wird von Taissa Farmiga dargestellt. Die kennt man zwar nicht, aber die kleinere Schwester von Vera Farmiga sieht dieser zum Verwechseln ähnlich. Die zweifache Oscar-Preisträgerin Jessica Lange („Wenn der Postmann zweimal klingelt“) ist in einer Hauptrolle zu sehen. Weiterhin mit dabei sind Denis O’Hare (Russell Edgington in „True Blood“), Morris Chestnut („V“), Zachary Quinto („Heroes“, „Star Trek“) und Kate Mara („127 Hours“).

Wie ist’s? Fernsehen war noch nie so angsteinflößend! Selbst viele Horrorfilme erreichen nicht die Intensität von American Horror Story. Seht euch die Show alleine und nachts an. Nervenaufreibender geht es kaum. Das Tolle daran ist, dass die Geschichte nicht überstrapaziert wird, denn Murphy und Falchuk haben sie als Anthologie entwickelt. Das heißt, die Geschichte der Familie Harmon wird in der ersten Staffel abgeschlossen, die gerade in den USA laufende zweite Staffel spielt dann an einem gänzlich anderen Ort, aber mit z.T. gleichen Schauspielern in anderen Rollen. „American Horror Story“ besitzt eine verstörende sexuelle Komponente, die man von einer US-Fernseh-Produktion nicht erwartet hätte. In Deutschland ist die Serie bislang nur im Pay-TV zu sehen.

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Revolution

Worum geht’s? Vor 15 Jahren gab es einen massiven Blackout. Seitdem gibt es keinen Strom mehr. Die Menschen leben wieder wie vor 200 Jahren. Die USA sind zersplittert, verschiedene Warlords herrschen mit ihren Soldaten über Teile des Lands. Der Vater des jungen Mädchens Charlie wird ermordet. Sie sucht daraufhin nach seinem Bruder, nichtsahnend, dass das alles mit dem Blackout zu tun hat – und Strom durchaus noch vorhanden ist, wenn auch nicht für jeden.

Wer steckt dahinter? J.J. Abrams („Fringe“) und Bryan Burk („Person of Interest“) produzieren die Show, entwickelt wurde sie jedoch von Eric Kripke („Supernatural“). Sie fühlt sich mehr wie eine typische Abrams-Produktion als wie ein Kripke-Format an.

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Die schönen Bilder kann man „Revolution" nicht absprechen - sehr wohl aber frische Ideen. Hat man alles schon einmal gesehen.
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Wer spielt mit? Großteils spielen hier neue, unverbrauchte Gesichter. Ein paar bekannte gibt es aber schon. Charlies Onkel wird von Billy Burke dargestellt, der in den „Twilight“-Filmen Bellas Vater spielte. Außerdem ist Elizabeth Mitchell („Lost“, „V“) dabei, die Charlies Mutter spielt.

Wie ist’s? Die Idee ist ganz nett, die Umsetzung lässt jedoch zu wünschen übrig. Zwar ist die Serie in den USA ein immenser Erfolg, man kann sich aber nicht des Eindrucks erwehren, dass das vor allem damit zu tun hat, dass die Hauptdarstellerin Katniss aus „The Hunger Games“ ähnelt. Generell hat man häufig das Gefühl, Altbekanntes zu sehen. Die Grundsituation ist der von „Jericho – Der Anschlag“ nicht unähnlich. Möglicherweise läuft es auch auf dieselbe Pointe hinaus: ein zweiter amerikanischer Bürgerkrieg. Irritierend an der Show ist, dass die Figuren praktisch in der Steinzeit leben (okay, der vorindustriellen Zeit), aber dennoch ständig herumlaufen, als wären sie gerade im Beauty-Salon gewesen. Von den schicken Klamotten, die auch 15 Jahre nach dem Ende des Industriezeitalters noch in rauen Massen vorhanden sind, sollte man gar nicht erst zu reden anfangen. All das könnte man Revolution aber noch verzeihen. Wenn die Serie gut wäre. Oder wenigstens spannend. Sie plätschert aber ganz gewaltig.

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Arrow

Worum geht’s? Oliver Queen galt fünf Jahre als tot. In der Zeit lebte er nach Schiffbruch auf einer abgelegenen Insel. Nun ist er nach Hause zurückgekehrt, aber er ist nicht mehr derselbe. Die Insel hat ihn verändert. Er ist zu einem Kämpfer geworden, der richtigstellen will, was in seiner Stadt schiefläuft. Sein Vater war an schlimmen Dingen beteiligt, wollte sich aber läutern und bat seinen Sohn vor seinem Ableben, jene zu bestrafen, die Starling City in den Abgrund reißen. Als Arrow wird Oliver Queen ein Vigilant, der für das Gute kämpft.

Wer steckt dahinter? Die Adaption des DC-Superhelden haben die erfahrenen Autoren Greg Berlanti und Marc Guggenheim übernommen. Berlanti begann seine Karriere bei „Dawson’s Creek“ und entwickelte später „Everwood“. Mit Guggenheim arbeitete er an „Eli Stone“ und „Brothers & Sisters“.

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Auch ein Superheld fängt mal klein an.
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Wer spielt mit? Hauptdarsteller Stephen Amell ist weitestgehend unbekannt, seinen Love-Interest Katie Cassidy kennt man jedoch. Die Blondine, die in der Serie brünett agiert, spielte eine Hauptrolle in der Miniserie „Harper’s Island“ und war in den Filmen „A Nightmare on Elm Street“ und „96 Hours“ zu sehen. Olivers kleine Schwester wird von Willa Holland gespielt, die u.a in „O.C., California“ als Kaitlin Cooper dabei war. Außerdem sind Susanna Thompson (Borg-Königin in „Star Trek: Voyager“) und Colin Salmon („Resident Evil“) mit dabei.

Wie ist’s? Anfangs konnte man Zweifel haben, wurde Green Arrow in „Smallville“ doch schon ganz gut dargestellt. Aber: Arrow schlägt diesen um Längen! Diese Version von Green Arrow ist härter als alle bisherigen Inkarnationen. Er ist ein Vigilant, der auch nicht davor zurückschreckt, Verbrecher zu töten. Das macht ihn sogar noch härter, als es Batman ist. Schön an der Serie ist, dass man sich aus dem DC-Fundus reichlich bedient. So tauchen bekannte Schurken wie Deadshot oder Deathstroke auf, auch wenn sie Veränderungen unterzogen wurden.

Die Serie startete in den USA sehr erfolgreich und dürfte wohl einige Jahre laufen. Das Format orientiert sich an „Lost“ oder auch „Once Upon a Time“. Neben der gegenwärtigen Handlung gibt es immer wieder Rückblicke auf die Insel, so dass man langsam, aber sicher mehr darüber erfährt, wie Oliver Queen wurde, wer er nun ist.

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Last Resort

Worum geht’s? Captain Marcus Chaplin erhält den Befehl, von seinem U-Boot aus Pakistan mit Nuklearwaffen anzugreifen. Er weigert sich, woraufhin andere Schiffe der US-Navy das U-Boot versenken wollen. Chaplin steuert auf eine Insel zu, erklärt diese zur unabhängigen Nation und droht mit seinem aus 17 Nuklearwaffen bestehendem Arsenal, dass niemand es wagen soll, die Souveränität der Insel anzutasten. Nun versuchen er und seine Leute herauszufinden, wie es zu dem von anderen Streitkräften durchgeführten Atomschlag gegen Pakistan kommen konnte und was gerade mit der Regierung der Vereinigten Staaten geschieht.

Wer steckt dahinter? Last Resort wurde von Karl Gajdusek und Shawn Ryan entwickelt. Letzterer hatte mit „The Shield“ großen Erfolg und produzierte auch „Lie to Me“ und „The Unit“. Als nächstes arbeitet er an der Serienversion von „Beverly Hills Cop“.

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Die Befehlsverweigerung des Captains hat schwerwiegende Konsequenzen. Nicht nur für ihn selbst.
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Wer spielt mit? Der Captain wird von Andre Braugher dargestellt, den man am Ehesten aus „Der Nebel“ oder „Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer“ kennt. Scott Speedman ist sein Erster Offizier. Er hatte mit den „Underworld“-Filmen Kinoerfolge. Vor langer Zeit spielte er eine Hauptrolle in der Serie „Felicity“. Zur Schiffsbesatzung gehört auch Robert Patrick, der einstige T-1000, der in Fox Mulders Fußstapfen trat und X-Akten untersuchte. Weiterhin sind Jessy Schramm („Falling Skies“), Dichen Lachman („Being Human“) und Autumn Reeser („My Superhero Family“) mit dabei.

Wie ist’s? Leider sehr gut. Wieso leider? Weil ABC die Show eindampft. Nach der ersten Staffel ist Schluss. Angeblich wird es einen Abschluss und keinen Cliffhanger geben, aber das wollen wir erst mal sehen. Die Idee der Serie ist phantastisch, das Potenzial immens. Schon nach den ersten Folgen ist klar, dass es hier um weit mehr als nur um ein U-Boot geht, das den USA den Rücken kehrt. Hier werden geopolitische Veränderungen angedeutet. Dazu kommt eine Verschwörung in Reihen der Regierung, deren Ziel wohl nichts anderes als ein sanfter Staatsstreich ist. Hätte die Serie mehrere Jahre erlebt, wäre denkbar gewesen, dass es zu einem großen amerikanischen Bürgerkrieg kommt, wenn Captain Chaplin nach und nach Verbündete um sich geschart hätte.

Nur eine Sache nervt an der ersten Staffel. Sämtliche Handlungselemente mit dem Warlord auf der Insel sind albern. Spätestens nach dem ersten Toten der Crew der U.S.S. Colorado hätte Chaplin ihn wohl ausgeschaltet. Hier lässt er sich aber auf der Nase herumtanzen.
Sei’s drum, eine Serie, die viel Potenzial hat, das aber dank mauer Einschaltquoten nie ausgespielt werden wird. Vielleicht funktioniert sie ja wenigstens als Miniserie.

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666 Park Avenue, Nashville

Worum geht’s? Jane und ihr Freund Henry ziehen in das Drake Building ein. Der Eigentümer Gavin ist sehr freundlich zu ihnen. Aber Gavin ist gefährlich. Er gibt Menschen, was sie wollen, fordert dafür aber einen hohen Preis ein – das Leben, wenn nicht gar die Seele.

Wer steckt dahinter? Entwickelt wurde die Serie von David Wilcox auf Basis des Romans von Gabriella Pierce. Wilcox schrieb u.a. für „Fringe“ und „Law and Order“. 666 Park Avenue ist seine erste Serie als Showrunner.

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Nach der Neuauflage von „Charlie's Angels" erlebt Rachael Taylor mit „666 Park Avenue" den zweiten Flop in kurzer Zeit.
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Wer spielt mit? Die Hauptrolle des mysteriösen Gavin wird von Terry O’Quinn gespielt. Eine perfekte Besetzung, war er doch auch schon als John Locke in „Lost“ höchst geheimnisvoll. Die weibliche Hauptrolle übernahm Rachael Taylor, die zuletzt mit „Charlie’s Angels“ einen Flop erlebt hat. Auch diesmal war ihr das Glück nicht hold.

Wie ist’s? Man könnte die Serie als Version von Stephen Kings „Needful Things“ beschreiben, nur dass es nicht nur um das geht, was Gavin den Menschen anbietet. Auch das Drake selbst hat eine Persönlichkeit – eine sehr gefährliche. Die Pilotfolge war noch nicht überragend, aber die Serie hat sich im Verlauf der Wochen ganz gut gemausert. Sie ist in keinster Weise mit „American Horror Story“ vergleichbar. Hier wird sanfter, angenehmer Grusel geboten – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das ist unterhaltsam und leicht konsumierbar. Leider ist die Serie an den Einschaltquoten gescheitert. Nach nur einer Staffel ist Schluss, aber der Sender versprach, dass die Serie nicht mit einem Cliffhanger enden wird.

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Nashville

Worum geht’s? Rayna James ist ein Country-Star, braucht aber einen Hit. Sie soll zusammen mit dem Country-Starlet Juliet Barnes eine Tour machen, will aber nicht. Ihr Mann kandidiert derweil in Nashville als Bürgermeister, hat aber Dreck am Stecken.

Wer steckt dahinter? Die Texanerin Callie Khouri ist am Ehesten für „Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya Schwestern“ bekannt, den sie geschrieben und inszeniert hat.

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Musik gibt's in „Nashville" reichlich.
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Wer spielt mit? Connie Britton („American Horror Story“) ist der alternde Country-Star, während Hayden Panettiere („Heroes“) das junge Starlet ist. Außerdem sind Powers Boothe („Deadwood“), Eric Close („Without a Trace“) und Robert Wisdom („Prison Break“) mit dabei.

Wie ist’s? Eine unterhaltsame Serie, die auch gefällt, wenn man mit Country-Musik nicht so viel anfangen kann. Zudem werden hier viele Original-Songs geboten, die nicht beinharter Country sind, sondern eher in Richtung der Arbeiten der Dixie Chicks oder Taylor Swift gehen, die deutliche Popeinflüsse haben. Von der Musik abgesehen ist Nashville ein ansprechendes Drama, das mit angenehm vielen Figuren jongliert und praktisch alle Bereiche des (dreckigen) Show-Business abdeckt. Einige Story-Ideen sind schon fast ein Klischee (Juliet Barnes stiehlt Nagellack), aber nicht wirklich unrealistisch.

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Hunted, Beauty and the Beast

Worum geht’s? Sam ist eine Spionin, eine Jägerin und nun selbst die Gejagte. Ein Leben lang lief sie vor ihrer Vergangenheit davon, aber als sie zu der Geheimorganisation Byzantium zurückkehrt, wird ihr klar, dass sie sich ihren Verfolgern stellen muss.

Wer steckt dahinter? Die Serie wurde von Frank Spotnitz als amerikanisch-britische Ko-Produktion entwickelt. Spotnitz war einer der Produzenten von „Akte X“, hatte danach aber keinen Erfolg mehr. Seine Show „Night Stalker“ war extrem kurzlebig. Hunted ging es nicht besser. Nach acht Folgen wurde der Stecker gezogen.

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Der Einsatz wurde vorzeitig abgebrochen: Mehr als eine Staffel wird es von „Hunted" nicht geben.
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Wer spielt mit? Die Hauptrolle spielt Melissa George, die hauptsächlich in Filmen mitwirkt („30 Days of Night“), aber auch vor Serienfernsehen nicht zurückschreckt („Grey’s Anatomy“). Mit dabei ist außerdem Adewale Akinnuoye-Agbaje, der in „Lost“ Mr. Eko spielte.

Wie ist’s? Naja, geht so. Als Spion-Geschichte etwas wirr und nicht immer überzeugend, funktioniert „Hunted“ als Action-Thriller deutlich besser. Hauptsächlich lebt die Show von Melissa George, die sie aber auch nicht gänzlich retten kann. Die übergreifende Geschichte hätte von Anfang an etwas klarer sein müssen. Nach acht Folgen war Schluss, allerdings hofft man noch, dass Georges Figur Sam Hunter in anderer Form zurückkehren könnte. In der jetzigen Form kann Cinemax sich die Finanzierung nicht leisten, da der Mitproduzent BBC abgesprungen ist.

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Beauty and the Beast

Worum geht’s? Polizistin Catherine wurde einst von einem Tiermenschen gerettet, als jemand sie töten wollte. Jahre später trifft sie den Mann – Vincent – wieder und erkennt, dass er sich für das Gute einsetzt. Beide arbeiten zusammen und kommen sich näher.

Wer steckt dahinter? Ron Koslow hat in den 80er Jahren die Serie „Die Schöne und das Biest“ mit Ron Perlman und Linda Hamilton produziert. Er zeichnet auch für die Neuversion verantwortlich, die die Geschichte von damals variiert.

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"Soll ich dir mal meine Narbe zeigen?
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Wer spielt mit? „Smallville“-Schönheit Kristen Kreuk spielt die taffe Catherine, während der wenig biesthafte Jay Ryan hauptsächlich in Neuseeland und Australien bekannt ist. Er spielte u.a. in der Serie „Sea Patrol“ mit.

Wie ist’s? Man hat Schwierigkeiten, Kreuk die harte Polizistin abzunehmen. Aber das ist fast noch eines der kleinsten Probleme dieser Serie. Schon die Pilotfolge durchzustehen, fordert eine starke Schmerztoleranz. An dieser Serie stimmt kaum etwas. Das fängt schon mit Vincent selbst an, der kaum wie ein Biest aussieht. Eine kleine Narbe und wenn er loslegt, verwandelt er sich ein bisschen, was mit Prosthetics umgesetzt wird. Das ist jedoch meilenweit vom Löwenmenschen der Vorlage entfernt. Gut an der alten Serie war auch das Mysterium, wie Vincent wurde, was er ist. In der neuen Serie interessiert das nicht, da wird gleich in der ersten Folge brühwarm erzählt, wie aus dem Mann ein Biest wurde. Kitschig und langweilig, aber quotentechnisch gut genug, dass Beauty and the Beast wohl die erste Staffel überleben wird.

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