Frank Darabont, der ehemalige Showrunner der Serie The Walking Dead, reichte Klage gegen den US-Sender AMC wegen ausstehender Zahlungen in Millionenhöhe ein.

The Walking Dead - Ehemaliger Showrunner verklagt AMC

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AMC und Darabont legten ein Jahr vor der Ausstrahlung der ersten Episode von The Walking Dead vertraglich fest, dass der Sender die Serie bloß ausstrahlen darf. Die Produktion sollte hingegen ein unabhängiges Studio wie Lionsgate oder Warner Bros. übernehmen.

Darabont sollte an den Einnahmen beteiligt werden - insgesamt 12,5 Prozent - und verzichtete damit auf ein festes Gehalt. Doch statt die Produktion an eines der Studios heranzutragen, produzierte AMC das Projekt selbst und hielt sich damit nicht an den Vertrag. Dadurch konnte AMC selbst berechnen, wer wie viel Geld erhält.

Letztendlich soll AMC alles so eingefädelt haben, dass die Serie offiziell nie Profit generiert und man für jede Folge ein Defizit verzeichnet, was angesichts des enormen Erfolges sowie den relativ niedrigen Produktionkosten sicherlich fraglich erscheint. Jedenfalls habe der Sender die Kosten und Einnahmen absichtlich falsch berechnet (etwa über Lizenzkosten), wodurch Darabont noch keinen Cent gesehen hat. AMC begründet dies mit einem Defizit von 49 Millionen Dollar.

Er fordert nun eine Beteiligung an den richtigen Einnahmen durch The Walking Dead sowie den Einnahmen, die durch die geplante Spin-Off-Serie sowie der Talkshow The Talking Dead gewonnen werden bzw. wurden.

AMC feuerte Darabont nach der ersten Staffel und ersetzte ihn durch Glen Mazzara, der inzwischen aber auch schon ausgewechselt wurde: von Scott M. Gimple.