Es war einmal vor nicht langer Zeit, da wollte ein amerikanisches Network eine Fantasy-Serie produzieren. Man wusste sogar schon, was für eine Serie das werden sollte. Nicht weniger als ein erfolgreicher Comic sollte Pate stehen: das märchenhafte „Fables“ von Bill Willingham und Mark Buckingham. Darin erzählen die beiden Künstler von Märchenfiguren rund um Schneewittchen, die das Märchenreich verlassen mussten, weil es von einem schrecklichen, anonymen Gegner eingenommen worden war.

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Die Märchenfiguren, die Fables, flohen in unsere Welt, wo sie unerkannt unter den Menschen leben – in einer Gemeinde namens Fabletown.

Doch dann trug es sich zu, dass man sich zwischen dem Network ABC und den Comic-Machern nicht einigen konnte. Eine Verfilmung von „Fables“ sollte es plötzlich nicht mehr geben, aber dann debütierte im Spätsommer 2011 die von den „Lost“-Autoren Adam Horowitz und Edward Kitsis entwickelte Show „Once Upon a Time – Es war einmal“. Und es sah so aus, als hätte man bei ABC der Einfachheit halber entschieden, eine eigene „Fables“-Version zu entwickeln.

Alles beginnt mit Emma Swan (Jennifer Morrison), die ein schweres Leben hinter sich hat, wuchs sie doch nicht bei ihren Eltern auf. Dafür gibt es einen guten Grund, wie sie vom kleinen Henry erfährt, der sie zuhause aufsucht. Sie ist die Tochter von Schneewittchen, die sie wegschickte, um sie zu beschützen.

Aufwendige Fantasy-Serie, die Märchenfiguren im neuen Gewand präsentiert und eine große, sich entwickelnde Geschichte zu erzählen hat.Fazit lesen

Denn das Märchenreich fiel unter die Knute der bösen Königin. Die Königin sprach einen Zauber aus, der Schneewittchen und all die anderen vergessen ließ, wer sie eigentlich waren. Sie lebten fortan in der Kleinstadt Storybrooke, wo die böse Königin als Bürgermeisterin thront. Henry ist ihr Adoptivsohn – seine wahre Mutter ist jedoch Emma, die er nun davon überzeugt hat, in Storybrooke zu bleiben. Denn nur sie kann den Zauber brechen.

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Märchen als giftige Fantasy-Interpretation: Die TV-Serie Once Upon A Time.
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Drei Sender auf einmal

In den USA ist die erste Staffel von „Once Upon a Time – Es war einmal“ schon gelaufen, nun debütiert sie auch im deutschen Fernsehen – und das gleich dreimal. Die Serie gehört der RTL-Sendergruppe, wo man offenbar beschlossen hat, das Format so gut zu melken, wie es irgendmöglich ist.

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Darum gibt es die Erstaufführung der Episoden auf dem Pay-TV-Sender Passion. Wer den nicht kaufen will, der kann auch locker warten, denn nur ein paar Tage später, am 12. September 2012, ist die Show schon im Free-TV zu sehen. Sie läuft dann regelmäßig jeden Mittwochabend auf SuperRTL.

Doch damit nicht genug, an jedem darauffolgenden Sonntag zeigt RTL die Serie, wenn auch nur im Vormittagsprogramm. Auf jeden Fall wird es interessant zu sehen, ob dieses Experiment in der Form lange Bestand hat, könnten die sonntäglichen Einschaltquoten doch einigermaßen ernüchternd sein.

Doch kein „Fables“?

Der Fairness halber muss man schon konstatieren, dass „Once Upon a Time – Es war einmal“ und „Fables“ nur Eckdaten gemein haben. Das sieht auch Comic-Autor Bill Willingham so, der erklärte, dass er die Show mag und sie nicht als Rip-off seiner Idee ansieht. Vielmehr ist es einfach so, dass wir in Zeiten leben, in denen mehrere Autoren unabhängig voneinander versuchen, einen neuen Spin für alte Märchenfiguren zu finden.

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Hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen...
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Wer ein Fan des Comics ist, der wird aber auch sicherlich mit der Fernsehserie warm werden, denn die aufwendig gestaltete Show, die zu den großen Erfolgen der letzten Saison gehörte, weist eine herrlich märchenhafte Stimmung auf, ist spannend und emotional anrührend zugleich.

Von Dr. House direkt ins Märchenland

Die Hauptrolle der Serie spielt Jennifer Morrison, die als Kollegin von „Dr. House“ bekannt wurde und in der sechsten Staffel von „How I Met Your Mother“ Ted Mosby den Kopf verdrehte. Mit dem Part als Emma ist sie nun erstmals der uneingeschränkte Lead einer Serie und schlägt sich dabei sehr gut.

Auch die übrige Besetzung kann sich sehen lassen. Als Schneewittchen agiert Ginnifer Goodwin, die letztes Jahr in der Bestseller-Verfilmung „Fremd Fischen“ zu sehen war. Weiterhin sind ein paar Serienerfahrene Mimen wie Eion Bailey („ER – Emergency Room“) und Lana Parrilla („24“) mit von der Partie, der größte Name ist aber sicherlich Robert Carlyle.

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Once Upon A Time ist ein Märchen der etwas anderen Art.
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Der ehemalige Bond-Schurke („Die Welt ist nicht genug“) wurde als jähzorniger Begbie in „Trainspotting“ bekannt und war in den letzten Jahren als Dr. Nicholas Rush in „Stargate: Universe“ dabei. Er spielt in „Once Upon a Time – Es war einmal“ eine recht knackige Rolle – das Rumpelstilzchen.