Ein bisschen ist „Futurama“ die Serie, die nicht sterben wollte. Schon nach der vierten Staffel im Jahr 2002 war Schluss, aber es dauerte nicht lange und „Futurama“ kehrte mit mehreren Filmen, die direkt für den Heimkinomarkt produziert wurden, zurück. Neue Folgen wurden dann nicht mehr für Fox, sondern für Comedy Central produziert, aber nun, nach der siebten Staffel, soll einmal mehr Schluss sein.

Der Sender hat es so entschieden, aber Serienschöpfer Matt Groenning möchte sich damit noch nicht abfinden.

Er sucht derzeit nach einem neuen Sender. Sollte er keinen finden, wäre es nicht besonders überraschend, wenn es irgendwann dennoch weitere Folgen gibt. Und wenn schon nichts anderes, dann wird es nächstes Jahr ein Crossover mit „Die Simpsons“ geben.

Um einen neuen Sender für „Futurama“ zu finden, hat Groenning noch etwas Zeit. Denn die siebte Staffel ist auch in den USA noch nicht komplett gelaufen. Das Serienfinale wird dort am 4. September 2013 ausgestrahlt.

Bei Pro Sieben fängt man kurz danach mit der Ausstrahlung der siebten Staffel an. Am 7. September ist es soweit. Von da an laufen jeden Samstag zur Mittagszeit zwei neue Folgen.

Futurama - Die siebte und letzte Staffel - oder doch nicht?

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Ist die Zeit des Abschieds nun endgültig gekommen? Noch ist zumindest nichts in Stein gemeißelt.
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Wer zahlt, schafft an?

Dass mit „Futurama“ nach sieben Staffeln Schluss sein soll, ist bedauerlich, denn wie „Die Simpsons“ hat auch diese Serie nichts von ihrem Esprit verloren. Das liegt zu einem guten Teil auch daran, dass es vom Sender aus keine inhaltliche Einmischung gibt. Das handhabte Groenning schon zu Beginn der Serie so.

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Als damals bei der ersten Staffel Anmerkungen und Änderungswünsche des Senders kamen, begegnete Groenning diesen, indem er erklärte, dass man das bei „Die Simpsons“ auch nicht anders handhabt und sich nicht selbst zensiert. Senderbeauftragte erklärten, so mache man heutzutage keine Geschäfte mehr bei Fox. „Ich mache sie aber so“, erklärte Groenning und setzte sich durch.

Der Stein des Anstoßes war übrigens, dass man bei Fox über solche Gags wie Selbstmordzellen oder Benders asoziales Verhalten nicht gerade erfreut war.

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Zweigeteilt

In den USA wurde die Staffel von Comedy Central zweigeteilt. Die ersten 13 Folgen liefen bis August 2012, die restlichen 13 Episoden dann im Sommer 2013. Ob Pro Sieben eine künstliche Trennung durchziehen wird, ist unklar, aber im Grunde eher unwahrscheinlich.

Der lange Abschied beginnt mit „Von Robos und Bienen“, in dem Professor Farnsworth einen Getränkeautomaten erwirbt. Aber die Maschine namens Bev spuckt nicht nur Softdrinks aus, sondern bandelt auch mit Bender an. Es kommt, wie es kommen muss, aus Spaß wird Ernst, und Ernst ist eine kleine Baby-Maschine namens Ben.

Auch ansonsten gibt es allerhand Kurioses, dem die Dienstboten von Planet Express begegnen. So besagt eine marsianische Prophezeiung, dass das Ende der Welt im Jahr 3012 kommt, Bender wird ein Paparazzo, Richard Nixon bewirbt sich um die Präsidentschaft, Zap Brannigan verliert das Interesse an Leela und wendet sich deren Mutter zu, Fry verschlägt es in die Steinzeit, Bender wird Feuerwehrmann, ein mörderisches Alien ist im Schiff von Planet Express unterwegs und Bender sucht nach dem Sinn des Lebens.

Ein Highlight ist die siebte Folge, in der Patrick Stewart einer Figur, dem Herrn der Jagd, seine Stimme leiht. Bender will hier verhindern, dass die Roboterfuchsjagd auch weiterhin durchgeführt wird.

Futurama - Die siebte und letzte Staffel - oder doch nicht?

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Bender wird Papa. Oder so.
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Da die Crew von Planet Express aufgrund eines kleinen Malheurs neue Uniformen benötigt, werden verschiedene anprobiert: die Anzüge aus „Dune – Der Wüstenplanet“, die Sturmtruppenrüstung aus „Star Wars“, eine Redshirt-Uniform aus „Star Trek“, eine Pan-Am-Uniform aus „2001 – Odyssee im Weltraum“, das Zed-Kostüm aus „Zardoz“ und Barbarellas Kluft aus dem gleichnamigen Film. Letztere wird von Leela getragen.

Das große Finale

Offiziell ist mit „Futurama“ Schluss und auch wenn die Macher die Hoffnung haben, mit der Serie noch woanders unterzukommen, so muss man doch auch der Realität ins Antlitz blicken. Dementsprechend ist auch ein ansprechendes und der Serie würdiges Serienfinale vonnöten.

Eine Weile lang war unklar, welche Geschichte man für das Finale auswählen würde. Drei standen insgesamt zur Auswahl, geworden ist es schließlich „Meanwhile“, in der Professor Farnsworth eine Maschine erfindet, mit der man zehn Sekunden in die Vergangenheit reisen kann, was zu gewaltigen Verwerfungen führt. Davon abgesehen soll es aber auch einen herzigen Moment geben, denn – so heißt es – ist es diese Folge, in der die Zuschauer miterleben werden, dass Fry und Leela heiraten.