"Eine durchgehende Handlung: Es ist eine kühne Entscheidung, South Park in dieser Form zu erzählen." - Peter Osteried

Man kann darüber streiten, ob „South Park“ in den letzten Jahren an Biss verloren hat, mit dieser Staffel kehrt man auf jeden Fall zu alter Größe zurück. Die Entscheidung, auf eine durchgehende Handlung zu setzen, ist mutig und erlaubt eine ganz andere Form von Erzählung, auch wenn die Geschichte mitunter mäandert.

Dennoch nutzt Trey Parker, der alle Folgen geschrieben und inszeniert hat, die Möglichkeit dieser Staffel, um auf seine gewohnt bitterböse Art und Weise einen Kommentar auf die Ungleichbehandlung in den USA und die Desillusionierung der Einwohner zu geben. Das sind die Momente, in denen „South Park“ eben mehr als nur Fäkalhumor ist. Da erweist sich die Show als bissige und wütende Satire, die den liberalen Geist ihrer Macher atmet.

Man mag es vielleicht nicht glauben, aber „South Park“ ist eine wichtige Serie, der ein weit größeres Publikum zu wünschen wäre, aber auch wenn es um ein Nischenprogramm geht, ist doch unabdingbar, dass hier mit den Mitteln des Humors ernsthafte Themen angesprochen werden.

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