Die Event-Programmierung von „Game of Thrones“ mit allen Folgen einer Staffel an einem Wochenende hat sich für RTL 2 gelohnt. Darum hat man Ähnliches nun auch mit der Zombie-Serie „The Walking Dead“ vor. Vom 11. bis zum 13. Mai läuft die erste Staffel in Doppelfolgen jeweils um 23 Uhr. Ungeschnitten und auch mit der Langfassung der Pilotfolge – so vermeldete es zumindest die Presse-Abteilung des Senders.

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Die späte Sendezeit ergibt sich dadurch, dass die Serie eine FSK-18-Freigabe hat. So wird man wohl auch intern mit weniger Zuschauern rechnen, als das noch bei „Game of Thrones“ der Fall war, wo man immerhin schon um 20.15 Uhr loslegen konnte.

Die Geschichte beginnt so, wie auch „28 Days Later“ begann: Mit einem Mann, der aus dem Koma aufwacht. Es ist der Polizist Rick Grimes, der kurz zuvor bei einem Einsatz angeschossen wurde und darum ins Koma fiel. Als er erwacht, ist das Krankenhaus leer. Es liegt in Trümmern, das Umland ist verwüstet, Leichenberge finden sich überall. Schlimmer noch als die Leichen sind jedoch die Toten, die sich wieder erhoben haben. Zombies, die nach menschlichem Fleisch gieren.

Rick geht zuerst nach Hause, findet seine Familie aber nicht. Er beschließt, nach Atlanta zu gehen und dort nach seiner Frau Lori und seinem Sohn Carl zu suchen. Doch Atlanta ist eine Todesfalle, der er nur durch die beherzte Hilfe von Glenn entkommt. Glenn nimmt ihn mit in das Lager einer Gruppe von Überlebenden, zu der neben Lori und Carl auch sein Freund Shane gehört.

The Walking Dead - Wenn es in der Hölle keinen Platz mehr gibt, kommen die Toten ins Fernsehen

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Keiner ist sicher in der Überlebenden-Gruppe um Held Rick Grimes.
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Was nun beginnt, ist der Kampf ums Überleben, die Suche nach einem vermeintlich sicheren Ort, an dem das Leben weitergehen kann. Doch schon bald zeigt sich, dass die größte Gefahr nicht die Zombies sind, sondern die noch Lebenden. Der Mensch ist des Menschen größter Feind – selbst im Angesicht der Apokalypse.

Comic-Wurzeln

“The Walking Dead” basiert auf der gleichnamigen Comic-Serie (deutsch bei Cross Cult) von Robert Kirkman, der sich schon immer für Zombie-Filme interessierte, sich aber stets fragte, wie es am Ende weitergehen würde. Darum wollte er eine Serie entwickeln, die eben kein vorprogrammiertes Finale hat, sondern vom endlosen Kampf ums Überleben berichtet.

Der in Schwarzweiß gehaltene Comic erwies sich als Überraschungserfolg, auf den bald auch Frank Darabont aufmerksam wurde. Der Erfolgsregisseur („Green Mile“, „Der Nebel“) erkannte das Potenzial des Stoffes und war erpicht darauf, zusammen mit Gale Anne Hurd („Aliens“) „The Walking Dead“ als Fernsehserie zu stemmen.

Interessiert zeigte sich der vergleichsweise kleine amerikanische Sender AMC, der zögerlich eine aus nur sechs Episoden bestehende erste Staffel orderte und wie alle Beteiligten vom Erfolg schlichtweg überrascht wurde. „The Walking Dead“ entwickelte sich zur erfolgreichsten Serie des Senders, weswegen eine zweite Staffel schnell in Auftrag gegeben wurde.

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Gleich und doch anders

Die Herausforderung, “The Walking Dead” in ein anderes Medium zu transportieren, ist, der Vorlage treu zu bleiben, aber die Kenner des Comics auch nicht zu langweilen. So ist die Pilotfolge extrem nahe an der Comic-Vorlage dran, aber ansonsten nimmt man sich schon Freiheiten.

Eine fantastische Serie, die das Zombie-Thema aufgreift, in epischer Form erzählt und dabei weit tiefer in die Materie vordringt, als dies ein Film jemals könnte.Fazit lesen

Einerseits gibt es nicht alle Figuren des Comics auch in der Fernsehserie (und umgekehrt), andererseits stirbt oder überlebt nicht jeder, wie es im Comic vorgegeben war. Zudem gibt es auch Stationen auf der Reise, die in der Vorlage gar nicht vorkamen.

Im Finale der ersten Staffel schaffen es Rick und seine Leute in das CDC, das Center for Disease Control, in dem der letzte noch überlebende Wissenschaftler nach einem Weg sucht, die Zombie-Infektion ungeschehen zu machen. Ganz zum Schluss flüstert der Wissenschaftler Rick etwas ins Ohr. Lange Zeit wurde spekuliert, was das gewesen sein könnte, auf die Auflösung muss man jedoch recht lange warten, denn Rick spricht darüber mit seinen Freunden erst im Finale der zweiten Staffel.

The Walking Dead - Wenn es in der Hölle keinen Platz mehr gibt, kommen die Toten ins Fernsehen

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Krasse Szenen: Laut RTL 2 läuft Walking Dead im TV ungeschnitten.
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Unter Zombies

Die Hauptrolle des Rick Grimes spielt der Brite Andrew Lincoln („Tatsächlich… Liebe“). Ein paar weitere bekannte Gesichter sind auch dabei: Lori wird von Sarah Wayne Callies („Prison Break“), Shane von Jon Bernthal („Nachts im Museum 2“), Dale von Jeffrey DeMunn („The Green Mile“), Andrea von Laurie Holden („Silent Hill“) und der extra für die Fernsehserie erschaffene Daryl von Norman Reedus („Der blutige Pfad Gottes“) dargestellt.

Weiterführende Links

Ein paar Gaststars kennt man auch: Morgan, der Rick in der Pilotfolge hilft, ist Lennie James („Jericho“), Daryls gefährlicher Bruder Merle ist Michael Rooker („Henry: Portrait of a Serial Killer“) und CDC-Wissenschaftler Jenner wird von Noah Emmerich („Super 8“) gespielt.