Der Kreis hat sich geschlossen. Guillermo del Toro hatte „The Strain“ ursprünglich als Fernsehserie ersonnen, aber er konnte kein Studio finden, das die Show produzieren wollte. Sein Agent schlug darum vor, aus der Idee einen Roman zu machen.

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Del Toro dachte darüber nach und befand die Idee für gut. Man fand in Chuck Hogan einen erfahrenen Schriftsteller, der schon verschiedene Thriller verfasst hatte. Er arbeitete mit del Toro an „Die Saat“, wie der erste Roman heißen sollte. Schnell wurde klar, dass der Geschichte mit einem Roman nicht gedient war, eine ganze Trilogie folgte, so dass nach „Die Saat“ im Jahr 2009 in den folgenden zwei Jahren noch „Das Blut“ und „Die Nacht“ nachgeschoben wurden.

Mysteriöser Anfang

Am New Yorker JFK-Flughafen landet eine Passagiermaschine aus Deutschland. Statt ans Gate zu rollen, bleibt sie abrupt stehen, der Funkkontakt bricht ab. Als die von der Flugsicherung alarmiere Feuerwehr anrückt, steht sie vor einem Rätsel: Sämtliche Fenster des Flugzeugs sind verdunkelt, kein Lebenszeichen dringt aus der Maschine. Eine Geiselnahme? Ein terroristischer Anschlag?

The Strain - Guillermo del Toro lässt die Vampire tanzen

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Da kann der Seuchenschutz auch nicht helfen: in New York sind die Vampire los.
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Die New Yorker Seuchenschutzbehörde wird hinzugerufen, und als deren Chef, Ephraim Goodweather, und seine Assistentin, die Epidemiologin Nora, schließlich das Flugzeug betreten, können sie nicht glauben, was sie sehen: Alle Insassen, von den Passagieren bis zum Piloten, sind tot. Das Merkwürdige daran: Sie sitzen alle friedlich auf ihren Plätzen; es sind weder Anzeichen eines Kampfes noch einer Panik zu erkennen.

Auch die folgenden Untersuchungen ergeben nicht den geringsten Hinweis auf Gas, Viren oder eine sonstige bioterroristische Todesursache. Goodweather ist ratlos, und seine tiefe Irritation steigert sich noch, als einige der mittlerweile in Leichenschauhäuser abtransportierten Toten spurlos verschwinden. Doch dann wendet sich ein alter rumänischer Einwanderer, Professor Setrakian, an ihn und erzählt ihm eine Geschichte, die er kaum glauben kann…

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Andere Vampire

Dass es um Vampire geht, ist im Roman zwar nach etwas 200 Seiten überraschend, mittlerweile aber weitestgehend bekannt. Del Toro, der schon bei „Blade 2“ Vampire kühn und anders dargestellt hat, geht hier noch einen Schritt weiter. Er präsentiert die Vampire als Lebensformen, die durch einen Parasiten, einen Wurm, zu dem gemacht werden, was sie sind. Einiges ist an ihnen anders, aber eines ist klassisch: Sie sind unsterblich.

The Strain - Guillermo del Toro lässt die Vampire tanzen

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Das Geheimnis rund um die Vampire wird erst nach und nach aufgedeckt.
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Der Reiz der Fernsehserie ist darum auch, mitzuerleben, wie die Vampire sich in Hinblick auf die klassische Präsentation dieser Schauergestalt unterscheiden.

Die Serie

Nach den Romanen folgte eine Comic-Adaption, die noch nicht abgeschlossen ist und in Deutschland von Panini veröffentlicht wird.

2012 fand „The Strain“ dann den Weg dorthin, wo es immer schon sein sollte: ins Fernsehen. Der Sender FX verkündete damals, dass man eine Pilotfolge produzieren würde. Die kam intern so gut an, dass grünes Licht für eine Serie gegeben wurde, bei der del Toro und Hogan als Produzenten fungieren. Angedacht ist eine Laufzeit von drei bis fünf Staffeln, die damit die Entwicklung der drei Romane abdecken würde. Showrunner der Serie ist Carlton Cuse, der zuvor für „Lost“ tätig gewesen ist.

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In den Hauptrollen der in Kanada gedrehten Serie agieren Corey Stoll („Midnight in Paris“), David Bradley („The World’s End“), Kevin Durand („Legion“), Mia Maestro („Breaking Dawn“), Sean Astin („Der Herr der Ringe“) und Jonathan Hyde („Titanic“).

Holpriger Anfang mit Potenzial, aber auch mit Fallstricken.Fazit lesen

Hogan und del Toro haben auch das Pilotskript geschrieben. Del Toro will darüber hinaus so viele Folgen wie möglich inszenieren. Ihm schwebt wie schon beim Roman ein sehr realistischer Stil vor, der der phantastischen Geschichte Authentizität verleihen soll.

Die Kamera, aber auch der Look der Serie sollen realistisch sein, und somit dem Phantastischen eine Basis geben. Del Toro dachte an Serien wie „CSI“, als er „The Strain“ entwickelte, nur dass es eben ein phantastisches Element gibt.

Geplant sind 39 bis 65 Episoden. Das erste und zweite Buch werden jeweils die Basis einer Staffel sein, das dritte Buch kann in zwei bis drei Staffeln erzählt werden. Und mehr soll es auf keinen Fall geben, das hat man auch bei FX verstanden, wo man eine Serie haben will, die die ideale Länge hat, um ihre Geschichte zu erzählen und nicht über Gebühr gestreckt wird.

Del Toro ist dabei durchaus bereit, im Verlauf der Serie noch Änderungen und Erweiterungen an der Geschichte vorzunehmen, aber er arbeitet zielgerichtet auf ein definitives Ende hin.