Constantin hatte ursprünglich gehofft, mit der Verfilmung von Cassandra Clares Romanen einen Hit vom Schlag eines „Twilight“ oder „Die Tribute von Panem“ an der Hand zu haben, aber die Wahrheit war, dass „Chroniken der Unterwelt – City of Bones“ nur ein sehr überschaubar großes Publikum angezogen hat.

Trotzig kündete man dennoch an, dass ein Sequel produziert werden sollte. Drehtermine wurden genannt, Zweckoptimismus brandete auf, aber letzten Endes kam das Sequel nicht. Weil es sich wirtschaftlich nicht rechtfertigte. Aber den Stoff gänzlich aufgeben, wollte man auch nicht. Die Lösung dieses Problems: Was im Kino nicht funktioniert, mag als kostengünstige Fernsehserie funktionieren.

„Shadowhunters: The Mortal Instruments“ ist in den USA bei ABC Family gestartet, im Rest der Welt wertet Netflix den Stoff aus. So kann man über den Streaming-Dienst die Serie in Deutschland im Wochentakt sehen. An den Start ging man nur einen Tag nach der US-Ausstrahlung.

Engel und Dämonen

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die 18-jährige Clary Fray, die an ihrem Geburtstag erkennt, dass sie mehr als nur ein normaler Mensch ist. Sie entstammt einem uralten Clan von Schattenjägern – Engeln, die Dämonen jagen. Zu diesen gehörte auch Clarys Mutter, die verschwindet, während Clary ihrem Schicksal folgen muss.

Shadowhunters - Was, wenn der Film besser ist als die Fernsehserie?

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Jede Woche eine neue Folge auf Netflix.
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Sie wird in die mysteriöse Welt der Schattenjäger hineingezogen und lernt Jace kennen, der zusammen mit seinen Freunden in dieser Schattenwelt allen Gefahren trotzen muss.

Neuanfang

Den Film muss man nicht gesehen haben, um bei „Shadowhunters: The Mortal Instruments“ einsteigen zu können. Die Serie verzichtet auf den Film, sondern fängt von vorne an, um so auch Neueinsteigern einen sauberen Start ermöglichen zu können.

Tatsächlich ist es von Vorteil, den Film nicht gesehen zu haben, denn der war einigermaßen teuer, was bedeutete, dass die Ausstattung, vor allem aber auch die Effekte auf hohem Niveau waren. Genau das kann man der Serie nun wirklich nicht unterstellen. Man merkt der in Kanada produzierten Show schon an, dass hier kein allzu großes Budget vorhanden war. Das zeigt sich nicht nur an der recht unspektakulären Besetzung, sondern vor allem auch an den sehr enttäuschenden Effekten.

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Die Serie zum Film zum Buch.
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Die computergenerierten Bilder sind alles andere als state of the art. Tatsächlich hat man eher das Gefühl, eine Serie zu sehen, die in den 1990er Jahren produziert worden ist. Die Effekte, aber auch die sehr altmodische Inszenierung sorgen für diesen Eindruck.

Darüber hinaus wagt die Serie nichts. Sie bleibt immer im gemütlichen Fahrwasser moderner Teenie-Stoffe, die á la „Twilight“ übernatürliche Elemente mit einer kitschigen Herz-Schmerz-Geschichte vermengen.

Vom Film zum Fernsehen

Ein Überbleibsel des Films ist Stephen R. Hart, der hier wie dort Bruder Jeremiah spielt. Obwohl der Film nicht so gut ankam, votierten Fans dafür, dass Robert Sheehan erneut als Simon zu sehen sein sollte. Man besetzte aber neu und holte Alberto Rosende.

Billige Serienversion einer schon als Film nicht besonders gelungenen Jugendbuch-Adaption.Fazit lesen

Mit dabei sind außerdem Katherine McNamara („Maze Runner – Die Auserwählten in der Brandwüste“), Harry Shum Jr. (“Glee”), Dominic Sherwood (“Vampire Academy”), Emeraude Toubia und Matthew Daddario.

Immerhin ist der Vorteil bei derart unbekannten Darstellern, dass man sie in ihren Rollen noch entdecken kann. Das muss kein Nachteil sein, wird hier aber auch nicht unbedingt zum Vorteil, da das schauspielerische Niveau allenfalls durchschnittlich ist. Sie alle funktionieren in ihren Rollen, mehr aber auch nicht.