In den USA läuft „Pretty Little Liars“ schon seit dem Jahr 2010, in diesem Herbst startet dort die fünfte Staffel. In Deutschland war die Serie bislang auf dem Pay-TV-Sender Glitz zu sehen und ist auf DVD erschienen, ihre Free-TV-Premiere feiert die Show nun am 7. Mai im Programm von Super RTL.

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Da ist sie auch ganz gut aufgehoben, wendet sich „Pretty Little Liars“ als Adaption einer sehr umfangreichen Romanreihe für jugendliche Leser doch auch in erster Linie an ein junges Publikum – auch wenn einige der Hauptdarsteller angesichts ihrer Rollen schon steinalt sind.

Pretty Little Liars - Desperate Housewives mit Teenies

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"Pretty Little Liars" lief ursprüngich auf dem pinken Sender "glitz".
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Alison, Spencer, Emily, Hanna und Aria sind beste Freundinnen, doch dann verschwindet Alison spurlos. Das treibt auch einen Keil zwischen die Freundinnen. Ihre Wege trennen sich. Erst ein Jahr später ist alles anders, als Aria wieder nach Rosewood zurückkehrt. Sie trifft ihre alten Freundinnen wieder, verbunden sind sie aber vor allem deswegen, weil sie alle Nachrichten von einer mysteriösen Person namens 'A' erhalten.

Könnte es sich dabei wirklich um Alison handeln? Immerhin scheint 'A' all die Geheimnisse der vier Freundinnen zu kennen. Aber dann wird Alisons Leiche gefunden, was die Frage aufwirft: wer hat sie ermordet? Und wenn Alison tot ist, wer verbirgt sich dann hinter dem Buchstaben 'A'?

Für das Fernsehen entwickelt, als Roman verwirklicht

Das Konzept von „Pretty Little Liars“ wurde als Fernsehserie entwickelt, konnte aber nicht an den Mann gebracht werden, weswegen Sara Shepard eine Romanreihe daraus machte, die es von 2006 bis 2014 auf insgesamt 16 Bücher und zwei Spin-off-Romane brachte. Da sich die Romane zu Erfolgen entwickelten, war das Fernsehen plötzlich doch an dem Stoff interessiert. Die Entwicklung begann 2009, im Jahr darauf debütierte die Serie dann – und das mit guten Kritiken und guten Quoten.

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Ab dem 7.Mai 2014 läuft die Serie auf Super RTL.
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Das Konzept eines „Desperate Housewives“ für und mit Teenies funktioniert, die Serie lebt vor allem von den Mysterien, die nicht nur mit Alisons Tod zu tun haben, sondern auch mit der mysteriösen Person A zu tun haben. Zugleich findet man durch Rückblicke auch mehr über Alison heraus, weswegen es nicht überrascht, dass sie jemand tot sehen wollte, ist das populäre Mädchen doch extrem manipulativ und grausam gewesen.

Teenie-Serie mit Herzschmerz und genrespezifischer Problematik, aber dank der Mysterien deutlich spannender als üblich.Fazit lesen

Mit der ersten Staffel werden die meisten dieser Fragen gar nicht geklärt. Das A-Mysterium hält noch lange vor und wird noch weiter aufgefächert. Das hat dann soapige Tendenzen, aber angesichts der Prämisse der Serie überrascht das natürlich nicht.

Alte Teenager

Dass zumeist Schauspieler von Anfang 20 für Teenagerrollen eingesetzt werden, ist normal und auch dem Umstand geschuldet, dass es arbeitstechnisch weit leichter umsetzbar ist, wenn man keine Kinder am Set hat. Die Hauptfiguren sind auch noch in einem überzeugenden Alter von Anfang bis Mitte 20, ein paar Schauspielerinnen sind aber erstaunlich alt – und sehen auch entsprechend aus. Ein gutes Beispiel hierfür ist Bianca Lawson, die schon Ende der 90er Jahre in „Buffy – Im Bann der Dämonen“ und „Dawson’s Creek“ einen Teenager gespielt hat.

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Produziert wird die Serie von Marlene King.
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Aber gut, darüber kann man hinwegsehen, weil „Pretty Little Liars“ mit seinem enormen Soap-Touch ohnehin weit jenseits jedweder Realität steht.

Herzschmerz und Problemthemen

Neben den Mysterien der Serie setzt „Pretty Little Liars“ vor allem auf Standards von Teenie-Serien. So gibt es allerhand Probleme, mit denen sich die Hauptfiguren auseinandersetzen müssen: Trennungen der Eltern, sich über die sexuelle Identität klar werden und sie auch ausleben, eine Beziehung zwischen einem Lehrer und einem Schüler, Drogenmissbrauch ... Das Übliche halt.

Das ist solide gemacht, aber nichts, was in irgendeiner Weise originell wäre. Interessanter ist letzen Endes der Ansatz der moralischen Ambivalenz, denn die Hauptfiguren lügen vom ersten Moment an, da wir sie treffen. Nach dem Verschwinden von Alison haben sie eine Geschichte parat und halten sich daran. Aber aus einer Lüge entspinnen sich weitere, so dass sich die Serie als Hauptthema damit befasst, dass ein Lügengespinst auch immer mit ernsten Konsequenzen einhergeht.