Vox hat einige Zeit nach einem geeigneten Sendeplatz für die Serie „Grimm“ gesucht. Mit Krimis hat man beim Sender gute Erfahrungen gemacht, aber „Grimm“ ist eben nicht nur ein Krimiformat, sondern hat auch Horroreinschlag. Denn der Ermittler bekommt es hier mit Monstern aller Art zu tun.

Grimm - Wesenrein-Trailer 4x095 weitere Videos

Ab Montag, den 18. Februar 2013 läuft „Grimm“ bei Vox. Zum Auftakt gibt es ab 20.15 Uhr eine Doppelfolge, später wird nur noch jeweils eine Folge um 21.15 Uhr ausgestrahlt. Bei Vox hofft man auf ähnliche Akzeptanz wie in den USA, wo bereits die zweite Staffel läuft.

Polizist Nick Burckhardt ist ein Grimm, ein Mensch, der Fabel- und Horrorgestalten erkennen kann, welche sich ansonsten unbemerkt in der Welt bewegen. Diese Gabe hat sich bei ihm manifestiert, als seine Tante im Sterben lag. Seiner Freundin und seinem Partner sagt er nichts davon, aber er erhält Hilfe von dem Wolfsmenschen Eddie Monroe. Noch ahnt Burckhardt nicht, wie dramatisch sich sein Leben fortan verändert.

Grimm - Die Menschen sind nicht immer, was sie scheinen, aber selten etwas Besseres

alle Bilderstrecken
Obwohl Nick und sein Kollege Hank gute Freunde sind, erzählt er der Grimm seinem Kollegen nichts von der außergewöhnlichen Begabung.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 33/361/36

Procedural mit Monstern

„Grimm“ läuft etwas Gefahr, sich zu sehr dem Monster-der-Woche-Format zu ergeben, aber es gibt auch eine Mythologie, die ausgebaut wird, wenn auch nicht so intensiv, als dass man nicht einzelne Folgen für sich ansehen und seinen Spaß haben könnte, auch wenn man nicht regelmäßig der Serie folgt.

Die Serie setzt bei ihrem leichten roten Faden auch auf Figuren, die ein Doppelleben führen wie Burckhardts Boss Renard. Schon in der ersten Folge wird klar, dass irgendetwas mit ihm nicht stimmt. Man lässt sich aber Zeit, mehr über ihn zu enthüllen. Selbst zur Mitte der zweiten Staffel weiß man noch nicht allzu viel über den geheimnisvollen Renard, der aber dem prüfenden Blick des Grimms entgeht, was nur eines heißen kann: Er ist mächtig und gefährlich.

Packshot zu GrimmGrimm kaufen: ab 27,20€

Die Serie funktioniert als Variation stinknormaler Crime-Serien, punktet jedoch, weil durch den übernatürliche Aspekt innerhalb des Procedural-Genres einen Mehrwert bietet.

Helden und Schurken

Die durchweg spannend erzählten Geschichten täuschen etwas über den schlafwandelnden Hauptdarsteller David Giuntoli (der mit seiner Ausdruckslosigkeit fatal an Brandon Routh erinnert) hinweg. Die besten Szenen hat in der Regel ohnehin Silas Weir Mitchell, als irrer Haywire aus „Prison Break“ bekannt, der hier den großen bösen Wolf spielt, welcher Burckhardt bei seinen Ermittlungen hilft. Grandios ist schon in einer der ersten Folgen, wie er im Krankenhaus einen Kampf mit gedungenen Mördern aufnimmt - und sich etwas zu sehr mitreißen lässt. Das zeigt, dass der Blutbad, wie die Werwölfe hier heißen, nicht immer obsiegt, wenn er sich gegen seine Triebe stemmt.

Grimm - Die Menschen sind nicht immer, was sie scheinen, aber selten etwas Besseres

alle Bilderstrecken
So sieht Nick aus, wenn er wütend ist. Viel mehr Emotionen solltet ihr nicht von ihm erwarten.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 33/361/36

Russell Hornsby („Get Rich or Die Tryin‘“) ist Burckhardts menschlicher Partner, der nichts davon ahnt, was für Monster es auf der Welt gibt. Bitsie Tulloch („The Artist“) spielt Nicks Freundin Sasah Roiz („Land of the Dead“) und Claire Coffee („Franklin & Bash“) stellt ein Hexenbiest dar, das in der ersten Staffel semiregulär dabei ist. In der zweiten Season ist sie dann eine der Hauptdarstellerinnen.

Spannende und actionreiche Serie, die typische Krimi-Konventionen mit allerhand Monstern kombiniert.Fazit lesen

Deutsche Märchen

Wo man in Deutschland beobachtet, dass selbst ursprünglich deutsche Namen lieber im Englischen belassen werden, wie zahlreiche Snow Whites in Film und Fernsehen zeigen, weiß man in den USA um die Coolness der deutschen Sprache. Darum hat man vielen Monstern der Serie auch deutsche Namen gegeben. Man spricht sogar von „Wesen“, wenn man die Kreaturen in ihrer Gänze meint.

Grimm - Die Menschen sind nicht immer, was sie scheinen, aber selten etwas Besseres

alle Bilderstrecken
Die Qualität der Masken geht für eine noch junge TV-Serie völlig in Ordnung.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 33/361/36

Die unterschiedlichen Monsterspezies haben auch verschiedene Namen. So ist der große böse Wolf und seine Art passend „Blutbad“ benannt, während eine andere Schauergestalt, auf die Burckhardt wieder und wieder trifft, ein Hexenbiest ist. Darüber hinaus gibt es noch andere Kreaturen, so etwa die Fuchsbau, Bauerschweine, Eisbiber, Geier, Hundjäger, Jägerbären und Lebenssauger, um nur ein paar zu nennen.