Auf einen großen Kinofilm wartet man noch immer, solange aber derart hochwertige Serien wie „Halo: Nightfall“ gedreht werden, ist das gar nicht weiter von Belang. In Filmform sieht das Ganze nämlich auch nicht schlechter aus als es bei einer großen Kinoproduktion der Fall gewesen wäre. Wie es heißt, hat man sich das Ganze auch 70 Millionen Dollar kosten lassen. Da mag ein wenig Übertreibung dabei sein, die Besetzung ist durch die Bank nicht so teuer, aber die Effekte können sich wirklich sehen lassen!

Halo: Nightfall - Official TrailerEin weiteres Video

In „Halo: Nightfall“ lernt man Jameson Locke kennen, der im neuen Game „Halo 5: Guardians“ eine Hauptfigur sein wird. Er ist mit seiner Einheit unterwegs und jagt außerirdische Terroristen. Die Suche führt auf den Planeten Sedra, wo einer der Zealots zwar gestellt werden, aber noch eine Waffe aktivieren kann. Freigesetzt wird eine biologische Waffe, die nur Menschen tötet. Hierfür vonnöten ist ein seltenes Element, das auf einer entfernten Welt zu finden ist.

Halo: Nightfall - Eine Vorgeschichte zu „Halo 5: Guardians“

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Die Mini-Serie ist ab dem 17. März 2015 auf Blu-ray und DVD zu erhalten.
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Um die Gefahr zu bannen, muss das Vorkommen mit einer Nuklearexplosion vernichtet werden. Die Schwierigkeit dabei ist, dass man sich in eine extrem gefährliche Umgebung begibt, in der nur acht Stunden Nacht mit Temperaturen von bis zu 55 Grad herrschen. Bei Tag steigt die Temperatur auf knapp 500 Grad. Wer dann noch dort ist, ist im wahrsten Sinne des Wortes Toast.

Das Team landet und beginnt mit seiner Mission, aber es ist, wie es immer ist. Etwas geht schief. Das Schiff havariert, die Möglichkeit der Flucht scheint genommen, aber die Mission muss zu Ende gebracht werden – auch wenn ein Schwarm mörderischer Würmer auf jede Form von Technologie reagiert.

Ein Standard-Plot

Die von Paul Scheuring („Prison Break“) geschriebene Serie bedient sich jetzt nicht unbedingt der originellsten Geschichte, aber die notwendigen Beats sind vorhanden. Das Bedrohungspotenzial wird beständig aufgebaut, die Spannungen innerhalb der Gruppe nehmen immer mehr zu und im Überlebenskampf, der es nur zwei Leuten erlaubt, diese Hölle zu verlassen, gibt es immer mehr Zuspitzungen. Freunde stellen sich gegeneinander, letzten Endes ist (fast) jedem die eigene Haut wichtiger.

Halo: Nightfall - Eine Vorgeschichte zu „Halo 5: Guardians“

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Dies ist quasi die Vorgeschichte zum fünften Teil der Videospielreihe.
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Das wird charakterlich glaubwürdig gestaltet und auch gut gespielt. Die meisten Figuren verhalten sich zwar streng nach Formel, da sie allesamt so gestaltet sind, dass alle Facetten in der Gruppe abgedeckt werden. Aber immerhin: Das ist spannend gemacht.

Gute Action, ordentliche Effekte und eine interessante Figurenkonstellation: Vielleicht etwas zu frei, was das Halo-Universum angeht, aber gefällig.Fazit lesen

Von Vorteil ist es dabei durchaus auch, dass nicht auf Superstars zurückgegriffen wird. Ein paar Schauspieler hat man durchaus schon gesehen, keiner kommt aber mit dem Ballast eines großen Namens, unter dem die Figuren zusammenbrechen würden.

Sehr cool ist Mike Colter, der als Locke eine sehr gute Figur macht, Coolness ausstrahlt, aber auch aufrecht und anständig ist. Er hat gutes Charisma, weswegen man sich schon auf seinen Einsatz als „Luke Cage“ in verschiedenen Netflix-Serien freuen darf. Ebenbürtig ist der Steven Waddington, der einst als steifer Soldat in Michael Manns „Der letzte Mohikaner“ auf sich aufmerksam machte.

Halo 5: Guardians - Screenshots aus der Beta

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Halo 5: Guardians - Screenshots aus der Beta

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Monster greifen an

Die Bedrohung durch Würmer, die Schwarmintelligenz besitzen, ist technisch sehr ansprechend umgesetzt. In manchen Sequenzen fühlt man sich ein wenig an „Starship Troopers“ erinnert, das geht aber schnell vorüber. Es gibt dann noch Zwischenfälle mit den Monstern, weit interessanter ist aber natürlich die Beschäftigung mit dem Monster in Menschengestalt. Denn der bevorstehende Tod bringt manche dazu, jedwede zivilisatorische Fassade fallen zu lassen.

Ruhiger Anfang

Der Anfang ist ein wenig zäh, man muss sich da schon durchbeißen, aber als die Mission beginnt, steigt der Spannungslevel kontinuierlich. Sicher, man weiß im Grunde, was kommen wird – bis hin zur heldenhaften Opferung einer Figur –, aber das ist effektiv umgesetzt.