Womit lässt sich eine Produktion wie „The Client List“ am besten verkaufen? Mit einer halbnackten Jennifer Love Hewitt, die sich lasziv gibt und eine Serie, die eigentlich eher auf Frauen ausgerichtet ist, auch für das männliche Publikum anziehend gestaltet.

Hewitt spielt Riley Parks, deren Mann sie und die gemeinsamen Kinder verlässt. Nicht nur das: Er hinterlässt ihr auch einen Berg an Schulden. Riley muss sich darum einen Job suchen und fängt in einem lokalen Massagesalon an. Allerdings ist ihr nicht bewusst, dass es einer ist, in dem es spezielle Kunden gibt, die ein paar Extras mögen. Riley sträubt sich dagegen erst, aber dann entscheidet sie sich, sich auch dieser speziellen Kunden anzunehmen.

Sie engagiert sich in dem Laden immer mehr, aber muss damit zwei Leben miteinander in Einklang bringen – das einer alleinerziehenden Mutter und das einer Geschäftsfrau, die in einem ungewöhnlichen und skandalträchtigen Gewerbe tätig ist.

The Client List - Jennifer Love Hewitt massiert – inklusive Happy End

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Wir haben uns fest vorgenommen, keine schlüpfrigen Gags in den Bildunterschriften zu platzieren. Wir garantieren für nichts.
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Das klingt schlüpfrig, ist es aber nicht wirklich. Tatsächlich fühlt sich die Serie an wie ein typisches Frauenprogramm, inklusive einer großen Portion Melodrama. Mit das Kurioseste an der 2012 gestarteten Serie ist, dass es schon 2010 einen Fernsehfilm gab, der die Grundlage bildet. In beiden Stoffen spielt Jennifer Love Hewitt die Hauptrolle, allerdings sind es unterschiedliche Rollen.

Im Film hieß ihre Figur noch Sam Horton und musste aufgrund der Umstände auch in einem Massagesalon anfangen und merkt dann, dass die Frauen sich dort prostituieren. Auch sie geht diese Route, um ihre Familie durchzubringen. Der Unterschied zur Fernsehserie ist, dass ihr Mann sie im Film nicht verlassen hat, aber dann herausfindet, womit sie all das Geld nach Hause bringt. Erst dann nimmt er die Kinder und verlässt sie. Es war ein typischer Frauenfilm, wie er auf dem amerikanischen Lifetime Network regelmäßig läuft.

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Die Serie wurde verändert, weil aus der Filmsituation weniger leicht ein fortlaufendes Format gestaltbar war. In der Serienversion ist es nun aber der Ehemann, der den Buhmann gibt und schuld an allem ist.

The Client List - Jennifer Love Hewitt massiert – inklusive Happy End

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Riley legt sich bei der Arbeit voll ins ... Riley bei der Arbeit. Das war knapp.
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Zwei Staffeln

„The Client List“ startete in den USA im April 2012. Die erste Staffel besteht aus zehn Episoden. Schon nach wenigen Wochen war klar, dass die Serie mehr als genügend Zuschauer anzog.

Der Sender gab darum eine Verlängerung bekannt; die zweite Staffel startete dann im Mai 2013. Auch hier waren die Quoten gut genug, dass eine Verlängerung eigentlich eine sichere Sache gewesen wäre. Mittlerweile ist aber bekannt gegeben worden, dass „The Client List“ eingestellt ist.

Der Grund hierfür ist nicht die Schwangerschaft von Jennifer Love Hewitt, die man durchaus in die Serie einbauen wollte. Allerdings gab es zwischen Hewitt und den Autoren und Produzenten Schwierigkeiten. Hewitt bestand darauf, dass ihr Ko-Star und Verlobter im echten Leben, Brian Hallisay, auch in der Serie der Kindsvater werden sollte, aber die Autoren wollten lieber Colin Egglesfields Figur als Vater. Dem Sender war das einerlei, aber da sich keine Einigung finden ließ, gab es keine Verlängerung und alle Parteien kamen überein, dass die Serie nicht fortgesetzt wird.

The Client List - Jennifer Love Hewitt massiert – inklusive Happy End

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Puh, geschafft! Genau wie Rileys Kunden nach verrichteter Arbeit... Verdammt!
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Ein großer Verlust ist das sicherlich nicht, weder für den Zuschauer noch für Jennifer Love Hewitt, die sicherlich schon bald wieder eine neue Serie haben wird. Vom Kino hat sie sich großteils verabschiedet, im Fernsehen findet sie aber in schöner Regelmäßigkeit Arbeit.

Masseure rufen zum Boykott

Eine der kurioseren Geschichten rund um „The Client List“ ist, dass einige Masseure der Gruppe der „Massage Therapists Against The Client List“ eine Petition starteten, mit der darauf aufmerksam gemacht werden sollte, wie beleidigend die Darstellung des Massagebetriebs in der Serie ist. Große Wellen schlug das nicht, aber der Sender reagierte mit einer Pressemitteilung, die klarstellen sollte, dass die Serie natürlich keine verallgemeinernde Aussage trifft.