Es hat ziemlich lange gedauert, bis die Sci-Fi-Serie „Sanctuary – Wächter der Kreaturen“ ihren Weg ins Free-TV gefunden hat. Tatsächlich musste wohl erst das Ende der Serie kommen, denn nach vier Staffeln wurde die Show in den USA eingestellt.

In Deutschland konnte man sie bereits im Pay-TV sehen und Koch Media hat alle vier Staffeln auch auf DVD veröffentlicht, im Free-TV glänzte die Show bisher jedoch durch Abwesenheit. Pro Sieben nimmt sie nun ab dem 23. November ins Programm – wenn auch etwas stiefmütterlich.

Denn „Sanctuary“ läuft jeden Freitag ab etwa 0 Uhr mit zwei bis drei Folgen. Allzu große Hoffnungen auf ansprechende Quoten macht man sich offensichtlich nicht, sonst würde man die Serie wohl nicht um diese Uhrzeit verstecken. Tatsächlich hätte man wohl sogar mehr Zuschauer angesprochen, wenn man die SF-Show im Nachmittagsprogramm untergebracht hätte.

Dr. Helen Magnus ist eine so brillante wie geheimnisvolle Wissenschaftlerin, die sich mit den Kreaturen der Nacht beschäftigt. In ihrem Unterschlupf - genannt „Sanctuary“ - hat sie ein Team versammelt, das seltsame und furchteinflößende Ungeheuer untersucht, die mit den Menschen auf der Erde leben. Konfrontiert mit ihren düstersten Ängsten und ihren schlimmsten Albträumen versucht das Sanctuary-Team, die Welt vor den Monstern und die Monster vor der Welt zu schützen.

Sanctuary – Wächter der Kreaturen - Durch das Stargate ins Reich der Kreaturen

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Frauen mit dicken Knarren - trotzdem bringt Pro7 die Serie erst um Mitternacht.
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Bescheidene Anfänge

Ihr Leben begann die Serie 2007 als eine für das Internet entwickelte Reihe mit acht Webisodes. Erfunden wurde die Serie von „Stargate SG-1“-Autor Damian Kindler, der Amanda Tapping als Darstellerin und Produzentin gewann. Mit kleinem Budget produziert, entwickelte sich die Internetserie zum Erfolg und weckte so das Interesse des Syfy Channels, der 2008 eine aus 13 Folgen bestehende erste Staffel produzierte. Auf dem Sender schlug sich die Serie ganz gut, sodass flugs auch eine zweite Staffel bewilligt worden ist.

Die ersten beiden Staffeln umfassen jeweils 13 Episoden, die dritte Season 20 Folgen und die vierte musste dann wieder mit 13 Episoden auskommen. Ob Pro Sieben im Anschluss an die erste Staffel auch gleich die weiteren zeigt, ist noch unklar.

Günstige SF mit interessanter Mythologie

Die Serie wurde in Burnaby, British Columbia, produziert. Es gab keine Sets. Vielmehr arbeitete man vor einer Green-Screen, sodass die ganzen Sets später virtuell eingefügt werden mussten. Man filmte mit der Kamera Red One, mit der nicht auf echtem Film gedreht wird. Stattdessen nimmt die Kamera direkt auf einer Festplatte auf, wodurch das für die Effekte verantwortliche Team bei Anthem Visual Effects praktisch sofort nach Ende der täglichen Dreharbeiten mit der eigenen Arbeit beginnen konnte.

Die erste Season wurde von Publikum und Kritik wohl aufgenommen. Zwar muss man der Serie konstatieren, dass sie nicht Grenzen verlagert, wie das etwa bei „Battlestar Galactica“ der Fall gewesen ist, aber sie schafft es, spannende und phantasievolle Unterhaltung auf gutem Niveau zu bieten. Die der Serie eigene Mythologie ist reichhaltig genug, um auch über mehrere Staffeln hinweg gelungene SF-Fantasy-Kost zu liefern.

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In der ersten Staffel kostete die Produktion einer Folge umgerechnet etwa 1,3 Millionen Euro. Für ein SF-Projekt ein durchaus bescheidenes Budget. Darum wurde Amanda Tapping, die als ausführende Produzentin tätig war, nur als Schauspielerin bezahlt, da das hiermit eingesparte Geld direkt in die Produktion floss. Für die aus „Stargate SG-1“ bekannte Schauspielerin hießt es bei „Sanctuary – Wächter der Kreaturen“, kleinere Brötchen zu backen, dafür war sie aber auch die unumwundene Hauptfigur der Show.

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Hoffentlich geht das gut aus... Sanctuary ist eine Mischung aus Science-Fiction, Horror und Fantasy.
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Stargate-Veteranen

Amanda Tapping ist nicht die Einzige, die zuvor bei „Stargate“ dabei war. Eine Hauptrolle spielt auch Christopher Heyerdah, der zwar nur in einer Folge von „Stargate SG-1“ zu sehen war, aber in „Stargate: Atlantis“ den Wraith Todd darstellte. Auch hinter den Kulissen finden sich Veteranen der Erfolgsserie, etwa Martin Wood, Andy Mikita und Peter DeLuise, die hier wie dort als Regisseure tätig waren.

Wilde Mixtur aus SF-, Fantasy- und Horror-Elementen, die für spannende Unterhaltung sorgt. SF-Fans sollten einen Blick riskieren.Fazit lesen

Eine weitere Hauptrolle bedeckt Robin Dunne („Species III“), der schon in den Webisodes als Dr. Zimmerman mitwirkte. Diese acht Webisodes gibt es übrigens als Bonus der DVD-Box zur ersten Staffel.

Weiterführende Links

Gaststars mit wiederkehrenden Rollen kennt man aus einer Reihe unterschiedlicher Serien: Peter Wingfield und Jim Byrnes waren bei „Highlander“ dabei, Paul McGillion spielte eine Hauptrolle in „Stargate: Atlantis“, Callum Blue war Zod in „Smallville“, Kandyse McClure kennt man aus „Battlestar Galactica“ und Tom McBeath wirkte mehrmals in „Stargate SG-1“ mit – und das sind nur ein paar der bekannten Gesichter, die im Lauf der Jahre bei „Sanctuary“ auftauchen.