An den Eventprogrammierungen hat RTL 2 mittlerweile einen Narren gefressen. In „normaler“ Form, also Woche für Woche, wird ja kaum noch eine Serie ausgestrahlt. Gleich zum Anfang des Jahres 2013 gibt es wieder volle Seriendröhnung. Vom 3. bis zum 6. Januar, also Donnerstag bis Sonntag, zeigt der Sender alle 15 Folgen der ersten Staffel von „Smash“ jeweils ab 20.15 Uhr.

„Smash“ ist die erste Serie nach dem „Glee“-Erfolg, die als Musical daherkommt, allerdings in eine gänzlich andere, sehr viel erwachsenere Richtung geht. Denn hier geht es darum, wie eine Broadway-Show auf die Bühne gebracht wird – von der ersten Idee, der Besetzung, den Proben bis zur Premiere.

Anders als bei Bühnen-Musicals wird hier nicht die Handlung durch Gesang vorangetrieben. Vielmehr sind die Songs Elemente der Geschichte und werden anlässlich der Proben, später auch der Aufführung und anderer passender Gelegenheiten, zum Besten gegeben.

Dabei handelt es sich nicht nur um richtige Musical-Songs, auch Pop-Songs werden von Hauptdarstellerin Katherine McPhee interpretiert. Einmal gibt es sogar eine Verbeugung vor Hollywood. In einer Traumsequenz gibt es eine Tanz- und Gesangseinlage, die sich in jedem indischen Film hervorragend machen würde.

Smash - "Ich werde nie von Hunden gebissen - nur von Menschen." (Marilyn Monroe)

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Boo Boo Bi Duu: Das Leben von Marilyn Monroe als Musical.
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Das Leben von Marilyn Monroe

Julia Houston (Debra Messing) und Tom Levitt (Christian Borle) haben schon mehrere Musicals geschrieben und komponiert. Sie suchen nun nach einer neuen Idee und kommen schließlich darauf, ein Musical über das Leben von Marilyn Monroe zu machen.

Damit stoßen sie bei der Produzentin Eileen Rand (Anjelica Huston), die sich von ihrem Mann, einem erfolgreichem Musical-Produzenten, getrennt hat und sich nun beweisen muss, auf Interesse. Sie stellt das Geld bereit, um mit der Vorproduktion beginnen zu können. Julia und Tom schreiben die Songs, während der eigenwillige Regisseur Derek Mills (Jack Davenport) einen Workshop aufzieht.

Smash - "Ich werde nie von Hunden gebissen - nur von Menschen." (Marilyn Monroe)

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Hollywoods Grande Dame Anjelica Huston verleiht der Serie Gravitas.
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Für die Rolle der Marilyn stehen zwei Kandidatinnen parat: Die aus dem Mittelwesten stammende, noch unerfahrene Karen Cartwright (Katherine McPhee) und die moderat erfolgreiche Ivy Lynn (Megan Hilty), die schon in einem anderen Houston-Levitt-Stück Ensemblemitglied ist.

Während die Produktion auf die Beine gestellt und die Finanzierung gesichert werden soll, kommt es immer wieder zu Intrigen, Streitigkeiten und persönlichen Dramen, die nicht nur die beiden Hauptdarstellerinnen-in-spe, sondern alle an der Produktion Beteiligten betreffen.

Gutes Ensemble

Die von Theresa Rebeck entwickelte Serie verfügt über ein gutes Ensemble namhafter Schauspieler und fähiger Newcomer. Debra Messing war acht Jahre lang die Hauptdarstellerin in „Will & Grace“, während Anjelica Huston („Hexen hexen“) mit zahlreichen Filmen bekannt wurde und als Grand Dame des Charakterkinos der Serie deutlich Gravitas verleiht. Großartig ist Jack Davenport, der als Commodore Norrington in den „Pirates of the Carribean“-Filmen dabei war und zuletzt einer der Hauptdarsteller von „FlashForward“ war.

Einige Darsteller kommen tatsächlich vom Broadway. Megan Hilty war Glinda in „Wicked“, Christian Borle wirkte in „Spamalot” mit, Brian d’Arcy James spielte „Shrek” in der Broadway-Version des Films, Will Chase war in „Rent” und „The Full Monty” dabei und Wesley Taylor agierte in „Women on the Verge of a Nervous Breakdown”.

Was etwas langsam beginnt, mausert sich schnell zu einer attraktiven Serie, die nicht nur für Musical-Fans gedacht ist.Fazit lesen

Die Hauptdarstellerin Katherine McPhee war eine erfolglose Schauspielerin, bevor sie 2006 bei „American Idol“, der US-Version von „Deutschland sucht den Superstar“, teilnahm und zweite wurde. Im Kino konnte man sie in „Shark Night 3D“ sehen.

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Ähnlich wie A Chorus Line. Oder Deutschland sucht den Superstar Backstage.
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Bekannte Gaststars sind ebenfalls mit dabei. Broadway-Star Bernadette Peters spielt Ivys Mutter und Uma Thurman ist eine Schauspielerin, die erstmals in einem Musical mitwirken will. Beide sind in mehreren Episoden zu sehen.

Es geht weiter!

„Smash“ startete in den USA Anfang 2012 als Midseason Replacement, also eine Show, die eine andere erfolglose und eingestellte Serie ablöst. Die Quoten waren anfangs recht beachtlich, bröckelten im Verlauf der 15 Episoden jedoch. Sie hielten sich aber auf einem Niveau, das dem Sender vielversprechend genug erschien, um auch eine zweite Staffel zu bewilligen.

Diese läuft in den USA kurz nachdem die erste Staffel auf RTL ausgestrahlt worden ist. Anfang Februar geht es dann in den USA weiter. Wie es in Deutschland aussieht, hängt dann wohl auch davon ab, ob „Smash“ sich in der Eventprogrammierung bewähren kann.