Ronja Räubertochter - Infos

Originaltitel der Animeserie: „Sanzoku no Musume Ronja “.
Internationaler Titel: „Ronja the Robber's Daughter“.

Das Welterfolgskinderbuch von Astrid Lindgren scheint wie dafür geeignet für eine Anime-Adaption. So nahm sich Studio Ghibli, dass für seine Animationsfilme von Hayao Miyazaki bekannt ist, „Ronja Räubertochter“ im Januar 2014 an und setzt es als Serie um.

In Kooperation mit Polygon Pictures („Ghost in the Shell“) bringt der japanische Erfolgsregisseur die Adaption zwar nicht selbst auf die Fernsehbildschirme, dafür sein Sohn Gorô Miyazaki, der sich schon mit „Die Chroniken von Erdsee“ (Nominierung bei den Japan Academy Awards 2007 als „Bester Animationsfilm“) und seinem aktuellen Werk „Der Mohnblumenberg“ (Tokyo Anime Award 2012 als „Animation des Jahres“ und als „Bester einheimischer Film“ ausgezeichnet) einen Namen machen konnte. Der japanische Serienstart ist am 31. August 2014 beim Sender NHK.

Ronja, Tochter von Räuberhauptmann Mattis, wächst auf der Mattisburg im Mattiswald auf, zusammen mit einer Räuberbände. Deren größte Rivalen sind die Borkaräuber unter Räuberhauptmann Borka. Diese haben sich in einem Teil der Mattisburg verschanzt, der seit dem Tag von Ronjas Geburt durch einen Blitzeinschlag vom Rest der Burg getrennt ist – die Borkafeste.

Sehr zum Ärger beider Räuberoberhäupter freunden sich Ronja und Borkas Sohn Birk miteinander an. Schnell werden die beiden beste Freunde und helfen sich gegenseitig in brenzligen Situationen. Doch als Birk von Mattis gefangen genommen wird, eskaliert die Situation, da sich Ronja freiwillig in die Hände von Borka begibt. Doch die beiden haben auch noch ganz andere Probleme mit ihren Vätern, denn sie wollen überhaupt keine Räuber werden. Dabei sollen sie doch in Fußstapfen ihrer Väter treten.

Nach „Pipi Langstrumpf“ ist „Ronja Räubertochter“ (1981) das bekannteste Kinderbuch der schwedischen Autorin Astrid Lindgren. Für Studio Ghibli ist es die ersten Fernsehproduktion. Das dieses sich dem Stoff der Kindergeschichte annimmt, ist kein Wunder, da Miyazaki und Co. Die Beziehung zwischen Eltern und Kind schon vorher wiederholt aufgriff. So auch zuletzt in „Ponyo – Das große Abenteuer am Meer“. Westliche Kinderbücher als Vorlage zu benutzen ist ebenso kein neues Konzept für das japanische Studio. Diana Wynne Jones Jugendroman diente als Basis für „Das Wandelnde Schloss“ und Gorô Miyazakis eigener erster Film „Die Chroniken von Erdsee“ basieren auf der „Earthsea“-Saga von Ursula K. Le Guin.

Ronja Räubertochter - Japanischer Trailer