Seit dem Ende von „Buffy – Im Bann der Dämonen“ hat Sarah Michelle Gellar keine Serienhauptrolle mehr wahrgenommen. 2011 kehrte sie dann mit „Ringer“ auf den kleinen Bildschirm zurück. Ab dem 29. November wird die Serie auf Sixx ausgestrahlt. Jeden Donnerstag um 21 Uhr ist es soweit. Die Pilotfolge kann man schon am 22. November vorab auf sixx.de ansehen.

In „Ringer“ spielt Gellar eine Doppelrolle. Sie ist sowohl Bridget Kelly als auch Siobhan Martin. Beide sind Zwillingsschwestern, die früher beste Freundinnen waren, doch vor ein paar Jahren entzweiten sie sich. Siobhan kann Bridget nicht vergeben, was sie getan hat.

Bridget, die einen Mord beobachtet hat und gegen einen gefährlichen Gangster aussagen soll, macht sich aus dem Staub und fährt zu Siobhan. Sie hofft, dass ihr ihre Schwester endlich vergibt. Anfangs scheint es auch, dass sich diese Hoffnung bewahrheitet.

Siobhan fährt mit Bridget mit einem Boot aufs Meer hinaus. Bridget wird ohnmächtig. Als sie wieder erwacht, ist Siobhan verschwunden. Bridget glaubt, dass ihre Schwester Selbstmord begangen hat. Für sie ist das die große Chance, ihrem eigenen Leben zu entrinnen. Sie nimmt die Identität von Siobhan an.

Ohne es zu merken, verliebt sie sich selbst in Siobhans Ehemann Andrew, der erstaunt feststellt, dass auch seine Gefühle für seine Frau erneut entfacht werden, nachdem die Ehe zuvor kurz vor dem Ende stand. Auch mit ihrer Stieftochter Juliet kann die neue Siobhan viel besser umgehen. Bridget eröffnet sich die Chance auf ein echtes Leben. Doch dann muss sie feststellen, dass jemand Siobhan nach dem Leben trachtet.

Ringer - "Buffy" ist zurück - und das gleich doppelt

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Buffy ist zurück: Sarah Michelle Gellar in einer Doppelrolle als Bridget und Siobhan.
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Eine Staffel

Die schlechte Nachricht gleich vornweg: „Ringer“ wurde nach nur einer Staffel eingestellt. Die Einschaltquoten der ersten Folgen waren in den USA noch in Ordnung, wenn auch nicht überragend, von Woche zu Woche ließ das Publikumsinteresse jedoch nach. Damit konnten die Serienschöpfer Eric C. Charmelo und Nicole Snyder auch gleich ihre Pläne begraben. Denn das Duo hatte einen Storybogen ersonnen, der drei Staffeln abdecken sollte.

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Darum ließ man sich am Ende der letzten Folge auch eine Türe offen, falls eine Fortsetzung doch noch verwirklicht werden sollte. Da den beiden Produzenten aber auch klar war, dass es diese vielleicht nie geben wird, fanden sie ein Finale, das die offenen Handlungsstränge der Serie zu Ende führt. Nur eines konnten sie nicht bieten: Dass Bridget und Siobhan sich noch einmal treffen. Denn das wäre natürlich ein Höhepunkt der nächsten Staffel gewesen.

Dennoch: In der jetzt vorliegenden Form kann man „Ringer“ als eine Miniserie ansehen und wird nicht mit einem offenen Ende zurückgelassen, das den Unterhaltungswert deutlich mindern würde.

Prime-Time-Soap

„Ringer“ folgt dem Muster eines Thrillers, mehr aber noch der Tradition der Prime-Time-Soaps der 80er Jahre. Hier gibt es Intrigen, Überraschungen, Verrat, Mord und vieles mehr, so dass nie Langeweile aufkommt.

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Was es hingegen nicht gibt, ist ein ordentliches Maß an Logik. Die opfert man gerne, wenn man sich dramatischen Nutzen davon verspricht. So kann es schon mal vorkommen, dass eine Person in einer Folge einen Bauchschuss kassiert, aber in der nächsten Folge schon wieder so putzmunter ist, dass selbst ein Superheld wie Wolverine mit Selbstheilungsfaktor neidisch werden könnte.

Mitunter ist die Show technisch nicht ganz auf der Höhe. Das fällt vor allem in der Pilotfolge auf, als Gellar im Doppelpack im Boot ist. Die Rückprojektion ist hier so dermaßen schlecht, dass man sich in einem Film der 50er Jahre wähnt. Es mag sein, dass das ein gewollter Effekt ist, aber irritierend ist es allemal. Immerhin gibt es solche Aussetzer in den späteren Folgen aber nicht mehr.

Gellar und Co.

Neben Gellar gibt es in „Ringer“ noch ein paar andere bekannte Gesichter. Ihr Ehemann Andrew wird von Ioan Gruffudd gespielt, der als „Hornblower“ bekannt wurde und später Mister Fantastic in den „Fantastic Four“-Filmen darstellte. Als FBI-Agent, der nach Bridget sucht, agiert Nestor Carbonell, der in „Lost“ als unsterblicher Richard Albert noch auf Seiten der Schurken stand.

Ringer - "Buffy" ist zurück - und das gleich doppelt

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"Ringer" hat Facetten eines Thrillers, aber auch von Seifenopern der 80er.
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In einer wiederkehrenden Rolle als Siobhans beste Freundin ist die Britin Tara Summers zu sehen, deren bislang größter Erfolg der Part der Anwältin Katie Lloyd in „Boston Legal“ ist. Ebenfalls wiederkehrend ist Jason Dohring zu sehen, der seit seiner Hauptrolle in „Veronica Mars“ kaum noch aufgefallen ist.

Er spielt den Lehrer von Andrews Tochter Juliet. Die wird wiederum von Newcomerin Zoey Deutch, der Tochter von Lea Thompson und Howard Deutch, dargestellt. Zu guter Letzt sei noch Jaime Murray erwähnt, die Andrews Kollegin ist und Serienfans aus „Dexter“ und „Spartacus: Gods of the Arena“ bekannt ist.