Wir leben in goldenen Fernsehzeiten. Immer mehr Sender produzieren immer mehr Programme, aus dieser Arithmetik ergibt sich, dass auch mehr Highlights zu finden sind. Kein Genre, das nicht bedacht wird, kein Interesse, das nicht gedeckt werden würde. Und das alles in einer Qualität, die früher nur dem Kino offenstand. Selbst intensive Horrorgeschichten sind heutzutage möglich. "Salem" ist so eine Serie. Früher hätte es das nur als Film gegeben, als Serie kann sie jedoch weit tiefer gehen.

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In Deutschland läuft die Serie erst im Pay-TV. Ab dem 19. November sind die 13 Folgen der ersten Staffel auf TNT Serie zu sehen.

Die Serie wurde von Brannon Braga und Adam Simon als erste originär für den Sender WGN America produzierte Serie entwickelt. Beide sind Kenner ihres Fachs. Braga war über Jahre hinweg mit verschiedenen "Star Trek"-Serien erfolgreich und verantwortete zuletzt „Terra Nova“, Simon ist seit mehr als 20 Jahren als Drehbuchautor tätig und hat verschiedene Horrorfilme geschrieben, darunter „Bones – Bis auf die Knochen“ und „Das Haus der Dämonen“.

Salem - Auf, auf zur Hexenjagd, es lohnt sich!

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In Salem werden keine Samdhandschuhe angezogen...
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Hexenprozesse

Die Serie spielt im Massachussetts des 17. Jahrhunderts. Mary ist eine junge, unverheiratete Frau, deren Liebhaber scheinbar im Krieg gefallen ist. Da sie schwanger ist, bleibt ihr keine Wahl, um den Puritanern zu entgehen, als ihre Seele dem Teufel zu verkaufen. Sie heiratet dann den reichen George Sibley und nutzt dessen Macht und Einfluss, um den Hexen in Salem zum Sieg zu verhelfen. Zugleich quält sie ihren Mann, weil er ihr einst alles genommen hat. Das will sie ihm nun heimzahlen.

Ihr entgegen steht aber Cotton Mather, der eine Hexenjagd initiiert. Aber auch das weiß Mary zu nutzen. Sie will die Hexenjagd nutzen, um die Puritaner aufeinander zu hetzen und sich selbst zerfleischen zu lassen.

Das Leben in Salem

Schon 2012 hatte WGN America die Serie unter dem Titel „Malice“ angekündigt. Man war von dem Projekt derart angetan, dass man gar nicht erst in die Pilotphase gehen und dann entscheiden wollte, ob man eine Serie folgen lässt, sondern direkt 13 Folgen orderte.

Salem - Auf, auf zur Hexenjagd, es lohnt sich!

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Die Serie läuft in den USA bereits seit April 2014.
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Als erstes wurde für die Serie die Britin Ashley Madekwe verpflichtet, die man aus „Revenge“ kennt. Sie spielt Tituba, die rechte Hand von Mary. Mary wiederum wird von Janet Montgomery („Human Target“) dargestellt.

Weitere Rollen gingen an Xander Berkeley („24“), Shane West („Nikita“), Seth Gabel („Fringe“) und Tamzin Merchant („Die Tudors“).

„Salem“ ist eine sehr reife und erwachsene Serie, der typische Kitsch, der bei einer CW-Produktion eher vorhanden wäre, fehlt hier. Um sich von normalen Network-Serien abzuheben, ist „Salem“ auch deutlich sexyer gestaltet, was angesichts des Themas nur konsequent ist.

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Auch das ist ein Zeichen dessen, was heutzutage in Serien abseits der großen Networks möglich ist. Man kann Sex natürlich als Selbstzweck nutzen, aber clever eingesetzt, erhöht er die Wirkung einer Geschichte noch immens. Und hier sind die entsprechenden Szenen smart eingesetzt.