Bei Pro Sieben behandelt man „Supernatural“ schon seit einer ganzen Weile recht stiefmütterlich. Schlechte Sendetermine, lange Wartezeiten auf neue Staffeln und nun auch noch die Verschiebung des Sendeplatzes. Lief die Serie bislang am Montag immer recht gut, wird sich zeigen müssen, wie sie sich ab dem 12. Juli schlagen wird. Das ist ein Freitag, der neue Sendeplatz, den Pro Sieben für phantastische Serien auserkoren hat.

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Man wählte ihn einst für „Spartacus: Blood and Sand“ und hatte damit überraschend Erfolg. Später sollten „Falling Skies“ und „Fringe“ auch dort Quote machen, aber das ging gewaltig nach hinten los. Der Freitagabend ist für phantastische Formate traditionell ein Todestermin. Gut möglich, dass wir miterleben werden, wie „Supernatural“ innerhalb weniger Wochen auf Sendeplätze weit jenseits der Mitternacht geschoben wird, wenn Pro Sieben mit der erreichten Quote nicht zufrieden ist. So erging es jüngst „Primeval: New World“, das sich auf dem Sendeplatz so schlecht schlug, dass es flugs in die frühen Morgenstunden verbannt wurde.

Zum Auftakt der sechsten Staffel von „Supernatural“ zeigt Pro Sieben gleich drei Episoden, danach soll es im wöchentlichen Takt mit zwei neuen Folgen weitergehen.

Supernatural - Staffel 6 - Die Winchester-Brüder schicken das Böse wieder zur Hölle

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Auf Sam und Dean warten wieder jede Menge schräge Bekanntschaften.
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Abschied von Eric Kripke

Eigentlich, so hatte es Serienschöpfer Eric Kripke geplant, sollte nach fünf Jahren „Supernatural“ Schluss sein. Von Anfang an hatte er einen großen Story-Bogen im Kopf, den er nach einem eher lose zusammenhängendem ersten Jahr immer stärker ausbauen wollte. Und er erreichte sein Ziel: Mit der fünften Staffel feuerte er aus allen Rohren!

So plante er noch immer, dass dies das große Finale der Show sein sollte, doch die Einschaltquotengötter waren dagegen. Das amerikanische Network The CW bemerkte in der vierten und fünften Staffel der Serie, dass die Quoten im Vergleich zu den Vorjahren sogar anstiegen. „Supernatural“ nun also aufs Altenteil zu schicken, kam gar nicht in Frage. Wer tütet schon ein Erfolgsprogramm einfach so ein?

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Ein neuer Anfang

Kripke blieb aber in einer Hinsicht seinem Plan treu. Er trat als Showrunner zurück. Als ausführender Produzent war er weiterhin mit dabei, aber die Geschicke der Winchester-Brüder wurden von Sera Gamble geleitet. Sie war bislang eine der ausführenden Produzentinnen und soll die Serie nun mit ihrer Vision zu neuen Erfolgen führen.

Gamble erklärte, dass sie sich in der sechsten Staffel der Serie wieder mehr auf das Verhältnis der beiden Brüder zueinander konzentrieren wollte. Dabei sollte die Serie vom Format her eher an die erste Season erinnern, viele abgeschlossene Geschichten haben, aber auch einen leichten roten Faden aufweisen.Zu Beginn der sechsten Staffel sind Himmel und Hölle dem Chaos verfallen, was Sam und Dean zwingt, sich erneut zusammenzuschließen, um eine Welle dämonischer Kreaturen zurückzutreiben, die nun über eine gesetzlose und chaotische Landschaft herfallen.

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Castel und der Stab von Moses

Dabei will Dean in „Exile on Main St.“ eigentlich nichts anderes, als mit Lisa ein normales Leben führen. Doch das Wiedersehen mit Sam birgt auch etwas Schönes in sich, denn er lernt eine Familie kennen, die ihm bislang fremd war: die Campbells, die Familie seiner Mutter unter dem Oberhaupt Samuel, seinem Großvater.

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War da jemand etwa beim Trinkgeld knausrig?
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In der dritten Folge der Staffel treffen die Winchester-Jungs auch erneut auf Castiel, der ihnen erklärt, wie es um Himmel und Hölle bestellt ist. Doch noch schlimmer ist, dass Gottes Waffen gestohlen wurden, so etwa der Stab von Moses.

In einer weiteren Geschichte der sechsten Staffel bekommen es die Winchesters mit Vampiren zu tun, wobei Dean von einem Blutsauger gebissen wird und sich verwandelt. Die Folge nutzen die Macher auch, um den derzeitigen Trend, Vampire zu romantisieren, ein wenig zu parodieren. Später gibt es auch den Verdacht, dass ein Werwolf sein Unwesen treibt, doch tatsächlich ist es ein Skinwalker, der sich als Haushund einer Familie tarnt. Dazu gibt es Feen (ganz anders als Tinkerbell!) und die Göttin der Wahrheit, mit denen es Sam und Dean zu tun bekommen.

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Die sechste Staffel ist mit 22 Folgen wieder eine der längeren.
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Familienangelegenheiten

Das wichtigste Element der neuen Staffel sind jedoch die Campbells, denn im Verlauf der ersten Hälfte der Season wird Dean immer misstrauischer, was Samuel Campbell und seine Leute angeht, die sich zwar auch als Dämonenjäger versuchen, aber etwas zu verbergen haben.

Gespielt wird Samuel Campbell von Mitch Pileggi (Direktor Skinner aus „Akte X“), während Corin Nemec (Jonas Quinn in „Stargate SG-1“) als Christian, Cousin von Sam und Dean, zu sehen ist. Nemec, der sein Image als Parker Lewis, der Coole von der Schule, nie wirklich ablegen konnte, schlägt sich hier recht gut.

Pileggi ist nicht der einzige „Akte X“-Veteran, der sich bei „Supernatural“ ein Stelldichein gibt. In fünf Folgen ist Steven Williams, der einst Mr. X war, als Rufus Turner zu sehen. Weiterhin tauchen erneut Mischa Collins als Castiel und Jim Beaver als Bobby Singer auf.