Verfilmungen der Abenteuer von Sindbad gab es schon viele, nun steht mal wieder eine Fernsehserie an. Eine ziemlich gute, wie man sogleich anmerken muss. Die britische Produktion besteht aus zwölf Episoden, wurde aufwendig in Malta gedreht, und wird ab dem 17. Oktober immer mittwochs um 21.15 auf Super RTL ausgestrahlt.

Der Sender ist damit erstaunlich schnell, denn in Großbritannien wurde die Show von Anfang Juli bis Ende September 2012 gezeigt. So schnell darf die Lokalisierung neuer Serien gerne öfter vonstattengehen.

Sindbad (Elliot Knight) tötet versehentlich den Sohn des mächtigen Lords Akbari (Naveen Andrews) in einem Faustkampf. Wenig später werden Sindbad und sein Bruder festgenommen. Akbari verkündet, dass er eine Strafe aussprechen wird, die dem Verbrechen angemessen ist. Sindbad ist bereit, jede Strafe zu akzeptieren, bittet jedoch darum, dass sein Bruder, der mit alldem nichts zu tun hat, freigelassen wird.

Stattdessen lässt Akbari Sindbads Bruder töten, frei nach dem Motto „Auge um Auge, Zahn um Zahn“. So wie Sindbad ihm einen Menschen nahm, der ihm lieb und teuer war, macht es nun Akbari.

Fantasy-Abenteuer-Serie aus Großbritannien, die die Abenteuer von Seefahrer Sindbad für ein modernes Publikum neu aufbereitet.Fazit lesen

Danach wird Sindbad entlassen und von seiner eigenen Mutter verflucht. Sie verdammt ihn dazu, ein Jahr über die Meere zu segeln, niemals in der Lage, länger an Land zu gehen. Frieden soll er nicht mehr kennen.

Da Akbaris Wachen hinter ihm her sind – die Rachsucht des Lords ist noch nicht gestillt –, flieht er auf ein Schiff und sticht in See.

Sindbad - TV-Geheimtipp: Aufwendiges Fantasy-Abenteuer mit rasanter Action

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Newcomer Elliot Knight als Sindbad.
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Monster auf See

Von jeher ist „Sindbad“ ein Fantasy-Stoff, der über phantastische Monster und Kreaturen verfügt. Die fehlen auch hier nicht, denn die Multi-Millionen-Pfund-Produktion kann es sich leisten, aufwendige Effekte zu gestalten. Produziert wird „Sindbad“ von der Firma Impossible Pictures, die auch schon „Primeval“ verantwortet hat. Dementsprechend darf man angesichts der CGI-Effekte durchaus Schönes erwarten.

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Schon in der Pilotfolge gibt es Wasserdämonen zu sehen, die ansprechen getrickst sind und sich auf die Seefahrer stürzen. Das ist interessant gemacht, da man unter der Wassergestalt eine Monsterform erkennen kann, die immer transparent bleibt und die Phantasie anregt.

Sayid ist böse

Die Besetzung der Serie ist weitestgehend unbekannt. Sindbad wird von einem absoluten Newcomer gespielt, der hier in seiner ersten Fernseh-Produktion agiert. Elliot Knight macht jedoch eine gute Figur als junger Abenteurer mit schlechtem Gewissen.

Elliott Cowan spielt Gunnar, den Nordmann an Bord der Providence (ja, ein ungewöhnlicher Name für ein arabisches Schiff…). Ihn kennt man zumindest aus „Alexander“, wo er Ptolemaeus darstellte. Dimitri Leonidas ist Sindbads Freund Anwar; ihn hat man als Leonidas in „Centurion“ gesehen. Das einzig wirklich bekannte Gesicht ist das von Naveen Andrews.

Er wurde als Sayid in der Serie „Lost“ bekannt. War er dort schon eine ambivalente Figur, so ist er hier nun der unangefochtene Schurke, der in sechs Episoden mit dabei ist und in seiner Rachsucht niemals ruht. Die Blutschuld, die Sindbad auf sich genommen hat, wird in Akbaris Augen niemals ausgeglichen sein.

Noch mehr?

Da man mit der deutschen Ausstrahlung so nahe an der britischen Erstausstrahlung ist, ist noch unklar, ob es eine zweite Staffel geben wird. Sie lief in ihrer Heimat auf dem Bezahlsender Sky 1 und entwickelte sich dort zu einem Hit. Insofern sollte es nicht überraschen, wenn es irgendwann weitergeht.

Sindbad - TV-Geheimtipp: Aufwendiges Fantasy-Abenteuer mit rasanter Action

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"Sayid" Naveen Andrews spielt wieder einen zwielichtigen Gesellen.
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Für Sky ist es natürlich ein hohes Investment, steckte man in die erste Staffel doch umgerechnet 17 Millionen Euro. Gelohnt hat es insofern, da das eigene Profil gestärkt wurde, ist man doch nicht mehr nur Abspielstation eingekaufter US-Ware.

In Deutschland hat „Sindbad“ auch ein gutes Heim gefunden und löst die britische Serie „Robin Hood“ auf dem Sendeplatz ab. Mit seiner rasanten Fantasy-Mixtur dürfte er ein ähnliches Publikum finden, zumal „Once Upon a Time“ als Lead-In sehr stark ist.