Auch in den USA war „Fringe“ nie der ganz große Quotenerfolg. Mehrmals hing das Damoklesschwert der Einstellung über der Show, bis Sender und Macher schließlich überein kamen, dass mit der fünften Staffel ein Abschluss gefunden wird. Die fünfte Staffel ist dabei deutlich kürzer. Sie besteht aus nur 13 Episoden, mit denen J.J. Abrams und sein Team die große Geschichte auflösen.

Auch bei Pro Sieben war man zuletzt nicht allzu zufrieden. Die vierte Staffel erreichte nur elf Prozent Marktanteil und lag damit unter dem Senderschnitt. Da man mittlerweile auch den Mystery-Montag gestrichen hat und dort Komödien terminiert, musste ein neuer Sendeplatz gefunden werden: der Freitagabend.

Mit „Spartacus“ feierte man auf dem Sendeplatz erstaunlich gute Quoten, bei „Falling Skies“ zeigte sich aber schon, dass dieser traditionelle SF-Todessendeplatz tatsächlich ein echter Killer sein kann. Dennoch wird nun auch „Fringe“ ab dem 1. Februar jeden Freitag in Doppelfolgen ab etwa 23.05 Uhr ausgestrahlt.

Fringe - Staffel 5

- Widerstand ist niemals zwecklos
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Ein letztes Mal kehrt die Fringe Division auf den Fernsehbildschirm zurück.
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Olivia und Peter im Widerstand

Die fünfte Staffel setzt dort fort, wo die 19. Episode der vierten Staffel endete. Damals gab es einen Ausblick auf das Jahr 2036, in dem die Beobachter über die Menschheit herrschen. Mit ihrer Technologie aus der Zukunft konnten sie die Erde im Handumdrehen erobern.

Es gibt Widerstand gegen die Beobachter, aber allzu große Erfolge konnte dieser bisher nicht erringen. Teil der Widerstandsbewegung ist auch Henrietta Bishop, die Tochter von Peter und Olivia, die schon bald ihre Eltern wiedertrifft. Denn diese sind ebenso wie Walter in Bernstein gefangen und haben so die Jahre überdauert. Als sie aus ihm befreit werden, ist klar, dass sie etwas gegen die Beobachter tun müssen.

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Die seit der ersten Staffel bekannten Beobachter entpuppen sich plötzlich als die größte Bedrohung, mit der es Olivia und ihr Team bisher zu tun bekamen.
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Tatsächlich gibt es einen groß angelegten Plan, wie die Beobachter besiegt werden können. Er befindet sich in Walters Kopf, doch aufgrund einer schmerzhaften Begegnung mit dem Beobachter Windmark wurden die Informationen vernichtet. Walter kann sich nicht erinnern, im Bernstein in seinem Harvard-Labor befinden sich jedoch Videobänder, die Hinweise darauf geben, welche Elemente und Ingredienzien gefunden werden müssen, um den Plan in die Tat umzusetzen.

Fast wie eine neue Serie: Die Fringe-Helden kämpfen im Jahr 2036 gegen die Beobachter.Fazit lesen

Das Fringe-Team setzt nun alles daran, die Bestandteile des Plans zusammenzufügen, um so die Beobachter bekämpfen und den Menschen die Freiheit zurückgeben zu können.

Wie eine neue Serie

Bei „Fringe“ hat man ein Phänomen, das es auch schon bei „Lost“ gab: Im Grunde ist das, was in der letzten Staffel geboten wird, vom Rest der Serie losgelöst. Bei Lost hätte man auch problemlos mit der vierten Staffel einsteigen können und hätte dann eine halbwegs zusammenhängende Geschichte erlebt.

Bei „Fringe“ ist nun ein Großteil dessen, was in den letzten Jahren stattfand, für die finale Staffel kaum von Bedeutung. In den Jahren zuvor ging es hauptsächlich um den Konflikt zweier paralleler Universen, der schließlich zu einer Zusammenarbeit beider Welten führte. Das hätte auch ein Ende für die Serie sein können.

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Walter kommt im großen Finale eine tragende Bedeutung zu, doch der geniale Kopf hat eigene Probleme.
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Denn in der fünften Staffel wird ein ganz neuer Kriegsschauplatz eröffnet. Plötzlich sind es die Beobachter, die als Schurken dienen. Die Beobachter gab es zwar schon seit den ersten Folgen, eine Wichtigkeit hatten sie jedoch nur selten. Damals wussten die Macher sicherlich noch nicht, was sie mit ihnen anfangen wollten. Die damalige Erklärung, dass sie scheinbar schon seit Ewigkeiten wichtige Ereignisse der Historie beobachten, ist in Hinblick auf die Invasion vollkommen irrelevant.

Man kann sich also während des Sehens der fünften Staffel nicht des Eindrucks erwehren, hier eine storytechnische Nachklappe zu erleben, die eigentlich nie geplant war. Das ermöglicht interessanterweise den Einstieg in die fünfte Staffel, wobei Kenntnisse über das bisherige „Fringe“ kaum vonnöten sind.

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Wie es für Anna Torv nach dem Ende der Mysteryserie weitergeht, ist noch nicht abzusehen.
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Altes und neues Konzept

Im Endeffekt macht die fünfte Staffel aus „Fringe“ eine Invasionsserie, in der die letzten freien Menschen Widerstand leisten. Allerdings wollte man diesen kriegerischen Plot wohl auch nicht gänzlich ausreizen, weswegen man einen Weg fand, das Fringe-Team sozusagen in alter Manier ermitteln zu lassen – nämlich dann, wenn den Hinweisen auf den Videos nachgegangen wird, um die Bestandteile für den Plan zur Bekämpfung der Beobachter zu finden.

Das wirkt in sich nicht immer stimmig. Tatsächlich erscheint es etwas arg konstruiert und ist darum auch einer der Schwachpunkte der Staffel. Weit interessanter ist der tatsächliche Kampf gegen die Invasoren, der interessante Ideen zu bieten hat, wie z.B. einen Menschen, der sich Beobachter-Technologie in den Kopf einsetzt und deren Fähigkeiten (aber auch Schwächen) erlangt.