Fünf Jahre nach dem Start der Originalserie gibt es mit „Fear the Walking Dead“ den ersten Spin-off. Die Pilotfolge ist gelaufen – und das mit einem für den US-Sender AMC erfreulich gutem Ergebnis. Mehr als zehn Millionen Menschen haben eingeschaltet. In Deutschland kann man die Serie über Amazon Instant Video sehen.

Fear The Walking Dead - Trailer "Lights Out"4 weitere Videos

Das Gute gleich vorweg: Die Serie hebt sich wohltuend von „The Walking Dead“ ab. Das ergibt sich schon daraus, dass ein ganz anderer Schwerpunkt gesetzt wird. Die Show zeigt den Anfang der Zombie-Apokalypse.

Fear The Walking Dead - Der Anfang vom Ende

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 22/241/24
Das erste Spin-Off zu "The Walking Dead".
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Im Mittelpunkt steht eine Patchwork-Familie: Madison Clark (Kim Dickens) ist Lehrerin, ihre Tochter Alicia (Alycia Debnam-Carey) ist eine Vorzeigeschülerin, ihr Sohn Nick (Frank Dillane) ein Junkie, der nach einem Unfall im Krankenhaus ist. Er ist vor einem Zombie davongelaufen aber niemand glaubt ihm. Madison ist zusammen mit ihrem Kollegen Travis Manawa (Cliff Curtis), der von seiner Frau geschieden ist und dennoch versucht, eine Beziehung zu seinem Sohn aufrecht zu erhalten.

Es geht anfangs um die Probleme dieser Menschen, doch das ist längst nicht alles. Überall im Land wird von Einzelfällen berichtet, bei denen Menschen von Menschen angefallen wurden. Und dann gibt es eine Nachrichtensendung, bei der man sieht, wie ein Toter wieder erwacht, auf Polizisten losgeht und Dutzende Kugeln kassiert, ohne dass er stirbt. Erst ein Kopfschuss erledigt ihn.

Für die Bewohner von Los Angeles ist das verstörend, die Schule wird frühzeitig geschlossen, der Anfang vom Ende ist da.

Banner

Guter Auftakt

Das Feeling von „Fear the Walking Dead“ ist anders, weil hier alles noch mehr in der Normalität verankert ist. So setzt man bei der Pilotfolge auch vor allem darauf, die Figuren vorzustellen und zu vertiefen. Der Zombie-Aspekt ist hier nur eine Nebensächlichkeit. Gerade das hat manchem Fan nicht gefallen, es ist aber der richtige Weg. Insbesondere, wenn man bedenkt, was die erste Staffel mit ihren sechs Folgen erreichen will.

Man muss sich diese Staffel wie einen langen Zombie-Film vorstellen, bei dem gezeigt wird, wie die Apokalypse ihren Anfang nimmt. Das ist natürlich im ersten Drittel ruhiger, aber es wird von Sekunde zu Sekunde drängender. In der Pilotfolge ist es der Moment, in dem die Leute die Nachrichten sehen. Da verändert sich alles, und es setzt ein Gefühl der Panik ein.

Packshot zu Fear The Walking DeadFear The Walking Dead kaufen: Jetzt kaufen:

Der Anfang

„Fear the Walking Dead“ spielt zeitlich Jahre vor der in Kürze startenden sechsten Staffel von „The Walking Dead“. Die Macher haben aber bereits verlauten lassen, dass diese zeitliche Diskrepanz nicht über die ganze Serie hinweg aufrecht erhalten wird. Gut möglich, dass sie nur in der ersten Staffel existiert, da man dann einen Zeitsprung macht (der es natürlich auch leichter macht, irgendeine Form von Crossover zu machen, auch wenn beide Serien an unterschiedlichen Küsten der USA spielen).

Fear The Walking Dead - Der Anfang vom Ende

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 22/241/24
Der Anfang ist sehr ruhig erzählt. Es wird aber schnell schlimmer.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Einen Vorteil haben die Leute dieser Serie aber. Oder zumindest einige von ihnen, wie Madison, Travis und Nick. Sie erfahren am Ende aus erster Hand, dass man nicht gebissen werden muss, um zum Zombie zu werden. Das ist etwas, das man im Grunde auch nur am Anfang einer solchen Zombie-Geschichte zeigen kann.

Denn sobald die Untoten überhandnehmen, werden die Menschen überrannt. Genau das ist es was man in „Fear the Walking Dead“ auch zeigen muss. Etwas, das in der Hauptserie ausgespart wurde, das aber besonders im Umfeld einer Großstadt interessant werden wird.

Erfreulich eigenständiger Spin-off.Fazit lesen

Die zweite Staffel ist bewilligt

Die erste Season hat nur sechs Folgen, die zweite wurde aber auch schon bestellt und soll dann 15 Episoden umfassen. Das heißt dass im nächsten Jahr immerhin 31 Wochen mit den Untoten belegt sein werden – falls dann nicht beide Serien zeitgleich laufen.