Mit „Halo – The Fall of Reach“ kehrt man auch in die Vergangenheit zurück. Die computeranimierte Miniserie, die auf eine Gesamtlaufzeit von knapp 65 Minuten kommt, basiert auf dem gleichnamigen Roman von Eric Nylund. Dieser erschien erstmals 2001 und war der erste Ausflug in den Print-Bereich, um die Spiele-Welt „Halo“ damit weiter aufzufächern.

Die Prämisse des Bestsellers war es, die Vorgeschichte zum ersten Spiel zu liefern und aufzuzeigen, wie aus einem kleinen Jungen der Master Chief wird.

Alles beginnt damit, dass eine Ärztin nach geeigneten Kandidaten Ausschau hält. Sie sucht Kinder, die stärker und schlauer als andere sind. Sie sollen die Elite einer neuen Kampfeinheit – Spartaner – werden. Man rekrutiert diese Kinder und beginnt mit der Ausbildung.

Halo: The Fall of Reach - Wie der Master Chief wurde, wer er ist!

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Wie wurde aus John der Master Chief?
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Schnell zeigt sich, dass 117 – John – ein begnadeter Anführer ist, der ein natürliches Talent dafür hat. Die Jahre vergehen, die Gruppen werden kleiner und ein erster Einsatz steht bevor. Es ist eine Feuertaufe, bei der sich John bewährt. Hatten er und seine Freunde gedacht, dass sie nur gegen Aufständische vorgehen müssten, so ändert sich alles schlagartig, als ein Planet vernichtet wird.

Außerirdische – die Allianz – haben vor, die Menschheit mit Stumpf und Stiel auszurotten. Der spätere Master Chief und seine Leute sollen den ersten Sieg gegen die Allianz davontragen – wenn sie es denn schaffen…

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Gehetzt

Einen Roman filmisch umzusetzen, ist immer eine Herausforderung. Im besonderen Maße gilt das aber, wenn man nur 65 Minuten hat, um einen ganzen Wust an Figuren vorzustellen und eine Geschichte zu erzählen. Gerade daran hapert es bei „Halo – The Fall of Reach“ jedoch etwas. Denn alles wird etwas arg hastig erzählt – der Geschichte fehlt der notwendige Raum zur Entfaltung.

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Die Miniserie startet bei uns ab dem 04.12.2015 durch.
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Darüber hinaus wirkt gerade der Film wie ein Amalgam verschiedener anderer Military-Sci-Fi-Stoffe. Man fühlt sich an „Starship Troopers“ erinnert, mehr aber noch an „Ender’s Game“, in dem auch Kinder zu Elite-Soldaten herangezüchtet werden, um gegen einen außerirdischen Feind zu kämpfen.

Derlei Ähnlichkeiten kommen natürlich mit dem Genre, das Problem von „Halo – The Fall of Reach“ ist eher narrativer Natur. Es wird zu viel Zeit auf die Ausbildung der Rekruten verwandt, was kaum noch Zeit für die eigentliche Geschichte offenlässt. Bei Auftauchen der Allianz ist der Film im Grunde auch schon fast vorüber. Was dann noch folgt, sind ein paar Action-Highlights.

Holprig erzählt, aber actionreich.Fazit lesen

Die Figuren bleiben darüber jedoch ausgesprochen unterentwickelt. Sicher, es ist Johns Geschichte, der hier im Mittelpunkt steht, aber seine Kameraden sind austauschbare Gestalten, die noch dazu alle ziemlich ähnlich aussehen. Man bringt für sie kein Gefühl auf, weswegen ihr Sterben letzten Endes auch völlig wirkungslos ist.

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Leider ist die Serie nicht annähernd so stark wie die Buchvorlage.
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Steife Animation

Dass die Figuren alle recht ähnlich aussehen, ist auch der nur bedingt überzeugenden Animation zu verdanken. Sicher haben gerade die Kinder mit ihren gleichen Kurzhaarschnitten keine nennenswerten Alleinstellungsmerkmale, sie werden aber hier zu einem Teil der grauen Masse.

Generell ist die Animation bei menschlichen Gesichtern sehr mau ausgefallen. Sie wirken steif, nicht authentisch, bisweilen sogar gruselig. Und das, obwohl man nicht vergessen hat, sie auch hin und wieder blinzeln zu lassen.

Ein Vergleich mit richtig teuren Kinofilmen ist hier aber nicht gegeben. Da ist einfach mehr drin, selbst wenn es immer eine besondere Schwierigkeit ist, menschliche Gesichter fotorealistisch zu animieren.

Immerhin sind die Action-Sequenzen sehenswert. Wenn die Commonwealth gegen das Schiff der Allianz kämpft, dann kommt das schon mit großen Schauwerten daher. Gerade für solche Sequenzen ist Computeranimation aber auch am idealsten.