Wie kommt es eigentlich, dass ein erfahrener Soldat einer geheimen Antiterror-Organisation, nach zahlreichen lebensgefährlichen Missionen während des Kalten Krieges, sich ausgerechnet mit einem Unterwäschedieb herumschlagen muss?

Full Metal Panic! - Opening

Eigentlich sollte Sergeant Sousuke Sagara nur die Schülerin Kaname Chidori im Auftrag der Geheimorganisation Mithril bewachen und sie vor potenziellen Entführern beschützen. Als sich auf dem Balkon ihres Hauses ein Unbekannter über die aufgehängte Unterwäsche hermacht, erwischt ihn der kampferprobte Soldat auf frischer Tat. Zu Sousukes Überraschung handelt es sich bei dem Unbekannten um einen Mitschüler aus Kanames Klasse. Doch das Chaos erreicht erst seinen Höhepunkt, als schließlich auch Kaname selbst zufällig auf den Balkon geht, die beiden entdeckt und Sousuke natürlich ebenfalls für einen Unterwäschedieb hält. Eines von vielen missverständlichen Situationen, in die der 16-jährige Militärveteran während seiner Mission gerät.

Full Metal Panic! - Mein Schulfreund, der Elite-Soldat

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Tessa ist die Leiterin der streng geheimen Mithril-Organisation und Sousukes Vorgesetzte.
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Um das Mädchen so gut es geht im Auge zu behalten, wurde der professionell ausgebildete Sousuke als Austauschschüler in ihre Klasse eingeschleust. Dass die Geheimorganisation Mithril solch einen Aufwand betreibt und eine potenzielle Entführung ihrer Zielperson verhindern will, obwohl Kaname auf dem ersten Blick wie eine ganz normale Schülerin wie jede andere auch wirkt, hat natürlich seinen Grund.

Mission Impossibiru: Der Soldat und das Mädchen

Tatsächlich handelt es sich bei ihr um eine sogenannte Wishpered, Menschen, die spezielles Wissen über eine Technologie aus der Zukunft besitzen. Wieso das der Fall ist, weiß keiner und interessiert in der Serie niemanden so wirklich. Fakt ist, dass die Wishpered aus diesem Grund ins Visier verschiedener Organisationen geraten. Besonders der KGB oder auch die eine oder andere Terrorgruppierung, sind an diesem Wissen aus der Zukunft interessiert und wollen auf deren Grundlage fortgeschrittene Waffen entwickeln.

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Wusstet ihr, dass die Ausstrahlung von Full Metal Panic! aufgrund der Terroranschläge vom 11. September 2001 in Japan um einige Wochen verschoben werden musste?
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Um den Missbrauch der Wishpered und damit eine Katastrophe zu verhindern, kommt die Antiterror-Organisation Mithril ins Spiel. Dumm nur, dass Sousuke trotz seiner professionellen Ausbildung als Kampfmaschine, im ungewohnten Zivilisten-Umfeld, aufgrund seiner Weltfremdheit, ständig in Schwierigkeiten gerät. Dazu zählen auch die zuvor erwähnten Missverständnisse mit Kaname, die nichts von der eigentlichen Identität und Geheimmission ihres neuen Mitschülers weiß, geschweige denn, sich ihrer Fähigkeit als Wishpered bewusst ist.

Sousukes behelfsmäßige Herangehensweise, auf seine Schutzperson aufzupassen, führt zu diversen abstrusen Situationen; sei es weil er aufgrund seiner übervorsichtigen Art bei jeder Kleinigkeit sofort zur Waffe greift oder weil er Kaname mehr schlecht als recht verfolgt, wodurch sie ihn folglich für einen Stalker hält. Die Interaktionen und die später daraus resultierenden zwischenmenschlichen Beziehungen, die sich nach der Offenbarung von Sousukes Mission ergeben, machen die Geschichte erst wirklich interessant. Viel Spielraum für diese Entwicklung gibt die erste Staffel aber noch nicht her.

Nicht die perfekteste Mischung, aber trotzdem solide

Im Kontrast zu den Slapstick-Einlagen stehen die Militärkampf-Actionszenen, in denen riesige Kampfmecha zum Einsatz kommen. Mehr als einmal muss Sousuke den Kampf gegen besagte Terroristen aufnehmen, die Kaname in ihre Gewalt bringen wollen. Trotz der durchaus stimmigen Action und lockeren Comedy-Elemente, will die Mischung, in Verbindung zu gewissen Drama-Momenten, nicht so recht funktionieren. Dazu zählen auch der eine oder andere Tod einer Figur, der aufgrund mangelnder Charaktererläuterung und ausbleibender Sympathie eher kalt lässt.

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Cauron ist ein Bösewicht, wie er im Buch steht. Er braucht keinen Grund, um jemanden eiskalt aus dem Verkehr zu ziehen.
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Auch der Hauptantagonist ist recht farblos ausgefallen und fällt unter die Kategorie „Vollblutsbösewicht“, der sich und seine Motivationen bis zum Ende durch Gräueltaten und überzeichneter Skrupellosigkeit einseitig zur Schau stellt. Auch andere altbekannte Klischees werden nicht ausgelassen, wenn beispielsweise der Held mitten in einer aussichtslosen Situation durch seinen Glauben zu neuem Kampfwillen gelangt und so den Sieg für sich entscheiden kann. Im Laufe der Handlung deutet sich außerdem noch eine aufkeimende Liebe zwischen Kaname und Sousuke an, die aber ebenfalls kaum näher beleuchtet wird.

Trotz der Tatsache, dass der Anime bereits mehr als ein Jahrzehnt auf den Buckel hat, sehen die Animationen - besonders bei den Kampfeinlagen - für heutige Verhältnisse noch sehr gut aus. Dabei kommen auch CGI-Elemente vor, die aber innerhalb der Mecha-Schlachten eher dezent eingesetzt wurden und dadurch nicht negativ im Gesamtbild auffallen.

Ein Anime, der nach vielen Jahren noch seinen Charme beibehalten hat und mit einer guten Mischung aus Mecha-Militär-Action und High-School-Comedy punktet.Fazit lesen

Allerdings lassen sich bei der Blu-ray-Fassung keine merklichen Unterschiede gegenüber der DVD-Qualität ausmachen. Die hohe Auflösung macht sich nur in den Schriftzügen bemerkbar; die Animationen selbst profitieren allerdings gar nicht davon und lassen nach wie vor klare Linien und Details vermissen, da die Ursprungsversion bereits weniger als 720 Pixel betrug. Ob das den Vollpreis einer Disc-Sammelbox von über 60 Euro rechtfertigt, ist daher eher fraglich.

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Die zweite Blu-ray-Box zu Full Metal Panic! ist ab dem 24. April 2015 erhältlich.
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Sieht man vom Preisleistungsverhältnis ab, so ist „Full Metal Panic!“, ungeachtet seines lange zurückliegenden Produktionsjahres, eine nach wie vor charmante Serie, die ihre Investition wert sein kann. Der meist recht abrupte und schnelle Wechsel zwischen lustigen, ernsten und actionlastigen Szenen wirkt zunächst ungewohnt, beißt sich allerdings nie. Nur die Drama-Elemente wirken in der ersten Staffel noch etwas fehl am Platz, kommen aber in der zweiten Staffel - „Full Metal Panic! Second Raid“ - wesentlich besser und stärker zum tragen. Wer coole Mecha-Kämpfe mag, aber auch nichts gegen gelegentliche, lockerleichte Schulalltag-Episoden hat, wird mit „Full Metal Panic“ gut unterhalten.