In den USA lief die Show mit Kevin Bacon in der Hauptrolle im Januar dieses Jahres an und erwies sich vom Fleck weg als Erfolg. In Deutschland beginnt nun RTL endlich ab heute mit der Ausstrahlung des spannenden Katz-und-Maus-Spiels immer dienstags um 22:15 Uhr.

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Im Mittelpunkt steht der ehemalige FBI-Agent Ryan Hardy (Kevin Bacon), der vor Jahren den Serienkiller Joe Carroll (James Purefoy) zur Strecke gebracht hat. Der von Edgar Allan Poe inspirierte Mörder war in den vergangenen Jahren jedoch nicht untätig. Er hat aus dem Gefängnis heraus die Bildung eines Kults orchestriert - und nun ist die Zeit gekommen, aus der Obhut des Staates zu entkommen.

Carroll gelingt die Flucht, weswegen man Hardy, der zwischenzeitlich ein Sachbuch über die Jagd auf Carroll geschrieben und sich dem Suff hingegeben hat, reaktiviert, um bei der Suche nach dem Killer und seiner Sekte zu helfen. Carroll ist Hardy dabei immer einen Schritt voraus, weil das FBI niemals weiß, wo sich die Anhänger des Serienkillers verstecken – schließlich könnte jeder von ihnen ein Follower von Joe Carroll sein.

The Following - Kevin Bacon in Action: Wie jagt man einen Killer, der Groupies hat?

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Seine besten Jahre hat FBI-Agent Ryan Hardy eigentlich hinter sich, doch die erneute Jagd auf den Serienkiller fordert seine ganze Hingabe.
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Die Idee zu dieser Serie trug Williamson schon Jahre mit sich herum. In ihrer Urform wollte er sie eigentlich für „Scream 3“ benutzen, der Film wurde dann jedoch von einem anderen Autor geschrieben. Damals sollte der Ghostface-Killer auch wieder von mehreren Menschen dargestellt werden. Sie alle sollten Teil eines Serienkillerkults sein, der Billy und Stu verehrte und ihnen nacheiferte.

Dem Killer auf der Spur

Mit „The Following“ hat Williamson nun die ernsthafte Variante dieser Geschichte erschaffen. Dabei ist es ihm gelungen, eines der spannendsten Formate der letzten Jahre zu kreieren, denn hier geht es nicht nur um ein Katz-und-Mausspiel zwischen Jäger und Gejagten, sondern um weit mehr.

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Joe Carroll sieht es wie das Schreiben eines Romans - im echten Leben. Ryan Hardy ist dabei seine (gebrochene) Heldenfigur, er der Schurke, der dem Leser jedoch sympathisch ist. Nicht anders verhält es sich mit der Serie. Man kann verstehen, wie Joe solchen Einfluss auf seine Jünger ausübt.

Spannendes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Killer und Agent, bei dem man versucht ist, ersterem die Daumen zu drücken.Fazit lesen

Bisweilen ertappt man sich dabei, dass man weit mehr daran interessiert ist, Joe entkommen als verlieren zu sehen. Weil Purefoy die Rolle mit Stil spielt. Aber dann ist er auch wieder erschreckend, wenn die Maske fällt und sein wahres Ich zum Vorschein kommt. Was Williamson und Purefoy hier kreiert haben, ist einer der faszinierendsten Serienkiller der Film- und Fernsehgeschichte.

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Ein Mann, ein Ziel, ein Kult: Joe Carroll ist ein gefährlicher Mann.
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Dargestellt wird er von James Purefoy („Rom“), der hier eine grandiose Darstellung abliefert, aber auch einen phantastischen Gegenspieler hat. Ryan Hardy wird von Kevin Bacon gespielt, der der Rolle eine Verletzlichkeit verleiht, die elektrisierend ist. Ein weiteres bekanntes Gesicht gibt es mit Shawn Ashmore (Iceman aus „X-Men“), der einen FBI-Agenten spielt. Angesichts der Ereignisse der letzten Folgen dürfte er über den Verdacht erhaben sein, einer von Joes Jüngern zu sein, aber es wäre schon verwunderlich, wenn sich im Verlauf der Serie nicht eine der Hauptfiguren als Verräter herausstellen würde.

Auf und ab

Die Serie ist mit sehr starken Quoten in den USA gestartet, hat im Mittelteil aber Zuschauer verloren. Zum Ende hin erholte sich die Show jedoch wieder und gewann Zuschauer, die schon am Anfang dabei waren, wieder zurück. Das mag auch daran liegen, dass es in den letzten Folgen immer rasanter wird und sich die Ereignisse buchstäblich überstürzen. Dabei läuft folgerichtig alles auf einen großen Showdown hin.

So hätte „The Following“ auch sehr gut als Miniserie funktioniert, aber in den USA hat man bereits die zweite Staffel bewilligt, was umso erfreulicher ist, da die letzte Minute der ersten Staffel dann doch noch einen echten Wow-Moment beinhaltet.

Die erste Staffel besteht nur aus 15 Folgen, auch weitere Staffeln sollen in dem Bereich liegen, da man aufgrund der durchgehenden Handlung die Folgen Woche für Woche zeigen und keine Wiederholungen haben will.