Mit dem gleichnamigen Film, in dem Jim Caviezel mit Wikingern gegen einen außerirdischen Beowulf kämpft, hat „Outlander“ nichts gemein. Vielmehr basiert die neue Serie auf den erfolgreichen Romanen von Diana Gabaldon, die 1991 den ersten publizierte und bis 2014 sieben weitere folgen ließ, ganz zu schweigen von ein paar Novellen und einer Spin-off-Reihe. Die neue Fernsehserie orientiert sich mit der ersten Staffel am ersten Roman, der in Deutschland den Titel „Feuer und Stein“ trägt.

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Die Serie startet am 6. Januar im Programm des Pay-TV-Senders Passion. Das ist ungemein früh, denn in den USA sind bislang auch nur die ersten acht Folgen der ersten Staffel gelaufen, die letzten acht Folgen werden bei Starz erst ab April gezeigt. Die Serie erwies sich für den Pay-TV-Sender aber vom Fleck weg als Erfolg, weswegen eine zweite Staffel, die sich dann des zweiten Buchs annimmt, auch schon bewilligt worden ist.

Outlander - Aus der Nachkriegszeit ins Schottland des 18. Jahrhunderts: ein Abenteuer von epischer Dimension

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Die Serie startet ab dem 06.01.2015 durch.
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Vom damals ins früher

Die Geschichte beginnt im Jahr 1945. Der Krieg ist seit wenigen Monaten vorbei. Die Krankenschwester Claire Beauchamp Randall hat dabei allerhand erlebt und ist nun endlich mit ihrem Mann Frank wieder vereint. In den letzten fünf Jahren haben sie sich nur zehn Tage gesehen, was es schwierig macht, aber die Liebe überwindet alles – oder fast alles. Denn ohne zu wissen, warum dies geschieht, verschlägt es Claire ins Schottland des Jahres 1743. Sie weiß nicht, wie sie dort hingekommen ist, und auch nicht, wie sie in ihre eigene Zeit zurückkehren soll.

So versucht sie, das Beste aus der Situation zu machen, verschweigt ihren Rettern aber, wer sie wirklich ist. Sie nutzt ihren Mädchennamen, da ein britischer Offizier der Dragoons ihrem Mann zum Verwechseln ähnlich sieht und offenbar ein Vorfahre ist. Er ist bei den freiheitskämpfenden Schotten aber alles andere als wohlgelitten.

Im Jahr 1945 sucht Frank derweil nach seiner verschwundenen Frau, findet aber nicht den Hauch einer Spur.

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Claire Randall (Caitriona Balfe) ist verloren in der Zeit.
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Kino-Flair

Ronald D. Moore hat die Show für das Fernsehen entwickelt. Diana Gabaldon fungiert als Beraterin, mischt sich aber nicht wirklich ein. Die Übertragung von einem Medium zum anderen ist eine filigrane Angelegenheit, hat hier aber den Vorteil, dass gleich 16 Folgen für einen Roman zur Verfügung stehen. Der Anfang ist dabei etwas ruhiger und nimmt sich Zeit, Claire im Jahr 1945 zu zeigen. Dabei werden auch Ereignisse gezeigt, die so nicht in den Büchern sind oder die eine Kompilation von Ideen der Bücher darstellen.

Eine superbe Roman-Adaption, die mit gelungenem und überraschendem Genre-Mix überzeugen kann.Fazit lesen

Die Hauptrolle spielt die Irin Caitriona Balfe, die als Model gearbeitet hat und seit ein paar Jahren auch als Schauspielerin aktiv ist. Sie war u.a. in „Escape Plan“ als CIA-Agentin zu sehen, die Sylvester Stallone anheuert, ihre Rollen waren aber generell klein. In einer Doppelrolle als Frank und Jonathan Randall agiert Tobias Menzies, der Brutus in „Rom“ und Edmure Tully in „Game of Thrones“ dargestellt hat. Claires schottischer Love-Interest aus dem 18. Jahrhundert, Jamie Fraser, wird von Sam Heughan gespielt. Allzu viel hat er noch nicht vorzuweisen, aber Dianna Gabaldon ist hin und weg und bezeichnet ihn als die perfekte Verkörperung von Jamie Fraser.

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Diese Serie hat viel mehr zu bieten, als man zu Beginn meinen könnte.
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Weiterhin ist Graham McTavish dabei, den man heutzutage vor allem als einen der Zwerge aus der „Hobbit“-Trilogie kennt.

Ronald D. Moore greift bei der Produktion auch auf ein paar alte Kollegen aus „Battlestar Galactica“ zurück, so den Komponisten Bear McCreary, der auch das wundervolle Titellied geschrieben hat. Es ist eine Adaption von Robert Louis Stevensons Gedicht „Sing me a Song of a Lad that is Gone” in Verbindung mit dem schottischen Volkslied “The Skye Boat Song“.

Technisch ist „Outlander“ exzellent umgesetzt. Die in Schottland gedrehte Serie hat tolle Schauwerte, nutzt echte Locations und hat ein feines Händchen für detailgetreue Kleidungsstücke und Props. Dazu kommt eine traumhaft schöne Inszenierung, die auch dem romantischen Aspekt der Serie gerecht wird.