Was, wenn man plötzlich herausfindet, dass man als dreijähriges Mädchen entführt worden ist? Dass die Frau, die man für die eigene Mutter hielt, eigentlich die Entführerin ist? Dass die Familie, aus der man einst gerissen wurde, einem völlig fremd ist? Das ist die Prämisse der neuen Serie „Finding Carter“, einer vom amerikanischen Sender MTV produzierten Serie. Wer sich nun sorgt, dass eine MTV-Produktion nichts taugen kann, kennt vermutlich „Teen Wolf“ noch nicht. Und auch „Finding Carter“ ist eine Serie, die auf hohem Niveau performt.

Finding Carter - Trailer StaffelmitteEin weiteres Video

Carter (Kathryn Prescott) wurde entführt, als sie drei Jahre alt war. Als sie 13 Jahre später von der Polizei aufgegriffen wird, werden Fingerabdrücke genommen. Es kommt heraus, dass sie eigentlich Lyndon Wilson ist. Ihre „Mutter“ Lori hat sie damals entführt. Für Carter ergibt das keinen Sinn. Sie liebt Lori – und Lori liebt sie. Aber nun muss sie in ihrer neuen Familie zurechtkommen.

Finding Carter - Kaum zu glauben, aber wahr: MTV hat eine richtig originelle Serie am Start!

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Die Serie startet bei uns am 22. Februar 2016.
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Elizabeth Wilson (Cynthia Watros) ist eine Polizistin, sehr steif, auf Kontrolle ausgelegt – damit kracht sie mit Carter schnell aneinander. David Wilson (Alexis Denisof) ist da deutlich lockerer. Er hat ein Buch geschrieben, „Losing Lyndon“, das ein Bestseller geworden ist. Nun denkt er über ein Sequel nach: „Finding Carter“. Dann sind da noch Carters Schwester Taylor (Anna Jacoby-Heron), deren Freund Gabe sich in Carter verknallt, und ihr jüngerer Bruder Grant (Zac Pullam), der mit Sarkasmus überspielt, dass er sich in dieser Familie übergangen fühlt.

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Die Schauspieler kommen zusammen

Emily Silver schrieb das Skript zur ersten Folge von „Finding Carter“ auf Spekulationsbasis. Sie hatte keinen Auftrag, aber sie suchte danach nach einem Sender, der daran interessiert sein könnte. Bei MTV stieß sie auf Interesse. Im September 2013 wurde der Auftrag erteilt, einen Monat später fanden sich bereits die ersten Schauspieler ein.

Zuerst wurde Cynthia Watros („Lost“) besetzt, dann folgte die Britin Kathryn Prescott, die in ihrer Heimat durch die Serie „Skins“ bekannt geworden ist. Weitere Newcomer wurden angeheuert, einen bekannten Namen konnte man jedoch auch noch ankündigen: Alexis Denisof, der nach „Angel – Jäger der Finsternis“ in einer neuen Hauptrolle in einer Serie zu sehen ist.

Finding Carter - Kaum zu glauben, aber wahr: MTV hat eine richtig originelle Serie am Start!

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Carter (Kathryn Prescott) kehrt zu ihrer "richtigen" Familie zurück. Aber will sie das überhaupt?
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Originelles Konzept

Im Kern ist „Finding Carter“ ein Coming-of-Age-Drama, aber eines, das eine ganz eigene Geschichte erzählt. Die Idee, die hinter der Serie steht, ist nicht nur faszinierend, sie hat extrem viel Potenzial. Die meisten Shows dieses Genres sind vorhersehbar, selbst die Figuren ähneln einander, hier jedoch sind sie weit eigenständiger. Weil sie sich in einer Situation befinden, die einen Ausnahmezustand darstellt. Nichts ist normal, alles auf den Kopf gestellt.

Finding Carter ist etwas, das gerade im Drama-Bereich selten vorzufinden ist: originell.Fazit lesen

Als Zuschauer versteht man beide Seiten. Man versteht, warum Elisabeth unbedingt Lori verhaften muss, weil sie dieses Erlebnis braucht, um mit den 13 Jahren Hölle abzuschließen, durch die diese Frau sie geschickt hat. Aber ebenso versteht man Carter, die gewillt sein mag, in ihrer neuen, alten Familie zu leben, die ihre „Mutter“ aber wirklich liebt und nicht will, dass sie im Gefängnis endet. Das ist der Stoff für das ganz große Drama, weil hier zwei Menschen aufeinanderprallen, die so unterschiedliche Wünsche und Hoffnungen haben.

Dabei ist nichts nur schwarz oder weiß, auch und gerade in Hinblick auf Lori gilt dies, wobei zum Ende der ersten Staffel Andeutungen gemacht werden, diese aber noch nicht vertieft wurden. Aber die eine oder andere Überraschung wird es noch geben, zumal MTV die Serie bereits für die zweite Staffel verlängert hat.