Einige Zeit hat es ja gedauert, aber die neue Action-Serie „Nikita“ hat jetzt auch in Deutschland ein Heim gefunden. Bei RTL 2, wo man vor Jahren die erste Serieninkarnation von Luc Bessons Film im Programm hatte. Am Samstag, den 8. Juni ist es so weit. Gegen 22.50 Uhr geht die Serie mit Maggie Q in der Hauptrolle an den Start. Ein recht später Sendeplatz, was es „Nikita“ sicherlich nicht leicht machen wird, ihr Publikum zu finden.

Nikita (Maggie Q) wurde einst als Mörderin verurteilt und sollte hingerichtet werden. Ihr Tod wurde jedoch nur inszeniert. Tatsächlich wurde sie von der geheimen Regierungsorganisation Division rekrutiert, die aus ihr einen Spion und Attentäter gemacht haben. Die Division verlässt man nicht mehr lebend, aber Nikita konnte fliehen.

Nun hat sie ihren Rachefeldzug gegen die Division gestartet. Das Ziel ist die komplette Vernichtung der Organisation, wobei sie wichtige Missionen stört und somit die Erfolgsquote der Division stark schädigt.

Nikita hat jedoch noch einen weiteren Trumpf im Ärmel: die junge Frau Alex (Lyndsy Fonseca). Schon in der ersten Folge wird gezeigt, dass sie als Nikitas Maulwurf bei der Division eingeschleust wurde.

Sie hat persönliche Gründe, warum sie die Division zerstört sehen will. Gemeinsam arbeiten die beiden Frauen daran, die Organisation von innen und außen zugleich zu vernichten.

Nikita - Zum Sterben schön: Maggie Q schlägt zu

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Die Antwort auf die Frage, weshalb man Nikita sehen sollte: Maggie Q.
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Die vierte Nikita

Alles begann 1990 mit Luc Bessons Film „Nikita“, in dem Anne Parillaud die Verbrecherin spielte, die als Attentäterin ausgebildet wird. Drei Jahre später gab es mit „Codename – Nina“ ein amerikanisches Remake, in dem Bridget Fonda die Killerin darstellte. 1997 dann wurde die Geschichte fürs Fernsehen adaptiert. Die Australierin Peta Wilson spielte von 1997 bis 2001 „Nikita“.

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Die Serie hob sich von den Filmen ab, indem die Hauptfigur nicht von vornherein ein Killer ist. Sie ist unschuldig, muss aber als Teil der Organisation töten, um nicht selbst getötet zu werden.

Einige der Rollennamen dieser Inkarnation von „Nikita“ findet man nun auch bei der neuen Serie wieder, die ansonsten aber versucht, eigene Wege zu gehen.

Nach altbekanntem Muster gestrickte, aber neue Ansätze verfolgende Serie mit viel Action und einer coolen Hauptdarstellerin.Fazit lesen

Hier stellt sich Nikita gegen die Organisation. Die Idee der Frau, die unschuldig ist, aber als Attentäterin ausgebildet wird, wurde dennoch nicht fallen gelassen. Man hat sie einfach für Nikitas Sidekick Alex genutzt, wobei die persönliche Historie beider Figuren für einige Spannungen sorgt.

Die grundsätzliche Vorgeschichte von Nikita kann man nach zwei Filmen und einer Serie als bekannt voraussetzen, darum ist dieser neue Ansatz mit einer Agentin, die sich gegen die ehemals eigene Organisation stellt, deutlich interessanter und wartet auch mit höherem Konfliktpotenzial auf.

Weiblicher Action-Star

Die Serie debütierte 2010 auf dem amerikanischen Network The CW, wo man nach einem Action-Format mit einer weiblichen Hauptrolle suchte. Die Neuauflage von „Nikita“ war dafür perfekt geeignet.

Die Hauptrolle ging an Maggie Q, die sich mit ihrem Einsatz als Agentin in J.J. Abrams‘ „Mission: Impossible III“ für eine Rolle wie diese geradezu empfohlen hatte.

Die Schauspielerin, die einst von Jackie Chan trainiert wurde, hatte zuvor mit Martial Arts nichts am Hut, lernte aber durch den Hong-Kong-Star, dass dies essenzielle Fähigkeiten sind, wenn man in Action brillieren will. Von Chan hat sie auch die Überzeugung übernommen, dass man als Schauspieler seine eigenen Stunts machen muss.

Q, die in Hong-Kong-Action-Streifen wie „Gen-Y-Cops“ und „Naked Weapon“ mitgewirkt hat, stellt auch bei „Nikita“ unter Beweis, warum sie als einer der wenigen weiblichen Action-Stars gelten muss.

Nikita - Zum Sterben schön: Maggie Q schlägt zu

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In Nikita wird jede Menge mit Waffen rumgefuchelt. Ab und zu schießt sogar jemand.
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Vier Jahre

In den USA ist gerade die dritte Staffel zu Ende gegangen. Die Quoten waren deutlich schlechter, so dass man sich von Senderseite aus entschied, die Serie mit der vierten Staffel abzuschließen. Diese wird als Mid-Season-Replacement Anfang 2014 laufen und deutlich weniger Folgen als üblich haben.

Im Verlauf der Serie macht die Show einige Entwicklungen durch. So findet Nikita neue Verbündete, überwirft sich mit alten Partnern und die Division gerät unter neue Kontrolle, während führende Köpfe der Organisation neue Ziele verfolgen.

Neben Maggie Q ist die Serie mit Lindsy Fonseca („How I Met Your Mother“) als Maulwurf Alex, Shane West („ER“) als in Nikita verliebter Agent Michael und Aaron Stanford („X-Men 2“) als Computer-Genie Seymour Birkhoff besetzt. Melinda Clarke („Return of the Living Dead III“) gibt die manipulative Amanda, Devon Sawa („Final Destination“) den Cleaner und Xander Berkeley („24“) verkörpert den Leiter der Division.