Bei RTL 2 hat man mittlerweile Gefallen daran gefunden, ganze Serienstaffeln als Event ins Programm zu nehmen. Mit der ersten Staffel von „The Walking Dead“ hat man trotz später Sendezeit einen sehr erfreulichen Marktanteil erreicht. Da überrascht es nicht, dass man nun auch mit der zweiten, deutlich längeren Staffel so verfährt.

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Die 13 neuen Folgen werden vom 1. bis zum 4. November jeweils kurz nach 22 Uhr ausgestrahlt. Dabei gibt es pro Abend drei bzw. vier Episoden. Man setzt bei RTL 2 wohl auch darauf, dass aufgrund des Feiertags genügend Zuschauer zu späterer Stunde noch miterleben wollen, wie Rick Grimes und die anderen im Zombieland überleben.

Als Einstimmung auf die neue Staffel strahlt der Sender am 31. Oktober auch noch mal alle sechs Folgen der ersten Season aus. Beginn ist nach 23 Uhr, sodass hier vor allem Nachteulen gefragt sind, und Ende des kleinen Marathons erst nach 4 Uhr morgens.

In der zweiten Staffel wird die Gruppe um Rick auf einem Highway von Zombies angegriffen. Die kleine Sophia flieht in den Wald, Rick folgt ihr, aber er kann sie nicht finden. So versucht man über Tage hinweg, das Mädchen zu finden, während die Gruppe eine Farm findet, die von dem alten Herschel und seiner Familie betrieben wird. Er erlaubt der Gruppe, dort zu bleiben – zumindest so lange, wie der schwer verletzte Carl benötigt, um wieder zu gesunden.

The Walking Dead: Season 2 - Das große Sterben beginnt

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In der zweiten Staffel müssen die Überlebenden eine Bleibe finden - und nisten sich kurz darauf in einer Farm ein.
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Die Suche nach Sophia wird nicht abgebrochen, aber schon bald hat man ganz andere Probleme. Denn Shane wird immer unberechenbarer, eine Zombie-Bedrohung ist quasi direkt ums Eck und von herumvagabundierenden Menschen geht auch allerhand Gefahr aus.

Bye, bye, Frank

Showrunner Frank Darabont wurde vom US-Sender AMC entlassen. Es waren die berühmten kreativen Differenzen, derentwegen die zweite Staffel dann wohl auch deutlich schwächer als die erste ist.

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Zwar hat man mehr als doppelt so viele Folgen wie in der ersten Season, aber statt dies zu nutzen, um die Handlung voranzutreiben, wird in der ersten Hälfte fast nur auf der Stelle getreten. Die ewige Suche nach Sophia beginnt sogar zu nerven, da im Grunde Wochen, wenn nicht gar Monate vergehen müssten. Da legt sich die Show nicht fest, bedenkt man aber, dass Carl von einem Bauchschuss genest und wieder in der Gegend herumläuft, kann man wohl nicht von nur ein paar Tagen ausgehen.

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Zombies wie hier gibt es in der zweiten Staffel nicht allzu oft zu sehen, dafür stehen die Gruppenzankereien im Vordergrund.
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Das Farm-Setting ist per se nicht uninteressant und folgt auch der Comic-Vorlage, aber letzten Endes hält man sich hier viel zu lange auf. Es ist verständlich, dass es pro Staffel nur eine neue Location gibt, der Aspekt der fortlaufenden Bewegung der Gruppe aus der ersten Season fehlt hier aber schon ganz gewaltig.

Ein guter Mann?

Vor allem wegen einer Figur ist die erste Hälfte der Staffel dann doch noch interessant: Shane. Er ist deutlich härter und kompromissloser geworden. Von ihm geht eine konstante Gefahr aus. Etwas, das hier dringend benötigt wird, denn die Zombie-Attacken halten sich in der ersten Staffelhälfte stark in Grenzen.

Als Gegenpol zu Rick ist Shane jedoch elektrisierend. Denn im Grunde hat man als Zuschauer oft das Gefühl, dass er mit seiner Einschätzung der Lage oftmals eher den Nagel auf den Kopf trifft, auch wenn unschön ist, was notwendig ist.

Das große Sterben

In „The Walking Dead“ ist so gut wie niemand sicher. Figuren sterben, auch solche, die von der ersten Folge an mit dabei waren. In der zweiten Staffel sind es vor allem zwei Tode, die richtig reinhauen. Wir spoilern sie hier natürlich nicht. Nur so viel: Diese Figuren sterben auch in den Comics, aber anders und zu einem anderen Zeitpunkt.

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Nur nicht anhalten...
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Der Plot um Sophia findet in der siebten Folge ein explosives Ende, weit beeindruckender ist aber das Staffelfinale selbst, denn analog zum Comic erlebt man mit, was passiert, wenn eine Zombie-Herde sich fortbewegt. Darüber hinaus erklärt Rick seinen Freunden auch endlich, was es ist, das Jenner ihm im Finale der ersten Staffel ins Ohr geflüstert hat.

Das Finale bereitet dann auch die nächste Location vor – Stichwort: gesiebte Luft – und führt noch ganz kurz eine schwertschwingende Figur ein, die von den Comic-Fans besonders geliebt wird.