„House of Lies“ ist die Serie zur Krise. Nein, es geht nicht um Banker und Börsenmakler. Im Mittelpunkt stehen Unternehmensberater, die nicht selten Wege zum Einsparungspotenzial finden, welche auf Kosten des kleinen Mannes gehen. Aber natürlich sind die Hauptfiguren dieser neuen Show auch nur Menschen – mit ihren eigenen Schwächen und Fehlern.

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ZDFneo zeigt die neue Serie ab dem 13. Februar jeden Mittwoch um 23.15 Uhr. Die späte Sendezeit hat natürlich ihren Grund. „House of Lies“ ist eine erwachsene Serie mit erwachsenen Themen. Da sie nicht für eines der großen Networks, sondern für den Pay-TV-Sender Showtime produziert wurde, muss man sich auch nicht zurückhalten. Das heißt, es wird hier nicht nur geflucht, sondern auch gepoppt.

Im Mittelpunkt der Serie stehen Unternehmensberater der Firma Galweather & Stearn, die die Nummer 2 in ihrem Metier ist. Man muss sich dem übergroßen Rivalen Kinsey geschlagen geben. Aber natürlich hofft man darauf, irgendwann zur Nummer 1 aufzusteigen. Der Sitz der Firma ist in Los Angeles, aber Projekte werden überall auf der Welt angenommen und umgesetzt.

Das Team besteht aus dem Junior-Partner Marty Kaan, Jeannie van der Hooven, Doug Guggenheim und Clyde Oberholt. Marty ist in seinem Gewerbe sehr erfolgreich, weil er skrupellos tut, was immer notwendig ist, um zum Erfolg zu kommen.

Witzige und freizügige Serie, die aufzeigt, wie absurd der Job des Unternehmensberaters eigentlich ist.Fazit lesen

Jeannie studierte an einer Elite-Universität und ist extrem smart. Oberholt ist Martys bester Freund und Guggenheim kommt ebenfalls von einer Elite-Universität.

House of Lies - Sie haben von nichts eine Ahnung, sind darin aber gut

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Nur die Nummer 2, aber erfolgreich dabei...
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Mit Lügen zum Erfolg

Die Serie basiert auf dem Buch „House of Lies: How Management Consultants Steal Your Watch and Then Tell You the Time“ von Martin Kihn. Er weiß, wovon er spricht, er war einer dieser Unternehmensberater und schnell schockiert, welche Summen als Honorare fließen, während die Hauptbeschäftigung der Berater darin bestand, neue Klienten zu suchen und den bestehenden ein Nichts an Information als den Heiligen Gral zu verkaufen. Das ist ein dankbares Thema für eine Serie.

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Dachte man sich auch bei Showtime, wo man im Dezember 2010 einen Piloten in Auftrag gab und vier Monate später dann auch eine gesamte Staffel orderte. Showrunner ist Matthew Carnahan, während Stephen Hopkins („Predator 2“) bei sieben der ersten zwölf Episoden die Regie übernahm.

War Machine im Geschäftsleben

Die Hauptrolle des Marty Kaan wurde zuerst besetzt. Don Cheadle, der einst als Staatsanwalt in „Picket Fences“ Serienerfahrung sammelte und Iron Mans Kumpel War Machine ist, spielt den Teamleiter. Jeannie van der Hooven, mit der er sich immer wieder feinste Wortduelle liefert, wird von Kristen Bell („Veronica Mars“) dargestellt. In weiteren Rollen agieren Ben Schwartz als Oberholt, Josh Lawson als Guggenheim, Glynn Turman („The Wire) als Martys Vater und Dawn Olivieri („Heroes“) als Martys Ex-Frau.

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Kristen Bell an der Seite von Don Cheadle.
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Die vierte Wand

„House of Lies“ ist eine inhaltlich, aber auch formal mutige Serie. Immer wieder friert das Bild ein, nur Marty bewegt sich noch. Er dreht sich in Richtung der Kamera und spricht direkt den Zuschauer an. Dabei erklärt er die Mechanismen seines Geschäfts, aber auch, was als Nächstes zu erwarten ist.

Er bietet damit auch einen Einblick in die Linguistik seines Gewerbes, die auf große Worthülsen setzt, die nichts aussagen, aber beeindruckend wirken. Was eine erzählerische Bremse sein könnte, erweist sich hier als interessanter Kniff, um das Publikum stärker zu involvieren.