Diesmal hat sich Pro Sieben etwas länger Zeit gelassen, ist die dritte Staffel von „Spartacus“ doch schon im April in den USA gelaufen. Im Sommer wollte der deutsche Sender die neuen Folgen aber wohl nicht verschwenden, weshalb es nun ab dem 5. Dezember weitergeht. Jeden Freitag werden zwei Folgen gezeigt – und das fünf Wochen lang.

Der Grund für das zügige Ende der Serie ist auch, dass selbst die Produzenten ohne den zu früh verstorbenen Andy Whitfield nicht wirklich weitermachen wollten. Darum geht man mit der dritten Staffel, die den Untertitel „War of the Damned“ trägt, auch ins Endspiel über.

Einige Zeit ist seit dem Ende der zweiten Staffel vergangen. Spartacus hat ein riesiges Heer um sich versammelt und den Römern einige empfindliche Niederlagen beigebracht. Da Glaber durch die Hand von Spartacus fiel, setzt man in Rom nun auf einen anderen Mann, der den Rebellen zur Strecke bringen soll: Crassus.

Spartacus - Staffel 3 - This is Sparta!

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Ein Mann mit einer Mission. Und einer blutrünstigen Armee.
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Er ist reich, aber nicht angesehen. Da Roms Armeen über ganz Europa verteilt sind, wird Crassus ein Kommando angeboten, wenn er selbst eine Armee aufstellen kann. Der exzellente Stratege sieht das als Chance und zieht gegen Spartacus in den Krieg. Er greift auf die Hilfe von Gaius Julius Caesar zurück. Dieser ist jung, ungestüm, fähig, aber auch verschuldet.

Crassus nimmt ihn in seine Armee auf, weil er weiß, dass seine Talente für ihn nützlich sein werden. Er schickt ihn los, um Spartacus‘ Armee zu infiltrieren. Er steht aber auch in Konkurrenz zu Crassus‘ Sohn Tiberius, der dessen Wille und Wort wird, wenn er selbst nicht zur Stelle ist. Der junge Mann ist von Ehrgeiz zerfressen und sieht in Caesar einen unliebsamen Konkurrenten.

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Das große Finale

In den USA beschloss man, die Serie mit der dritten Staffel zu beenden. Dies war tatsächlich eine bewusste Entscheidung, denn die Quoten bei Starz waren hervorragend. Von ihnen ausgehend, hätte man die Serie noch mehrere Jahre produzieren können. Allerdings hat der Tod von Andy Whitfield eine große Lücke hinterlassen.

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Aus die Maus. Aber immerhin: Der arme Kerl hätte einen schlimmeren letzten Anblick haben können.
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Liam McIntyre ist ein würdiger Ersatz als Spartacus, aber auch die Produzenten spürten, dass mit Whitfield etwas von der Serie gestorben war. Nicht qualitativ, sondern einzig und allein vom Esprit, der bei der Produktion entsteht. Die Leichtigkeit war weg, man wollte weiterziehen.

So ist die dritte Staffel zugleich auch die letzte. Sie setzt einige Zeit nach der zweiten Staffel ein. Damals hatte Spartacus nur wenige Sklaven um sich geschart, jetzt führt er eine Armee an, die aus mehreren Tausend Menschen besteht.

Der Anschluss an die zweite Staffel funktioniert dabei recht gut, man hat nicht das Gefühl etwas zu vermissen, weil man mit den neuen Folgen auch sofort auf neue Höhepunkte zusteuert. Immerhin ist der Ansatz der Serie jetzt viel größer, da hier auch große Schlachten geboten werden, die man einer Serie mit Fernsehbudget nicht zugetraut hat. Die digitale Produktion wird aber auch immer erschwinglicher und eröffnet Möglichkeiten, die es früher schlichtweg nicht gab.

Ein großartiger Abschluss für eine grandiose Serie. Ein echtes Action-Highlight im Fernsehen!Fazit lesen

Das große Sterben

Im Groben kennt jeder die Geschichte von Spartacus. Man weiß darum auch, wie diese Geschichte enden wird, ein paar Überraschungen gibt es aber auf dem Weg. Und längst nicht jeder muss sterben, aber von vielen muss man sich doch verabschieden. Die Finalepisode ist geradezu episch und emotional der ganz große Abräumer.

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Andy Whitfields Tod hat eine Lücke hinterlassen, die sein Nachfolger, trotz toller Leistungen, unmöglich ausfüllen kann.
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Das Interessante an dieser Staffel ist auch, dass es diesmal weniger Helden und Schurken gibt. Glaber war als widerlicher Antagonist gestaltet, Crassus ist hingegen ein Mann von Ehre.

Und selbst Caesar hat positive Charaktereigenschaften, auch wenn gerade in den USA viele Fans ihn richtig verabscheuten. Wohl auch deswegen sind die Pläne, mit dem charismatischen Darsteller Todd Lasance eine eigene Caesar-Serie zu machen, auf Eis gelegt worden. Das ist höchst schade, denn der Schauspieler ist in der Rolle großartig.

Er, aber auch Simon Merrells als Crassus sind keine Vorzeigeschurken, sondern sehen sich selbst als die Helden dieser Geschichte. Immerhin ziehen sie gegen Rebellen und Aufrührer ins Feld. Der Freiheitskämpfer des einen ist der Terrorist des anderen, das war vor 2.000 Jahren nicht anders als heute.

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300 in Serienform.
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Die dritte Staffel ist noch mal ein Stück weit brutaler als die vorherigen. Das ist kaum zu glauben, äußert sich hier aber in ein paar ganz harten Sequenzen. Als die Sklaven die Stadt Sinessa einnehmen, wird man Zeuge eines unglaublichen Massakers. Der Einfall in die Stadt und das nachfolgende Massaker zeigt sehr gut, dass im Krieg niemand ein Held ist.

Hier werden Frauen und Kinder abgeschlachtet. Ohne Gnade, weil sie Römer sind. Dennoch schafft es die Serie, die Sklaven nicht unsympathisch erscheinen zu lassen. Man kann nachfühlen, dass nach einem Leben der Sklaverei Rachegefühle vorherrschend sind. Die Römer sind da aber auch nicht besser, in einer anderen Folge wird gezeigt, wie sie feiern, was mit nur schwer ertragbaren Folterszenen an Sklaven einhergeht.