Auf eine Fortführung der britischen Serie „Primeval – Rückkehr der Urzeitmonster“ wartet man wohl vergeblich. Nach der vierten Staffel (die vom Produzenten in zwei Teile zerhackt und als vierte und fünfte Season geführt wird) gab es keine Bestrebungen mehr, die teure Show fortzuführen. Allerdings begann man bereits 2009 mit der Idee eines Spin-offs zu spielen, der in Kanada produziert werden sollte. Es dauerte noch drei Jahre, bis die erste Folge gedreht wurde.

„Primeval: New World“ ist eine kanadisch-britische Ko-Produktion, die im selben Universum wie „Primeval“ spielt. Die Überschneidungen sind aber nur minimaler Natur und hauptsächlich dadurch gegeben, dass Andrew Lee Potts als Connor Temple in der ersten und letzten Folge der Serie auftaucht.

Pro Sieben hat „Primeval: New World“ nun ins Programm genommen, wenn auch auf einem sehr unpopulärem Sendeplatz. Ab dem 5. April strahlt man dort jeden Freitag gegen 22.45 Uhr gleich drei Folgen der Serie aus. Bei insgesamt nur 13 produzierten Episoden ist darum auch schnell wieder Schluss.

Primeval: New World - Die Rückkehr der Dinosaurier … schon wieder

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Lasziver Blick und Lederklamotten - das kann doch nur gut werden, oder? Leider nicht..
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Zuletzt lief „Primeval“ mit der vierten Staffel schwächer, als das Pro Sieben erwartet hätte. Von der neuen Serie verspricht man sich offensichtlich auch nicht viel, entwickelt sich der Freitag-Sendeplatz doch zum Science-Fiction-Friedhof. Nach „Falling Skies“ und „Fringe“ beerdigt man nun auch „Primeval: New World“ dort.

Ein neues Team

Die Serie spielt in Vancouver, wo der Softwareerfinder Evan Cross mit einem kleinen, handverlesenen Team nach Anomalien sucht, seit er auf sie aufmerksam geworden ist. Er erschafft die Special Projects Group, die sich fortan nicht nur der Erforschung der Anomalien, sondern auch der Eingrenzung der Gefahr durch die durch sie hindurchkommenden Tiere verschrieben hat.

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Das gesamte Team auf einen Blick.
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Das Team besteht aus Dylan Weir, einer Expertin für Raubtiere, dem Waffenexperten Mac Rendell, der Technikerin Toby Nance, der als CFO von Cross Photonics tätigen Angelika Finch und dem Royal Canadian Air Force-Offizier Ken Leeds, der die Regierungseinrichtung Project Magnet leitet, aber praktisch alleine in dieser Abteilung ist.

Einfacher gestrickt

Die Entwicklung der Show übernahm das Ehepaar Judith und Garfield Reeves-Stevens, das im Fernsehbereich durch Arbeiten für „Star Trek: Enterprise“ und „Die verlorene Welt“ halbwegs bekannt ist. Ein Problem ihrer Arbeiten ist aber häufig, dass sie erstaunlich altbacken wirken. Das muss man nun auch „Primeval: New World“ attestieren, denn die Show erinnert im Grunde an 60er-Jahre-Science-Fiction á la „Time Tunnel“. Die Eleganz, die der britischen Serie inne ist, vermisst man beim kanadischen Ableger etwas.

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"Welche war noch mal die Dino-App?"
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Auffällig ist auch, dass die Figuren nur bedingt interessant sind. Einige der durchweg unbekannten Schauspieler bleiben recht farblos, auch wenn sich das im Verlauf der ersten Staffel ein wenig relativiert.

Kanadischer Spin-off der britischen Serie, der etwas arg dahinplätschert und nie mehr als Durchschnittskost ist.Fazit lesen

Besuch aus England

Um es den alten Fans etwas leichter zu machen, hat man Andrew Lee Potts als Connor Temple in der ersten Folge eingesetzt. Er ist aber im Endeffekt verschwendet. Seine einzige große Szene ist ein Gespräch mit Evan Cross, in dem er ihn vor den Gefahren warnt. Sehr wirkungsvoll ist dieser Moment jedoch nicht. Es wäre vermutlich besser gewesen, den Briten ganz und gar in die Serie einzubinden. Einerseits, um den Übergang von einer Show zur anderen zu erleichtern, andererseits, weil seine Figur in jeder Inkarnation der Serie – und die britische durchlief ja auch mehrere Transformationen – eine wichtige Rolle spielte.

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Seht ihr die vielschichtigen Emotionen in ihrem Gesichtsausdruck? Wir auch nicht.
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Man ignoriert Connor dann jedoch bis zum Staffelfinale, das dann auch gleich das Ende der Serie darstellt. Die Macher wussten das bei der Produktion noch nicht, das Aus für die Serie wurde erst im Februar vom kanadischen Sender bekanntgegeben, da man mit der Quotenentwicklung der Serie einfach nicht zufrieden war.

Das Kapitel „Primeval“ ist damit – vorerst – beendet. In England gibt es keine Bestrebungen für eine weitere Staffel der Hauptserie, aber immerhin sind die Hollywood-Pläne, den Stoff als Film neu aufzuziehen, noch nicht vom Tisch. Schade nur, dass das dann sicherlich ein Reboot und keine Fortsetzung wird, so dass die eigentliche „Primeval“-Serie wirklich beendet ist.