Ursprünglich dachte man, dass die fünfte Staffel von „Star Wars: The Clone Wars“ auch die letzte dieser Serie sein würde. Das Ende dieser Staffel verstärkte den Eindruck auch, aber die Arbeit an Folgen der sechsten Staffel waren schon im Gange, als Disney entschied, dass die Serie enden sollte.

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Grund hierfür war vor allem ein finanzieller. Denn man wollte die Serie nicht länger für einen Sender produzieren, der nicht zum Disney-Imperium gehört. Auf dem Cartoon Network hätte „Star Wars: The Clone Wars“ aber vertraglich gesehen so lange weiterlaufen müssen, wie die Serie produziert wird. Daum beschied man, die Serie zu beenden und die Ressourcen auf eine neue Animationsserie, „Star Wars: Rebels“, zu konzentrieren, die dann auf einem Disney-eigenen Sender für sehr viel mehr Gewinn sorgen konnte.

Star Wars: The Clone Wars - Staffel 6 - Der letzte Akt: die verlorenen Abenteuer

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Staffel 6 ist nun endgültig das Ende der Serie.
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Die Produktion an Folgen der sechsten Staffel war aber schon in Gang, weswegen man nun eine kürzere Season mit insgesamt 13 Folgen hat. An weiteren Folgen wurde gearbeitet, da es aber erst die Vorproduktion betraf, brach man die Mühen schließlich ab.

Aus finanzieller Sicht mag das durchaus alles sinnig sein, aus einer narrativen ist es wiederum eher fragwürdig. Denn Disney zeigt hier, dass man nur wenig Interesse daran hat, ob das Publikum nun einen adäquaten Abschluss erhält oder einfach mitten in der Geschichte hängen gelassen wird.

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Was passiert mit Ahsoka Tano?

Schon von Beginn der Serie an fragten sich Fans immer, was mit Ahsoka Tano, dem Padawan von Anakin Skywalker, passieren würde. Da sie in „Star Wars: Episode III“ nicht auftauchte, stand zu vermuten, dass innerhalb von „Star Wars: The Clone Wars“ etwas passieren würde. So mancher rechnete gar mit ihrem Tod, was der Serie ein recht düsteres Ende beschieden hätte.

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Disney produziert nun lieber seine eigene Serie. "Star Wars: Rebels".
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Als die fünfte Staffel endete, hatten viele den Eindruck, dass Ahsokas Geschichte damit zu Ende erzählt ist. In den letzten Folgen der Staffel wird Ahsoka für eine Killerin gehalten und ist auf der Flucht vor den Jedi und den Klonsoldaten. Am Ende kann sie zwar ihre Unschuld beweisen, aber das Misstrauen, dass ihr der Jedi-Rat entgegen gebracht hat, kann sie nicht verwinden. Sie beschließt darum, nicht zu den Jedi zurückzukehren.

Mehr Clone Wars ist immer gut, der mangelnde Abschluss der Serie ist jedoch unschön.Fazit lesen

Das ist der perfekte Abschluss für Ahsoka Tano, da sie so nicht zwangsläufig sterben muss, da Order 66 lediglich die aktiven Jedi betrifft. Ob Ahsoka in irgendwelchen Folgen der sechsten Staffel zu sehen ist, ist noch unklar, da das Pressematerial die Inhalte der letzten Episoden offen gelassen hat. Im Moment scheint es jedoch so, dass man das Finale der fünften Staffel als Serienfinale sehen kann, während die neuen Folgen als „verlorene Abenteuer“ gelten und chronologisch vor dem Finale der fünften Staffel einzuordnen sind.

Star Wars: The Clone Wars - Staffel 6 - Der letzte Akt: die verlorenen Abenteuer

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Nach der spannenden Geschichte rund um Darth Maul kann es ja auch gar nicht mehr besser werden.
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Die sechste Staffel

Alles beginnt mit der Episode „Zustand unbekannt“. Hier steht der Klonkadett Tup im Mittelpunkt. Er leidet an einer Nervenkrankheit, die dazu führt, dass er einen Jedi-Meister tötet. Man schickt Tup nach Kamino, um dort herauszufinden, warum er das Attentat begangen hat. In „Verschwörung“ dringt der Kadett Fives in das Bewusstsein Tups ein und findet dort eine Code-Manipulation im Klonprogramm.

In „Fluchtreflex“ stellt Fives dann weitere Nachforschungen an und entdeckt, dass dieser modifizierte Code in den Gehirnen aller Klone auffindbar ist. In „Befehle“ will er persönlich mit Kanzler Palpatine sprechen, wird dann jedoch beschuldigt, ein Attentat auf ihn zu planen, weswegen Fives fliehen muss.

Dies ist ein interessanter Storybogen, der sich bereits mit Order 66 befasst und damit ein essenzieller Bestandteil der „Star Wars“-Mythologie ist.

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Star Wars: The Clone Wars.
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Daran anschließend kommt „Ein alter Freund“, wird Padme von Rush Clovis um Hilfe gebeten. Er wird von dem Kopfgeldjäger Embo gejagt, was das Verlassen des Planeten sehr schwierig macht. „Clovis‘ Aufstieg“ zeigt dann, wie er an die Spitze seines korrupten Clans gelangt, was Anakin an ihn zweifeln und zu Konflikten mit Padme führt. Grund für diese Zweifel gibt es genug, denn in „Wiederbelebung“ schließt Clovis einen Pakt mit Count Dooku, womit der Krieg aber auch auf seine Heimatwelt Scipio gelangt.

Im Zweiteiler „Verschollen“ wird die Welt Bardotta durch eine Prophezeiung bedroht, weswegen sie die Hilfe eines Jedi benötigen. Jar Jar Binks überzeugt Mace Windu, dass er seiner Heimat beistehen muss.

Und was ist mit Darth Maul?

Ein offener Handlungsfaden der fünften Staffel betrifft Darth Maul, dessen Bruder im Kampf gefallen ist. Eigentlich hätte man in der sechsten Staffel auch mit seiner Figur weiteres vorgehabt. Die Drehbücher waren sogar schon geschrieben, aber mit der Animation fing man nicht mehr an. Verloren ist seine Geschichte aber nicht.

Der US-Verlag Dark Horse, der zum Ende des Jahres die Lizenz für „Star Wars“-Comics verliert, sprang in die Bresche und veröffentlicht ab Mai die vierteilige Miniserie „Darth Maul: Son of Dathomir“, die auf den fertigen Drehbüchern basiert.