Auf DVD und Blu-ray gibt es die Serie „Nymphs“ schon eine Weile, ab dem 30. Juli kann man sie nun auch im Fernsehen begutachten. Und das sollte man auch tun, ist die finnische Produktion doch wahrlich nichts für jedermann. Anders gesagt: Wer Filmen á la „Twilight“ nichts abgewinnen kann, kann auch ruhig dieser Serie fernbleiben.

Nymphs - Staffel 1 TrailerEin weiteres Video

Im Mittelpunkt steht die 17-jährige Didi Tasson, die zum ersten Mal mit ihrem Freund schläft. Dieser stirbt dabei. Wenig später wird Didi von zwei mysteriösen Frauen, Kati und Nadia, entführt. Diese vernichten mit der Zustimmung von Didis Mutter alle Hinweise auf die junge Frau. Danach erklären sie dem verdutzten Teenager, dass sie eine Nymphe ist – so wie Katie und Nadia auch.

Nymphs - Verführerische Nymphen auf Männerfang

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Die Serie startet bei uns am 30.07.2015 auf Sixx.
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Als Nymphe muss sie einmal im Monat mit einem Mann schlafen, der dabei das Leben verliert. Ein Schicksal, mit dem Didi besonders hadert. Aber damit nicht genug, die Nymphen werden von Satyrn gejagt, die sie als Sklavinnen halten wollen.

Klingt gut

Inhaltlich ist das alles ja auch gar nicht uninteressant, aber die Umsetzung lässt reichlich zu wünschen übrig. Denn die nur aus zwölf Folgen bestehende Serie ist so dermaßen weichgespült, dass man kaum eine einzelne Folge durchhalten kann.

Man hat das Gefühl, einer Jungmädchen-Phantasie zuzusehen. Alles ist in schöne Farben getaucht, die Inszenierung könnte auch für ein Musikvideo herhalten und die durchweg schönen Darstellerinnen schlafwandeln durch die Geschichte. Kurz gesagt: Es kommt keine Stimmung auf.

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Ziemlich weichgespültes Fernsehen.
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Auch nicht bei den zahmen Sexszenen, die zwar etwas freizügiger als amerikanische Konkurrenz daherkommen, aber auch den Charme – und die Intensität – einer David-Hamilton-Inszenierung haben. Das mag dem einen oder anderen gefallen, wirklich ansprechend ist es aber nicht.

Farblose Geschichte

Obwohl die Geschichte nicht auf einer Romanvorlage basiert (es wurde aber im Zuge der Serie ein Roman entwickelt), wirkt das Ganze schon wie eine der unzähligen Jugendbuch-Adaptionen, die für Kino und Fernsehen seit geraumer Zeit produziert werden. Das ist per se auch nichts Verwerfliches, da die vornehmlich weibliche Zielgruppe damit bedient wird.

Bei „Nymphs“ fehlt etwas das, was diese Stoffe eigentlich alle eint: Die große Liebe. Oder besser noch: Die Dreiecksbeziehung, die zum Zwecke der dramatischen Potenzierung einfach vonnöten ist.

Im US-Stil

Wüsste man nicht, dass „Nymphen“ eine finnische Produktion ist, man würde es kaum merken. Hier wurde so inszeniert, dass man glauben könnte, ein amerikanisches Produkt vor sich zu haben.

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Freizügiger als die amerikanische Konkurrenz. Aber auch langweiliger.
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Aber auch dort gibt es besseres, selbst in diesem Genre-Teilbereich, wie etwa „Vampire Diaries“, das zumindest nennenswerte Effekte und eine Spannungskurve besitzt. „Nymphs“ plätschert hingegen vor sich hin und will nicht so recht auf den Punkt kommen. Die Dramatik der Auseinandersetzung von Nymphen und Satyrn wird auch nie gewinnbringend eingesetzt. Stattdessen vergeht Folge um Folge, ohne dass Nennenswertes passiert.

Wohl auch deswegen hat man bislang noch keine zweite Staffel nachgeschoben. Die erste wurde 2013 ausgestrahlt, und auch wenn die Serie offiziell nicht eingestellt ist, mag man doch nicht recht dran glauben, dass es mit den Nymphen weitergehen wird.