„Ich arbeite seit zwei Jahrzehnten als Deputy in Jefferson Parish, was die meisten nicht wissen. Nun habe ich mich entschlossen, mit dem Sender A&E zusammenzuarbeiten und diese Serie zu realisieren, weil ich glaube, dass es wichtig ist, der Nation zu zeigen, was für wichtige Arbeit hier in Louisiana gemacht wird. Wir wollten die Leidenschaft und die Verantwortung zeigen, die auf das Sheriffsbüro von Jefferson Parish in einer Welt nach Katrina zukommt.“

So erklärte Steven Seagal in der ersten Episode der Reality-TV-Show „Lawman“, warum er nun diese Serie präsentiert. Zyniker mögen behaupten, dass er 2009, als die Show an den Start ging, auf einen fahrenden Zug aufsprang und sich durch die Reality-Show einen Karriereschub erhoffte. Dem muss man jedoch entgegenhalten, dass Seagal diese Pflicht schon seit vielen Jahren erfüllt und bisher nicht damit hausieren ging. Dabei hätte seine Karriere es durchaus gebrauchen können, mit positiven Schlagzeilen wiederbelebt zu werden.

In den späten 80er Jahren kam Harry Lee, der Sheriff von Jefferson Parish, auf Seagal zu und bat ihn, seine Deputys in Selbstverteidigung zu unterrichten. Seagal kam dieser Bitte gerne nach und war dabei derart erfolgreich, dass Lee ihm anbot, zu einem Deputy der Reserve zu werden. Der Schauspieler nahm das Angebot an. In der Serie „Lawman“ sieht man nun, wie er als Reservist immer mal wieder dem Sheriffsbüro hilft. Er arbeitet dabei mit Colonel John Fortunato, Captain Alex Norman, Sergeant Lawrence Matthews und Sergeant Larry Dyess zusammen.

Steven Seagal: Lawman

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Der Streiter für Gerechtigkeit, Freund und Helfer, der lange Arm des Gesetzes. Und auf diesem Bild seht ihr Steven Seagal.
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Nachdem die Serie bereits auf DVD erhältlich ist, gibt es nun auch die Free-TV-Premiere. RTL 2 zeigt 13 Folgen der ersten Staffel ab dem 10. April immer um 23 Uhr.

Wahrheit oder nicht?

Was in „Lawman“ geboten wird, sollte man nicht zu sehr für bare Münze nehmen. Zwar hat die Serie durchaus einen wahren Kern, aber man merkt der Show an, dass mitunter durch den Schnitt schon nachgeholfen wird, um das Ganze aufregender aussehen zu lassen. Wer erwartet, dass Seagal wie in seinen B-Filmen gegen schwerbewaffnete Gangster antritt, der wird enttäuscht sein. Denn wie ein Film ist das alles natürlich nicht inszeniert, auch wenn es in Jefferson Parish durchaus Schießereien und Tote gibt.

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Das ändert jedoch nichts daran, dass „Lawman“ eine sehr trashige Qualität hat. Oftmals fragt man sich, ob das, was man sieht, nicht einfach nur ein Versuch ist, komisch zu sein. Oder aber man nimmt es so wahr, was auch an Seagals Art liegt.

Fernseh-Trash mit Steven Seagal. Dümmlich, aber irgendwie unterhaltsam.Fazit lesen

Mitunter fühlt man sich an seine Predigt am Ende von „Auf brennendem Eis“ erinnert, die damals für Gelächter sorgte, weil sie so unglaublich naiv daherkam. Dieses Feeling stellt sich auch bei „Lawman“ ein. Und das umso mehr, da man sich natürlich ständig fragt, wo bei der Produktion nachgeholfen wurde. Denn natürlich wäre es für den Zuschauer stinklangweilig zu sehen, wie Lawman Steven Seagal und seine Kumpel einfach nur einen betrunkenen Fahrer aufhalten.

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Zugegeben: Die (Donut-) Figur für einen echten Cop hat Seagal ja.
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Für eine Überraschung gut

Einige der Leute, die Seagal und seine Kollegen verhaften, sind ziemlich überrascht, wer da die Handschellen klicken lässt. Auch das ist einigermaßen merkwürdig, wird im Verlauf der Serie doch erzählt, dass Seagal drei Monate im Jahr als Deputy arbeitet – und das seit vielen Jahren. Man sollte meinen, dass es sich auch in der Unterwelt herumgesprochen hätte, dass man hier von einem Hollywood-Star einkassiert werden kann.

Auch das ist ein Punkt, der die Glaubwürdigkeit der Serie ankratzt. Immerhin gilt dies nicht für den Unterhaltungswert, denn der ist tatsächlich hoch. Zwar ist „Lawman“ im wahrsten Sinne des Wortes Trash-TV, aber solcher Art, dass man eine Stunde gut unterhalten ist, und sei es nur, weil man den Blick nicht abwenden kann, etwa so wie bei einem Zugunglück, bei dem man einfach weiter hinsehen muss.