„Star Wars: Rebels“ ist das erste Projekt, das nach der Übernahme von Lucasfilm durch Disney zustande kam. Die neue Serie hat dabei die Aufgabe, zwei Fan-Lager zu vereinen. Die altgedienten Veteranen, die mit der originalen Trilogie aufgewachsen sind, und die jungen Fans, die durch die Prequels, vor allem aber durch „Star Wars: The Clone Wars“ zu Jüngern der Macht wurden. Kurz gesagt: Das Kunststück ist gelungen.

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„Star Wars: Rebels“ vereint die Optik der zuvorgekommenen CGI-Serie mit den Designs der klassischen Trilogie. Immerhin spielt die Serie 14 Jahre nach „Star Wars: Episode III“ und ist damit auch in ihrem Look näher an der originalen Trilogie dran. Das heißt: Sternenzerstörer, Sturmtruppen, TIE-Fighter, all die imposanten Dinge der ursprünglichen Filme, inklusive der grandiosen Geräuschkulisse. Wenn ein TIE-Fighter an der Ghost, dem Raumschiff der Helden, vorbeifliegt und dieses charakteristische Geräusch macht, dann fühlt man sich wieder mitten drin in diesem Krieg der Sterne.

Star Wars Rebels - Wir haben den Pilotfilm gesehen – und er ist episch!

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Im Oktober geht der Kampf gegen das Imperium weiter.
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Kanan und sein Team machen sich daran, dem Imperium auf einem abgelegenen Planeten mehrere Kisten mit Blastern zu stehlen, werden dabei aber unterbrochen, denn der junge Ezra hat es ebenfalls auf die Kisten abgesehen. Er kann Kanan eine abluchsen, woraufhin dieser ihn verfolgt. Sie werden von imperialen Soldaten verfolgt, weswegen Ezra Kanans Angebot annehmen muss, mit auf sein Schiff zu kommen und zu fliehen.

Zeb ist über den Neuankömmling wenig erfreut, während Hera von den Fähigkeiten des Jungen überrascht ist. Sabine, eine Frau in mandalorianischer Rüstung, sieht das wiederum locker. Ohnehin kann man Ezra gebrauchen, denn die Rebellen planen, einen Transporter abzufangen, mit dem verschleppte Wookiees in die Sklaverei gebracht werden sollen.

Aber wie sich herausstellt, ist dies eine Falle, weswegen Ezra über sich hinauswachsen muss. Zum ersten Mal in seinem Leben muss er etwas tun, das gänzlich uneigennützig ist. Kanan wiederum hat das erwartet. Er hat gespürt, dass der Junge machtsensitiv ist, weswegen er ihn unter seine Fittiche nimmt.

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Die letzten Jedi... Viele sind es nicht mehr.
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Ein wunderbarer Pilotfilm

Bei der Präsentation in München und Hamburg zeigte Disney den Pilotfilm, der im Oktober in den USA ausgestrahlt wird und dann auch zügig in Deutschland zu sehen sein wird. Natürlich ist es immer schwer, aufgrund einer 45-minütigen Geschichte auf die ganze Serie zu schließen, aber dennoch: Diese Folge macht alles richtig.

Echtes Star-Wars-Gefühl stellt sich hier ein. Das perfekte Bindeglied für Fans des alten und neuen Star Wars.Fazit lesen

Es stellt sich augenblicklich echtes „Star Wars“-Gefühl ein, und das nicht nur, weil die vertraute Optik der klassischen Trilogie alles durchzieht, sondern auch, weil die Figuren wunderbar gestaltet sind und die Art von Humor gegeben ist, die man auch bei Han Solo und seinen Kumpanen so sehr zu schätzen wusste.

Dabei sind Kanan und Co. bei weitem keine Abziehbilder. Sie sind eigenständige Charaktere, die wunderbar miteinander harmonieren, auch und gerade dann, wenn sie es eben nicht tun. Dies gilt insbesondere für Zeb, der aussieht wie ein früher Wookiee-Entwurf von Ralph McQuarrie. Er ist ein Griesgram, der gerade mit dem jungen Ezra aneinandergerät, bei dem man aber auch merkt, dass das alles eben nur Fassade ist.

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Die Serie wird erst auf 'Disney XD' und später auch auf dem 'Disney Channel' ausgestrahlt.
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Dass Zeb das Prototypen-Aussehen eines Wookiees hat, nutzt die Episode auch zu einem sehr schönen Gag, als Ezra sich als Kopfgeldjäger ausgibt und den „haarlosen Wookiee“ bei Imperialen abliefern will. Das ist sehr schöner Humor, der sich aus der Situation ergibt, dabei aber nie albern wirkt.

Gänsehautgefühl

Es gibt im Verlauf dieser Geschichte mehrmals Momente, bei denen man einen Schauer über den Rücken laufen spürt. Es kribbelt, weil „Star Wars: Rebels“ vor allem auch den altgewordenen Fans Bilder bietet, die den Atem rauben. Der größte Moment ist dabei sicherlich, als die Sturmtruppen die Rebellen unter Beschuss nehmen, aber Kanan sich ihnen entgegen stellt.

Er weicht mit Hilfe der Macht dem Blasterbeschuss aus, greift an seinen Gürtel, holt das Lichtschwert hervor und macht sich bereit, die Angreifer abzuwehren, während der imperiale Agent Kallus befiehlt, auf den Jedi zu schießen. Das ist episch, voller Helden-Pathos, ein Moment, bei dem die Fans nach Luft japsen.

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Die letzten Jedi

In der Pilotfolge gibt es einen Cameo-Auftritt von Obi-Wan Kenobi. Er taucht nicht selbst auf, aber eine Nachricht von ihm auf einem Holocron ist zu sehen. Obi-Wan ist nicht der einzige Jedi, der überlebt hat, aber viele gibt es 14 Jahre nach Order 66 nicht mehr. Man kann darum natürlich spekulieren, dass das Schicksal von Kanan eigentlich vorherbestimmt ist, denn in „Episode IV“ taucht er bekanntlich nicht auf.

Für die Serie selbst ist das erst mal nicht weiter von Relevanz, hier muss sich erst noch zeigen ob im Verlauf der Jahre nicht noch andere Jedi auftauchen. Immerhin gibt es mit dem Inquisitor auch einen Sith, dessen Aufgabe darin besteht, sie zur Strecke zu bringen. In dieser Pilotfolge taucht er nur am Ende auf, im Verlauf der Serie wird er aber noch häufiger im Einsatz sein.