Nach „Buffy“ war es für Sarah Michelle Gellar im Fernsehen ruhig geworden. „Ringer“ sollte dann ihr Comeback werden, die Serie wurde jedoch nach einer Staffel eingestellt. Nun ist sie wieder da, in der Sitcom „The Crazy Ones“, die ab dem 21. Mai auf Pro Sieben zu sehen ist. Dort findet sich die Serie im Sitcom-Abend ein und ist umringt von einer ganzen Schar neuer Folgen beliebter komischer Serien. Zum Auftakt wird es ab 21:10 Uhr gleich zwei Folgen geben, danach geht es mit je einer neuen Folge pro Woche weiter.

The Crazy Ones - Behind The Scenes TrailerEin weiteres Video

Gellar ist Sydney Roberts, eine der Partnerinnen der Werbeagentur Lewis, Robert & Roberts. Ihr Vater Simon leitet die Firma. Er hat zahlreiche Preise gewonnen, er könnte an Starbucks Kaffee oder an Gott Wolken verkaufen – so gut ist er in seinem Metier. Aber er ist auch ein ungewöhnlicher Typ. Er ist schrill, schräg, überzogen, manchmal ein bisschen Irre. Aber das muss man vielleicht auch sein, wenn man auf seinem Gebiet ein Genie ist.

The Crazy Ones - Robin Williams bringt Sarah Michelle Gellar zum Lachen. Uns auch?

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Robin Williams ist zurück im TV. Und Sarah Michelle Gellar bringt er gleich mit.
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Weitere Hauptfiguren in der Agentur sind der Werbetexter Zach, ein recht oberflächlicher Typ und Frauenheld, der Andrew für seinen besten Freund hält. Aber eigentlich liegt er damit falsch, da er mit dem Art Director in Konkurrenz steht. Andrew wiederum ist zwar smart, aber enorm unsicher. Lauren arbeitet als Assistentin und scheint ein Dummchen zu sein, ist aber weit schlauer, als man auf den ersten Blick meinen sollte.

Der Irrsinn hat Methode

„The Crazy Ones“ wurde von David E. Kelley entwickelt, der ansonsten eher auf Anwaltsformate abonniert ist („L.A. Law“, „Boston Legal“, „The Practice“, „Ally McBeal“). Bei seiner neuen Serie verlässt er sich aber auf alte Erfolgsrezepte. Das Metier, in dem seine Hauptfiguren tätig sind, mag anders sein, der Wahnsinn im Büro erinnert aber an die besten Momente von „Ally McBeal“ und „Boston Legal“. Das merkt man spätestens in der zweiten Folge, in der Simon mehrere kleine Enten ins Büro bringt, um sie großzuziehen. Das hätte man auch durchaus Denny Crane in „Boston Legal“ zugetraut.

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Am 07.05.2014 darf das Lachen beginnen.
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Die Serie kann mit zwei echten Stars aufwarten. Robin Williams ins Fernsehen zurückzulocken, wo er mehr als drei Jahrzehnte zuvor mit „Mork vom Ork“ erfolgreich war, ist durchaus ein Coup. Als Sarah Michelle Gellar davon hörte, streckte sie auch ihre Fühler aus, da sie eine Ko-Star-Rolle in der Serie haben wollte. Sie hatte Glück, da sie genau für die Rolle passte, die man mit Simons Tochter Sydney entwickelt hatte. Und auch die Serie hat Glück, da Gellar eine Schar Fans mitbringt.

Kurzes Format

Das 20-Minuten-Format der Serie ist eigentlich ungewöhnlich. Es ist eine Single-Camera-Show, die auch Außenaufnahmen zu bieten hat. Damit unterscheidet sie sich stark von klassischen Sitcoms. Im Grunde kann man sich bei vielen Folgen auch nicht des Gefühls erwehren, dass der Show ein 42-Minuten-Format besser getan hätte, weil die Geschichten dann stärker ausgebaut werden könnten.

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Williams und Gellar arbeiten gut zusammen.
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So wird häufig auf den Humor-Faktor abgezielt, der zwar gut, aber längst nicht überragend ist. Lachen am laufenden Band gibt es hier nicht, schon eher ist viel zum Schmunzeln dabei. Der dramatische Aspekt kommt oft leider ein bisschen zu kurz.

Der Witz ergibt sich häufig daraus, dass man Robin Williams hemmungslos improvisieren lässt. Dabei spult er seine altbekannten Routinen ab: Grimassen, Wortspiele, unglaublich schnelles Reden. Das ist amüsant, bisweilen wird es aber auch zu viel. Dabei ist das, was man in der Folge sieht, nur ein Bruchteil dessen, was Williams getan hat. Während des Abspanns gibt es Outtakes zu sehen, die in der Regel zeigen, wie Williams hemmungslos improvisiert und seine Kollegen in Lachen ausbrechen.

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Wird es eine zweite Staffel geben? Fraglich, aber nicht unwahrscheinlich.
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Geht es weiter?

Noch ist unklar, ob es eine zweite Staffel geben wird. An der Quote liegt das allerdings nicht, sondern schon eher an einem Luxusproblem des Networks CBS. Dort hat man schon eine Reihe von Serien für die nächste Saison verlängert, einige andere stehen noch aus, was harte Entscheidungen mit sich bringen wird.

Denn auch bei „The Crazy Ones“ ist es so, dass die Quoten eine Fortsetzung fast sicher machen, es gibt aber nur eine begrenzte Anzahl von Sendeplätzen, denn CBS ist in der glücklichen Lage, sehr viele erfolgreiche Serien zu haben. Dementsprechend könnte es passieren, dass selbst ein Erfolgsformat eingestellt wird, weil man es einfach nirgends positionieren kann.