Im deutschen Fernsehen – zumindest im Free-TV – konnte sich „The Strain“ gar nicht behaupten. Erst wurde die Serie von Pro Sieben gepusht, bekam einen tollen Sendeplatz und wurde dem Zuschauer schmackhaft gemacht, dann begann der schnelle Verfall. Pro Sieben fackelt nicht lange, wenn die Quoten nicht den Wünschen entsprechen. Und hier wurden sie von Folge zu Folge schwächer, so dass man begann, die Serie immer später in die Nacht zu verfrachten.

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Das mag bei einer Vampir-Geschichte ganz stimmig sein, damit einher geht aber natürlich auch ein weiterer Verlust an Zuschauern. Immerhin müssen einige früh aufstehen, da kann man nicht bis in die Puppen vor der Glotze herumhängen.

In den USA lief die Show auf dem Sender FX deutlich besser, weswegen man sich da auch zügig für eine zweite Staffel entschieden hat. Die ist mittlerweile auch komplett ausgestrahlt worden und die Verlängerung für eine dritte Season folgte schnell – allerdings mit etwas weniger Folgen.

Waren es in der zweiten Staffel noch 13 Episoden, so werden es nächstes Jahr nur noch zehn sein.

Mitten rein ins Chaos

Nach dem Ende der ersten Staffel, bei dem Setrakian und Eph nicht nur den Meister konfrontiert haben, sondern ihn auch ins Sonnenlicht trieben, setzt die zweite Season direkt dort an – mit einem Abstecher in die Vergangenheit.

The Strain - Staffel 2 - Krieg zwischen zwei Spezies

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Die zweite Staffel ist deutlich spannender als ihr Vorgänger.
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Denn es wird auch erzählt, wie dem jungen Abraham Setrakian im Jahr 1932 von seiner Großmutter die tragische Geschichte des an Gigantismus leidenden Jusef Sardu weitergegeben hat. Hier wird die Ursprungsgeschichte dieses monströsen Vampirs beleuchtet. Aber das ist nur ein Teil der ersten Episode.

In der Gegenwart wird es weit dramatischer, denn einerseits arbeitet man an einer biologischen Waffe gegen die Vampire, andererseits lässt der Meister eine neue Blutsauger-Art erschaffen.

Das ist nur der Auftakt einer im Vergleich zum ersten Jahr deutlich größeren und damit auch dramatischeren Geschichte. Hier ist man gleich in medias res, während sich die Serie am Anfang allerhand Zeit ließ, Figuren und Setting vorzustellen.

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Was steht zu erwarten?

Einiges tut sich in dieser Staffel. Der Meister sucht nach einem neuen Körper, Setrakian hat ein Geheimnis, das ihm ein langes Leben sichert, vampirfreie Zonen werden enthüllt und neue Waffen entwickelt, damit die Menschen im Kampf mit den Strigoi auch eine Chance haben.

The Strain - Staffel 2 - Krieg zwischen zwei Spezies

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Viele Geheimnisse werden enthüllt.
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Dass die Staffel so viel größer wirkt, liegt auch daran, dass man nun in vollem Ausmaß mit der Idee einer Welt spielt, die von den Strigoi weiß. Es geht im Endeffekt um den Krieg zwischen bei Spezies, der immer mehr Opfer fordert, immer größer wird und natürlich auch immer mehr Dramatik aufweist.

Das Ende ist recht offen gestaltet – gut, dass auch eine dritte Staffel folgen wird!

Eine deutliche Steigerung zur ersten Staffel ist erkennbar.Fazit lesen

Natali ist da

Die letzten beiden Folgen wurden von Vincenzo Natali inszeniert. Der 1969 geborene Natali, der seine Karriere als Storyboard-Zeichner begann, ist längst eine feste Stimme im modernen, unabhängigen Genre-Film. Seit seinem klaustrophobischem „Cube“ hat er faszinierende Produktionen wie „Splice“ oder „Nothing“ abgeliefert. Über das Fernsehen hat er aber auch nie die Nase gerümpft, sondern genießt die schnelle Arbeit, die dort gefordert ist.

In den letzten Jahren war er unter anderen für „Hemlock Grove“, „Orphan Black“ und „Hannibal“ tätig – und schaffte es dabei auch, selbst in der Mühle einer Fernsehserie eigenen Stil zu bewahren. Das beweist er hier auch mit dem Staffelfinale.