Nach drei Filmen zieht es Transporter Frank Martin nun ins Fernsehen – mit neuem Gesicht. Denn in „Transporter – Die Serie“ spielt natürlich nicht mehr Jason Statham die Hauptrolle. Stattdessen hat man den Briten Chris Vance angeheuert, der über einige Serienerfahrung verfügt.

Die von RTL mitproduzierte Serie startet am 11. Oktober und wird jeden Donnerstag um 20.15 zu sehen sein. Ursprünglich sollten es zwölf Folgen sein, nun sind es aber nur zehn geworden. Für die stand immerhin ein Budget von insgesamt 30 Millionen Dollar zur Verfügung.

Der Transporter ist Frank Martin, ein Ex-Elitesoldat, der nach klaren Prinzipien und Regeln lebt und arbeitet. Er transportiert alles Mögliche, aber drei Dinge müssen beachtet werden. 1. Ändere nie den Deal. 2. Nenne keine Namen. 3. Öffne nie das Paket.

Natürlich ist es leichter, solche Regeln aufzustellen, als sie zu befolgen. Da Frank aber mit allerhand Kriminellen zu tun hat, ist es gut, dass es sie gibt. Ebenso gut ist, dass er nur wenig Kontakt zu seinen Auftraggebern hat. Die buchen seine Dienste nämlich über seine Partnerin Carla, eine ehemalige CIA-Agentin, die für Frank nicht nur alles arrangiert, sondern für ihn auch Augen und Ohren ist. Zudem ist er mit Inspektor Tarconi befreundet, der ihn einst überführen sollte, aber keine Ahnung hat, was Frank bei seinen Aufträgen so erlebt.

Transporter: Die Serie

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Chris Vance ist zwar nicht Jason Statham, aber ähnlich cool.
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Der neue Transporter

Chris Vance, Jahrgang 1971, hat bisher noch keine Fernsehserie auf seinen Schultern getragen, aber doch schon einige wiederkehrende Rollen absolviert. So war er Whistler in „Prison Break“, Mason Gilroy in „Burn Notice“, Cole Harmon in “Dexter” und Sgt. Major Jones in “Rizzoli & Isles”. Als Transporter Frank Martin ist er nun der Star und verfügt über genug Coolness, um in Stathams Fußstapfen zu treten.

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Nur dessen Kampffertigkeiten hat Vance wohl nicht. Das zeigt sich schon in einer Mann-gegen-Mann-Sequenz in der Pilotfolge, in der sehr schnell und viel geschnitten wird, um zu kaschieren, dass der Hauptdarsteller nun mal kein Martial Artist ist.

Jason Statham ist nicht dabei, aber Chris Vance ist ein würdiger Ersatz. Keine Serie, die intellektuell Bäume ausreißt, aber dafür viel Action zu bieten hat.Fazit lesen

Unterstützt wird er von der Ungarin Andrea Osvart („Pompeji – Der Untergang“) und Francois Berleand („Deep in the Woods“).

Deutsche Gesichter

Mit RTL als Ko-Produzent wollte man natürlich auch ein paar deutsche Schauspieler, um die Show dem heimischen Publikum schmackhafter machen zu können. Schon in der Pilotfolge agiert Uwe Ochsenknecht als Schurke, später sind dann auch noch der aus „Polizeiruf 110“ bekannte Charly Hübner und Hannes Jaennicke („Hindenburg“) zu sehen. Hübner ist als Mechaniker des Transporters in mehreren Folgen dabei, Jaennicke spielt in der dritten Episode den manischen Kunstsammler Kyber.

Das funktioniert mal mehr, mal weniger gut. Ochsenknecht ist in der Pilotfolge nicht besonders überzeugend. Es ist nun mal eine besondere Herausforderung, in einer Sprache, die nicht die eigene ist, zu schauspielern. Nicht jeder Mime ist dieser Herausforderung gewachsen.

Mit dem Töff-töff unterwegs

Essenziell für „Transporter – Die Serie“ ist kein elaborierter roter Faden in der Erzählebene. Was das Publikum sehen will, ist Bleifuß-Action. Davon gibt es hier mehr als genug. Schon in der Eingangssequenz der ersten Folge wird kräftig aufs Gas gedrückt, während man durch eine idyllische französische Stadt rast.

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Nicht nur in den Actionszenen geht es zur Sache.
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Das ist flott inszeniert, knackig geschnitten und schick gefilmt. Wer auf Auto-Action à la „Alarm für Cobra 11“ steht, aber dort internationales Flair vermisst, der ist bei „Transporter – Die Serie“ genau richtig.

Da die Serie nicht für ein amerikanisches Network mit rigider Prüderie, sondern für HBO, HBO Kanada, den französischen Sender M6 und natürlich RTL produziert wird, darf es auch etwas freizügiger sein. Das stellt Rachel Skarsten („Birds of Prey“) in der Pilotfolge gleich unter Beweis – als Delia ist sie kein Kind von Traurigkeit und alles andere als verschämt.