Wir wissen es noch, als ob es gestern gewesen wäre. Dabei war es Vorgestern. „Liebe gamona-Redaktion“, habt ihr gesagt. „Wir würden gerne etwas mit Zombies gucken. Vielleicht diese neue Serie; dieses 'Walking Dead'-Spin-Off. Aber worum geht es da eigentlich? Lohnt es sich oder warten wir lieber auf eine neue Staffel unserer Lieblingsserie?“. Gut, dass ihr fragt. Denn wir hatten bereits Einblick in „Fear The Walking Dead“ und wissen, was euch erwartet. Um es kurz zu machen: „Gna. Aaargh. Hiiiiirn“.

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Das ist natürlich alles Quatsch. Also, nicht alles. Aber zumindest das mit dem Hirn. Denn wie wir alle aus der Mutterserie wissen, verschmähen die Untoten in dieser Welt auch den Rest von eurem Körper nicht. Doch uns interessiert weniger, was aus einem Menschen heraus kommt, als viel mehr, was in ihm drin steckt. Der Mensch ist hierbei die Serie, was drin steckt sind Fakten und was Vergleiche angeht, sind wir einfach nur schlecht...

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Serie mit Hirn?

„Fear The Walking Dead“ ist ein Spin-Off der weltberühmten Horror-Serie „The Walking Dead“. FTWD lief am 23.08.2015 in den U.S.A. an und erfreute sich extrem hoher Zuschauerzahlen und positiver Kritiken. Auch unser Peter Osteried durfte sich bereits einen Brocken aus der Serie reißen und hatte überwiegend gute Worte für sie übrig. Aber worum geht es eigentlich?

Die Idee für die Serie hatten Dave Erickson und Robert Kirkman („Outcast“, „Ultimate X-Men“ und natürlich „The Walking Dead“) und wollten damit eine Parallelgeschichte zur Mutterserie schaffen, die zeitlich am Beginn der Zombie-Apokalypse angesiedelt ist; also zu dem Zeitpunkt, als TWD-Protagonist Rick Grimes noch im Koma lag.

Während sich „The Walking Dead“ mit den menschlichen Überbleibseln der Katastrophe und ihrem alltäglichen Kampf ums Überleben beschäftigt, rücken in „Fear The Walking Dead“ die Zombies in den Hinter- und die Betroffenen viel weiter in den Vordergrund. Die Serie wird ruhiger sein und sich mehr mit dem „wem“ und dem „warum“ beschäftigen, als untote Schlürfer und Gemetzel zu zeigen.

Fear The Walking Dead - Das Serien-Highlight des Jahres?

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Die Anfangsgeschichte wird sehr ruhig erzählt.
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Während sich TWD noch hauptsächlich auf einen Charakter konzentriert hat - nämlich Rick - wird in FTWD der Erzählmittelpunkt bei mehreren Menschen stehen und soll von Staffel zu Staffel weiter rücken.

Das macht die Serie vor allem für solche Zuschauer interessant, die sich lieber mit der Entwicklung, mit dem Menschlichen und den alltäglichen Problemen solch eines Super-GAUs beschäftigen und weniger mit dem, was danach kommt. Entsprechend sollen die beiden Serien zwar in der gleichen Welt, nur zu unterschiedlichen Zeiten spielen, jedoch keinerlei Berührungspunkte haben. Wer die Mutterserie also nicht kennt, verpasst im Grunde nichts. Und andersrum.

Daher sollte eure Hauptfrage sein: was ist euch lieber? Der bunt gemalte Horror in einer Welt voller Schrecken und einem Kampf gegen lebende wie untote Zombies oder der Weg dorthin und all der Horror, der damit einhergeht. Das Abenteuer oder das Menschliche?

Fear The Walking Dead - Das Serien-Highlight des Jahres?

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Zombies gibt es fast gar nicht zu sehen. Dafür die Abgründe, die ein solches Ereignis mit sich bringt.
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Fakten

Wer sich selber ein Bild davon machen möchte: „Fear The Walking Dead“ läuft bei uns bei dem Video-on-Demand-Anbieter 'Amazon Instant Video'. Dort könnt ihr die Folgen jeweils einen Tag nach der US-Ausstrahlung genießen. Oder ihr schaut euch einmal unsere Kritik zu den ersten Folgen an und entscheidet dann.

Ob die Serie etwas für euch ist oder nicht, müsst ihr natürlich selbst beurteilen. Wir sind jedenfalls froh, dass das Franchise noch nicht so tot ist, wie die meisten Darsteller der Mutterserie. Und genug Horror gibt es im Spin-Off immer noch. Und wenn ihr genau hinhört, könnt ihr des Untoten Gestöhne hören. Und wenn ihr lieb seid, dann könnt ihr vielleicht sogar ein paar Zombies seh'n...