Endlich ist die nächste Marvel TV / Netflix-Serie am Start: Luke Cage. Und schon gibt es prominente Kritik - von Quentin Tarantino.

Luke Cage - Quentin Tarantino ist enttäuscht von Luke Cage

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Wenn es nach Tarantino ginge, trüge Luke Cage einen Afro
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Seit dem 30. September ist die neue Marvel TV- / Netflix-Serie Luke Cage komplett über den Streaming-Dienst abrufbar. Habt ihr die Serie bereits gesehen? Was ist eure Meinung dazu? Den Charakter, dargestellt von Mike Colter, kennen Marvel-Fans bereits aus der anderen Netflix-Serie Jessica Jones. Und einer, der ein Problem mit Luke Cage hat, ist niemand Geringerer als Kult-Regisseur Quentin Tarantino. Aber er hat weniger ein Problem mit dessen Darstellung oder der Serie an sich, vielmehr macht ihm ein anderes Problem zu schaffen, wie er in einem Interview verriet.

Luke Cage im falschen Jahrzehnt

Bekanntlich ist Tarantino ein großer Fan von Luke Cage und wollte Anfang der 90er Jahre, noch vor Pulp Fiction, einen Film mit dem Marvel-Charakter drehen. Gescheitert ist es schließlich daran, dass ihm seine Geek-Freunde davon abrieten. Außerdem waren sie nicht begeistert von seiner ersten Wahl für den starken Mann. "Ich dachte damals, dass Laurence Fishburne einen großartigen Luke Cage abgeben würde, während sie aber über Wesley Snipes sprachen. Ich konnte sie mir beide darin vorstellen, aber ich dachte, 'Fishburne wäre doch besser.' Und sie sagten, 'Ja, er könnte trainieren und so, aber er hat nicht den Körper, den Wesley Snipes hat und Luke Cage braucht einen durchtrainierten Körper.'"

Nun haben sich Netflix und Marvel TV an eine derartige Umsetzung gewagt, nur leider im völlig falschen Jahrzehnt, wie Tarantino findet.

"Nun, um ehrlich zu sein, ich bin wahrscheinlich damit eine Nervensäge für sie, aber ich liebe es, wie der Charakter in den 70ern dargestellt wurde", gesteht Tarantino, der ein großer Fan des Jahrzehnts ist. "Ich bin nicht wirklich offen dafür, darüber nachzudenken, wer er ist. Ich denke einfach, dass die erste Ausgabe, die Originalausgabe einfach so großartig war. Und es war Marvels Versuch, das Feeling der Blacksploitation-Ära in einem ihrer Comics einzufangen. Und ich finde, das ist ihnen gelungen, absolut gelungen. Also nehmt die erste Ausgabe, macht daraus ein Drehbuch und verfilmt es. Die Luke Cage: Hero for Hire-Ära, das ist die Ära."

Allerdings würde dieses Konzept ganz und gar nicht mit Marvel TVs Vorhaben harmonieren, die Defenders zu kreieren. Da muss sich Tarantino wohl für eine Leinwandversion starkmachen , die er dann selbst verfilmt.

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