Die erste Staffel startete als Mid-Season-Replacement in den USA. Das heißt, sie ersetzte eine Show, die es quotentechnisch nicht geschafft und kurzfristig eingestellt worden ist. Für den Sender CW hat sich der Ersatz aber gelohnt, denn Rob Thomas‘ neue Serie konnte ordentliche Quoten aufweisen und die Zuschauer für sich einnehmen. Die zweite Staffel wurde darum bewilligt und startete in den USA im Oktober 2015. In Deutschland läuft sie im Frühjahr bei Sixx.

Anders als bei der ersten Staffel hat man nun eine mit fast voller Episodenanzahl – 19 Geschichten rund um Liz, die Gehirne isst, Wissen und Fähigkeiten der Toten aufnimmt und dann deren Mordfälle löst, stehen auf dem Plan.

Kleiner Zeitsprung

Drei Monate sind seit dem Finale der ersten Staffel vergangen. Liv hat damals Blaine und Major mit dem letzten bisschen Heilmittel behandelt. Sie sind wieder normal. Fast zumindest, denn nun besitzen sie die Gabe, Zombies spüren zu können.

Major arbeitet als Fitness-Trainer, während Blaine ein Bestattungsunternehmen leitet, mit dem er seine Klientel mit frischem Gehirn versorgen kann. Liv wiederum hat nach wie vor ein schlechtes Verhältnis zu ihrer Mutter und Schwester, weil sie eine Bluttransfusion abgelehnt hat – immerhin konnte sie nicht riskieren, dass herauskommt, was sie ist. Zudem hat Liv mit Gilda eine neue Mitbewohnerin, die für Vaughn Du Clark hinter ihr her spioniert. Vaughn wiederum muss sich mit dem Zombie-Problem auseinandersetzen. Er will Major als seinen persönlichen Zombie-Killer und droht, Liv zu töten, sollte Major nicht für ihn tätig werden.

iZombie Staffel 2 - Noch mehr Hirn!

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Im neuen Jahr kommen wir endlich ebenfalls in den Genuss von Staffel 2.
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Untote Ermittlungen

Am Konzept der Serie hat sich nichts geändert. Im Kern ist dies immer noch ein Procedural á la „Bones“ oder „CSI“, bei dem die Ermittlungen eben nur etwas aufgepeppt werden, weil Liv einen sehr intimen Einblick ins Leben der Opfer nehmen kann.

Der rote Faden ist eher schwach ausgeprägt, in erster Linie ist „iZombie“ schon eine Serie, bei der man nach Belieben ein- und aussteigen kann. Aber es gibt eine Mythologie, die schon in der ersten Staffel schwach vorhanden war und auch hier existiert. Das wird weiterhin dadurch begünstigt, dass die Anzahl der wiederkehrenden Figuren beständig wächst, wobei man mit dem von Steven Weber gespielten Vaughn Du Clark einen guten und interessanten Antagonisten gefunden hat.

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Darüber hinaus gibt es eine FBI-Agentin, die sich immer wieder in die Fälle einschaltet, und auch ein Verbrecherboss ist Teil der fortlaufenden Erzählung.

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Irgendwie ist der rote Faden zu schwach ausgeprägt.
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Der Comic

Bislang gab es in Deutschland wenig Interesse, den auch in den USA nur kurzlebigen Comic zu publizieren. Im Zuge der Fernsehserie hat Panini nun aber einen ersten „iZombie“-Band herausgebracht, der auch den TV-Fans zu empfehlen ist. Nicht, weil es weitere Geschichten mit Liv gibt, sondern weil man sehr schön beobachten kann, wie die Grundprämisse in zwei sehr unterschiedliche Richtungen gelenkt wird.

Im Comic ist es nicht nur so, dass die Hauptfigur auf einem Friedhof arbeitet und so ihren Gehirn-Nachschub bekommt, vielmehr gibt es auch eine deutlich stärkere Mythologie, die damit befasst ist, wie die Zombies entstanden sind. Autor Chris Roberson spielt hier mit dem von Ralph Waldo Emerson entwickeltem Konzept von Über- und Unterseele, was allen übernatürlichen Wesen des Comics mehr Dimensionen verleiht.

An der Formel der ersten Staffel wurde nicht großartig was verändert. Im Ergebnis auch weiterhin gute Unterhaltung.Fazit lesen

Überhaupt gibt es mehr als nur Zombies. Hier sind auch ein seit 40 Jahren aktiver Geist dabei, der aber in seiner örtlichen Wirkungsweise begrenzt ist, und ein Werterrier. Ja, richtig gehört, kein Werwolf, ein Werterrier. Beide sind Freunde der Hauptfigur, allesamt sind sie poppig und stimmungsvoll von Michael Allred in Szene gesetzt.

Ein lesenswerter Comic, der in mancherlei Hinsicht sogar interessanter ist als die Fernsehserie, weil er sich mehr traut und deutlich skurriler daherkommt.