„Once Upon a Time“ ist bei Super RTL einer der Stützpfeiler des Programms. Man hat damit gute Quoten eingefahren und sich natürlich auch frühzeitig um den Spin-off bemüht. Der Sender setzt nun auch große Stücke auf die neue Serie. Sie soll im Herbstprogramm einen Akzent setzen und natürlich möglichst viel Quote holen. Aber selbst wenn das passieren sollte, ist es doch ein zweischneidiges Schwert. Denn in den USA wurde „Once Upon a Time in Wonderland“ nach nur einer Staffel abgesetzt.

Once Upon a Time in Wonderland - Official Trailer

Das ist kurios, denn die Mutterserie läuft immer noch gut. So gut sogar, dass nun auch schon Figuren aus dem immensen Disney-Hit „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ eingebaut werden.

Eigentlich wollte man die neue Serie auf den Mad Hatter ausrichten, da der Schauspieler Sebastian Stan jedoch absprang, um seine Karriere im Kino voranzutreiben (immerhin als Winter Soldier in den „Captain America“-Filmen) und man nicht neu besetzen wollte, änderte man den Ansatz. Im Wunderland blieb man jedoch. Ausgezahlt hat sich das aber nicht.

Once Upon a Time in Wonderland - „Runter mit dem Kopf“, riefen die Studiobosse

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Bereits nach einer Staffel war schon wieder alles vorbei.
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Zurück ins Wunderland

Im Mittelpunkt steht nun Alice, die durch das Kaninchenloch ins Wunderland gerät. Als sie wieder zurück in unsere Welt kommt, will ihr ihr Vater nicht glauben, weswegen sie Jahre damit verbringt, nach Beweisen zu suchen. In der realen Welt findet sich Alice in der Psychiatrie wieder, doch dann gelingt die Rückkehr ins Wunderland.

Die Hauptrolle der Alice wird von Sophie Lowe gespielt, die man aus der australischen Serie „The Slap“ kennt. Weiterhin sind John Lithgow („Dexter“) als das Weiße Kaninchen, Keith David („Pitch Black“) als Grinsekatze und Naveen Andrews („Lost“) als Jafar dabei. Die Schurkin ist die Red Queen, die von Emma Rigby gespielt wird und vor kurzem in „Der Medicus“ zu sehen war. Das Problem: Sie ist unglaublich hölzern!

Packshot zu Once Upon a Time in WonderlandOnce Upon a Time in Wonderland kaufen: Jetzt kaufen:

Das war sie auch schon in dem Film, in der Serie potenziert sich das jedoch noch. Es wäre sicherlich übertrieben, ihr den Misserfolg der Serie in die Schuhe zu schieben, hilfreich war es aber auch nicht, ein solches schauspielerisches Leichtgewicht in einer wichtigen Rolle zu besetzen.

Once Upon a Time in Wonderland - „Runter mit dem Kopf“, riefen die Studiobosse

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Die Mutterserie läuft immer noch sehr erfolgreich. Der Ableger hat es leider schon hinter sich.
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Was denkt das Publikum?

In den USA wurde die Serie sehr geteilt aufgenommen. Es gibt einige harte „Once Upon a Time“-Fans, die die neue Show ablehnten, andere liebten sie jedoch. Fans von „Alice im Wunderland“ wissen darüber hinaus zu schätzen, dass es eine interessante, originelle Adaption von Lewis Carrolls Roman ist. Das ist überhaupt die größte Stärke der Serie: Dass sie einen anderen Teil des Märchenreichs zeigt, dabei jedoch auf etwas zurückgreifen kann, dass den Zuschauern vertraut ist. Natürlich gibt es dabei Variationen, so dass es in diesem Wunderland viel zu entdecken gibt.

Die Einschaltquoten waren in den USA im höchsten Maße enttäuschend. Wo „Once Upon a Time“ im Jahr 2011 mit 13,7 Millionen Zuschauern debütierte, schalteten bei „Once Upon A Time in Wonderland“ nur 5,7 Millionen Zuschauer an. Und schon mit der zweiten Episode verlor man mehr als ein Drittel dieser Zuschauer.

Das Ende war demnach im Grunde schon am Anfang klar, denn aus einem solchen Tal der Tränen kann man sich kaum noch herauskämpfen. Aber gut, die Serie ist auch für sich stehend gefällig. Sie hat ihre Schwächen, gar keine Frage, aber dem gegenüber stehen auch ein paar Stärken, zuvorderst ein paar wirklich gute Schauspieler und eine interessante Variation von Lewis Carrolls Wunderland.