Besonders neu ist die Serie „Starship Troopers – Der Kampf geht weiter“ nicht. Sie wurde bereits 1999 produziert und debütierte wenig später im Bezahlfernsehen von Premiere. Auch auf DVD gibt es die Serie. Aber im Free-TV war sie bislang noch nicht zu sehen. Das mag daran gelegen haben, dass bislang kein Sender so recht wusste, wo die Serie eigentlich untergebracht werden soll. Im samstagvormittäglichen Kinderprogramm wäre sie nicht ausstrahlbar gewesen. Am Samstagabend ab ca. 22.00 Uhr sieht das schon anders aus.

Zu dem Zeitpunkt zeigt Super RTL schon seit einiger Zeit Animationsserien, die nicht auf Kinder abzielen, sondern in erster Linie ein älteres Publikum ansprechen. Ab dem 5. Januar geht es los. Jeden Samstag werden fünf Folgen am Stück gezeigt. Das bietet sich an, weil die aus 40 Episoden bestehende Serie in so genannte Kampagnen unterteilt ist, in denen Rico und die Roughnecks auf jeweils anderen Planeten zu Gange sind.

Die mobile Infanterie kämpft

Die Troopers der mobilen Infanterie kämpfen auf Pluto gegen Bugs und gewinnen, woraufhin SICON (Strategically Integrated Coalition of Nations) herausfindet, dass die Insektoiden auf dieser Welt nicht heimisch sind, sondern dorthin transportiert wurden. Die Spur führt zum Planeten Hydora, wo ein Brain-Bug haust. Der Plan der Bugs ist klar: Sie wollen das gesamte Universum erobern und die Menschen auslöschen.

Der Krieg ist in vollem Gange und führt das Alpha-Team – das sind Razaks Roughnecks – zuerst nach Tophet, dann Tesca, Zephyr und dann zur Heimatwelt der Bugs: Klendathu. Der letzte große Kampf findet dann auf der Erde statt.

Starship Troopers – Der Kampf geht weiter - Rico und Dizzy sind zurück!

alle Bilderstrecken
Wer den Paul-Verhoeven-Film kennt, darf sich auf ein Wiedersehen mit den bekannten Charakteren freuen.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 1/31/3

Rico & Co

In der Serie gibt es ein Wiedersehen mit den aus dem Paul-Verhoeven-Film bekannten Figuren. Oder besser: Ein neues Kennenlernen, denn die Show ist kein Sequel, sondern nutzt dieselben Figuren, um eine eigene Geschichte zu erzählen. Ansonsten wäre Dizzy Flores auch tot, aber in der Serie lebt sie. Und auch Razak ist wieder dabei. Die Hauptfigur ist natürlich Rico, der sich vom Private zum Lieutenant hochdient.

Im englischen Original musste man mit anderen Sprechern vorlieb nehmen, da die Stars aus dem Film nicht zur Verfügung standen. Da kann die Synchro punkten. Hier ist es für die Schauspieler ein Job wie jeder andere auch, so dass man bekannte Stimmen vernimmt.

Packshot zu Starship Troopers – Der Kampf geht weiterStarship Troopers – Der Kampf geht weiter kaufen: Jetzt kaufen:

Probleme

40 Folgen gibt es. So viele hätten es auch ursprünglich werden sollen, allerdings sind es eigentlich nur 36, weil vier einfach nur Clip-Shows sind, in der man um ein Nichts an Handlung bergeweise Rückblicke eingebaut hat. Das war notwendig, weil die Animationsstudios mit der Produktion nicht nachkamen.

In die Jahre gekommene, aber actionreiche und unterhaltsame Science-Fiction-Show, die sich nicht an kleine Kinder, sondern an ein älteres Publikum richtet.Fazit lesen

Dieser Umstand war es auch, der zum vorzeitigen Untergang der Serie führte, denn eigentlich sollte die Serie in den USA mit fünf Folgen pro Woche laufen. Da aber die Ausstrahlung bei verschiedenen Sendern begann und man nicht genügend Episoden hatte, musste man sehr schnell die vorhandenen mehrmals wiederholen, was das Interesse des Publikums ruckzuck abtötete.

Starship Troopers – Der Kampf geht weiter - Rico und Dizzy sind zurück!

alle Bilderstrecken
Noch vor einigen Jahren war die Animationsqualität ein echter Hingucker. Heute sieht man der Serie ihr Alter deutlich an.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 1/31/3

Durch die Benutzung der Clip-Shows wurde auch die Geschlossenheit der Serie zerschossen, denn vor allem die letzte Kampagne an der Heimatfront wurde dadurch kürzer und endete nicht mit dem großen Spektakel, das man sich erwartet hatte. Tatsächlich fehlt das große Finale komplett.

Da die Serie bei der DVD-Auswertung gut lief, gab es kurzzeitig Hoffnung, dass Sony einen DVD-Film produzieren würde, der die Serie zum Abschluss bringt, doch dazu kam es letzten Endes nie. So ist „Starship Troopers – Der Kampf geht weiter“ zwar recht coole Unterhaltung, kommt am Ende aber mit einem Wermutstropfen daher.

State-of-the-Art-Animation… von 1999

Aus heutiger Sicht ist die Animation der Serie natürlich nicht mehr überragend. Schlecht ist sie allerdings auch nicht. Nur darf man nicht den Fehler machen, eine Qualität zu erwarten, wie sie etwa von „Star Wars: The Clone Wars“ geboten wird. Mehr als ein Jahrzehnt der Entwicklung sind bei einer computeranimierten Serie natürlich schon spürbar.

Kann man sich damit jedoch arrangieren, präsentiert sich die Serie als spannende Science-Fiction-Show mit reichlich Action. Nur so blutig wie der Film ist sie natürlich nicht.