Es gibt Stoffe, die ähneln sich extrem. „Forever“ ist nicht nur dieselbe Geschichte, die Autor Pete Hamill in seinem gleichnamigen Roman im Jahr 2003 erzählt hat, die Serie ähnelt auch der Show „New Amsterdam“, die nie den Weg nach Deutschland gefunden hat.

Damit nicht genug, erinnert das alles natürlich sehr an „Highlander“, nur dass es hier lediglich zwei Unsterbliche sind und man sich nicht gegenseitig die Rübe abschlägt.

Dr. Henry Morgan ist Pathologe in New York. Er hat ein Geheimnis: er lebt seit mehr als 200 Jahren. Zum ersten Mal starb er, als er noch ein Doktor auf einem Sklavenschiff war und sich weigerte, einen Mann über Bord werfen zu lassen Wenn er stirbt, erwacht er wieder. Immer, wenn er stirbt, verschwindet sein Körper. Er wacht dann wieder nackt in einem nahegelegenen Gewässer auf.

Forever - Phase I: Sherlock Holmes + Highlander. Phase II: ?!? Phase III: Einschaltquoten!

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Die Serie läuft seit dem 03.02.2015 auf Sat1.
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In Rückblicken wird gezeigt, was er über die Jahrhunderte erlebt hat. Nur zwei Menschen wissen, dass er unsterblich ist: Der Antiquar Abe, den er als Neugeborenes in einem Konzentrationslager gefunden hat, und Abigail, die Liebe seines Lebens, die seit den frühen 1980er Jahren verschwunden ist.

Henry wird verfolgt von einem Killer, Adam, der sein Geheimnis kennt und behauptet, seit 2.000 Jahren zu leben ...

Unsterblich

Russell Nash alias Connor MacLeod war in „Highlander“ ein Antiquar, und er rettete ein jüdisches Mädchen im Zweiten Weltkrieg, das als einzige seine wahre Identität kennt. Vielleicht hätte Serienschöpfer Matt Miller ja doch ein paar originellere Ideen haben können, als er „Forever“ ersonnen hat.

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Vieles an der Show kommt einfach sehr bekannt vor. Da muss man nicht mal Pete Hamills Roman um einen Iren, der von einem Schamanen Unsterblichkeit erhält, aber sie nur behält, solange er in Manhattan bleibt, kennen. Selbst „New Amsterdam“ muss man nicht gesehen haben. Die Prämisse ist einfach etwas arg bekannt.

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Die Serie hat leider kaum eigenständige Ideen.
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Der Aufbau der Episoden ist dabei sehr klassisch geraten. Es gibt den Fall der Woche, es gibt den roten Faden mit Adam und es gibt reichlich Rückblicke auf Henrys Leben. Gerade in der Beziehung erinnert das Ganze natürlich frappierende an „Highlander“, wenn man Henry im London des späten 19. Jahrhunderts zeigt, wie er im Jack-the-Ripper-Fall verwickelt ist, wenn man ihn im Zweiten Weltkrieg zeigt, wenn man ihn an Bord eines Sklavenschiffs zeigt – all das hat Flair und es trägt dazu bei, die Figur deutlich auszubauen, aber es kommt mit einem gewaltigen Gefühl von Deja Vu daher.

Deduktiv wie Sherlock

Schon in den ersten Minuten zeigt Henry seine immense Fähigkeit der Beobachtung. Er sieht Kleinigkeiten und kann anhand derer erschließen, was jemand getan hat. Das würde selbst Sherlock Holmes vor Neid erblassen lassen, aber natürlich hat Henry auch ein paar Jahrhunderte mehr Übung darin.

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Zum berieseln lassen reicht die Serie aber durchaus.
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Dies ist ein Element, das im Grunde nicht wirklich nötig gewesen wäre, weit interessanter ist da schon sein Charakterzug, niemanden zu beurteilen. Er nimmt die Menschen, wie sie sind, weswegen er auch mit der Polizistin Jo Martinez so gut zusammenarbeiten kann.

Die Besetzung

Die Hauptrolle spielt Ioan Gruffud („Ringer“), der sich nun endgültig auf eine Karriere im Fernsehen verlegt zu haben scheint, während Judd Hirsch („Numb3rs“) den Antiquar spielt. Mit dabei ist außerdem Joel David Moore, dessen größter Film sicherlich „Avatar“ ist. Jo Martinez wird von Alana de la Garza, die zwar schon seit Jahren aktiv ist, für die „Forever“ aber die erste große Chance darstellt.

Forever - Bilder zur Crime-Fantasy Serie

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Nur wiederkehrend zu sehen, ist Burn Gorman, der Adam spielt. Ihn kennt man vor allem noch aus „Torchwood“, wo er Owen Harper darstellte. Seine Figur in „Forever“ ist interessant, weil man nie so genau weiß, was er eigentlich will. Die Tatsache, dass er 2.000 Jahre alt ist, ist jedoch faszinierend – und seine Backstory teils auch bedrückend. So erfährt man, dass er während des Zweiten Weltkriegs ein Opfer der Nazis wurde. Jose Mengele hat an ihm experimentiert, um das Geheimnis seiner Unsterblichkeit herauszufinden.